Surfer mit Mobile gerettet

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  • Hier ein Foto

    Ob man noch mit 80 Jahren auf dem Meer Windsurfen muß, ist doch recht fraglich.

    Wir haben am Spot auch ein paar ältere und mit deren Kondition steht es nicht zum besten, sie passen sich aber an.

    Ich selber bin schon im Seegat gesegelt, viel Strömung und Wind!

    Vielleicht kommt jetzt die Vernumft, ist ja nochmal gut gegangen :/

  • Wenn man sich die Wellen auf dem Bild von DD ansieht, ist es wahrscheinlich die Strömung, die das Material fortgetragen hat.

    Wenn irgendetwas kaputt gegangen ist, bspw. der Mastfuß oder so und das Brett verabschiedet sich, hat man schlechte Karten, egal ob man 30, 40, 50 oder eben 80 Jahre alt ist.

    Man sollte in solchen Bereichen mit stärkerer Strömung nicht allein rausgehen, auch wenn es zwischen den Inseln nur knapp 2,5 km sind.

  • Von geborgenem Material steht in beiden Artikeln nichts.


    Hoffentlich löst das nicht die nächste Suche aus, wenn es irgendwo anlandet.


    Dort alleine zu Surfen ist schon etwas leichtsinnig, wenn man das Bild sieht. Glück gehabt, dass dort überhaupt noch Handy Empfang war.

  • Das Schöne ist doch beim WS, dass man sich auf das Brett retten kann.

    Ich finde es sehr leichtsinnig, solche "Weisheiten" hier zu verbreiten. Die Erfahrenen wissen sowieso, dass das nicht stimmt, aber es lesen doch auch einige Ein- und Aufsteiger hier mit. Ich empfehle den Forums-Thread "Das passiert mir nie, habe ich gedacht"

  • Das Schöne ist doch beim WS, dass man sich auf das Brett retten kann.

    Ich finde es sehr leichtsinnig, solche "Weisheiten" hier zu verbreiten. Die Erfahrenen wissen sowieso, dass das nicht stimmt, aber es lesen doch auch einige Ein- und Aufsteiger hier mit. Ich empfehle den Forums-Thread "Das passiert mir nie, habe ich gedacht"


    Was ist daran leichtsinnig oder falsch? In der Regel, zu 99% kann man sich bei einem Segelbruch o.ä. an sein Board klammern.

    (im Unterschied z.B. zu Kitern, die den Kite verlieren.) Das ist auch die erste Regel in diesen Situationen. Sollte eigentlich bekannt sein.


    Trotzdem kann man das Board verlieren, vor allem, wenn Rigg und Board getrennt sind. Wie man an dem Beispiel sieht.

  • Ich halte nicht viel von der "Regel" gehe zu Zweit und dann ist es schon sicherer. Das mag ja mitunter so eintreten. Allerdings klingt es für mich immer danach: Nimm einen Idioten mit, der dich leichtsinnige Knalltüte rettet und alles ist gut.

    Sicherheit auf dem Meer: Sicherheit zuerst und durch mich für mich selbst, ohne andere zu gefährden / zu brauchen (die einem dann retten sollen). Das hat auch nicht viel mit dem Alter und der sinkenden körperlichen Leistungsfähigkeit zu tun. Wenn der Wasserstart aus irgenwelchen Gründen nicht klappt und man das Segel nicht heraus bekommt, ist man nach kurzer Zeit (bei entsprechend Wind/Wellen) so ausgepowert, dass vieles sehr schwierig wird. Aber jeder ist selbst für sich verantwortlich (in erster Linie) und wer übers Meer düst und das Ufer aus den Augen und Sinn verliert, sollte damit rechnen, dass es seine letzte Fahrt wird.

  • Sehe ich auch so. Was hätte ein anderer Surfer in der Situation helfen können?

    Wenn es keinen Handy-Empfang gibt, kann ein zweiter Surfer wenigstens Hilfe holen, kommt dann zwar spät,

    aber besser als gar nicht. Mehr kann er ja kaum machen.


    Ich bin in Kroatien bei Bora auf dem Meer unterwegs. Alleine. Bisher ohne Handy und muss auf Hilfe von Yachten

    oder Motorbooten hoffen. Als Hauptgefahr sehe ich mittlerweile nicht Materialbruch, sondern körperliche

    Beschädigungen. Mit verrenktem Knie, gebrochener Rippe oder gebrochenem Fußgelenk habe ich noch nie
    einen Wasserstart probiert. 8|

  • Django : In deinem Beitrag werden zwei Dinge vermischt, die nichts miteinander zu tun haben.


    1. Die Sicherheitsregel, dass in Notsituationen das Board das beste Mittel ist, sich über/auf dem Wasser zu halten und deshalb nicht verlassen werden sollte.


    2. Die von gotoh2o getroffene Aussage, dass man sich beim Windsurfen immer auf das Brett retten kann.


    Letzteres ist falsch und es ist leichtsinnig, so etwas zu verbreiten, weil sich Unerfahrene mit solch einer vermeintlichen Sicherheit im Rücken vollkommen unnötig in Lebensgefahr bringen können.

  • 2. Die von gotoh2o getroffene Aussage, dass man sich beim Windsurfen immer auf das Brett retten kann.

    Wie kommst du denn da drauf?? Der Surfer konte sich NICHT aufs Brett retten. Wieso sollte hier also

    jemand schreiben, dass man das IMMER kann? Hä? :/


    gotoh2o hat lediglich angemerkt, dass man sich beim Surfen (im Gegensatz zum Kiten nehme ich an) ja eben normalerweise

    auf Brett retten kann und er hat bedauert und sich gewundert, dass das hier nicht geklappt hat.


    Anders kann man das nicht verstehen, weil es ja FAKT ist, dass er das Brett verloren hat. Wenn klar ist, wie

    es gemeint sein muss, dann sollte man eine Aussage nicht Buchstabe für Buchstabe, als allgemeingültig und in

    Stein gemeißelt lesen... :)

  • -----Was ist daran leichtsinnig oder falsch? In der Regel, zu 99% kann man sich bei einem Segelbruch o.ä. an sein Board klammern.



    Das sehe ich auch so. Ich vergleichte es natürlich mit Kitern, deren Schirm und/oder Brett manchmal abhanden kommt, Schwimmer, die nach dem Schwimmen kurz vor dem Strand ertrinken (HH 2018) oder auf das offene Meer rausgezogen werden wie am Samstag an der Ostsee, etc. . Mir ist auch schon ein Bodyboard hinter den Wellen abhanden gekommen - keine schöne Situation.


    So bin ich über meine Rettungsinsel stets dankbar, auch wenn sie nicht hundertprozentig sicher ist. Aber allein ist natürlich heftig ... das ist nicht mein Kaliber



    :)

  • Als ich meinen Surfunfall 2012 am Gardasee hatte und im Wasser lag (mit ausgekugeltem multifrakturiertem Oberarmkopf), da gelang mir das Hochziehen aufs Board gerade so eben. Je nach Schwere des Unfalls gelingt es möglicherweise nicht mal mehr, sich aufs Board zu ziehen oder zumindestens am Board festzuklammern (jeder Wellenschlag aufs Material überträgt sich auf die Frakturen und schmerzt unbeschreiblich - man ist versucht loszulassen).

  • Glaube ich nicht, das mit den Fußschlaufen. Und die Boardlänge kann auch nicht stimmen.

    Man merkt, der Autor hat keine Ahnung vom Surfen und da einiges falsch verstanden.

    Mit einem „Carbon 3.50 Brett“ geht man ja wohl kaum auf Hawaii surfen. Und die Fußschlaufe

    sichert nicht im Notfall das Brett.

    Da war wohl eher die Sicherheitslasche am Tendon gemeint, nicht die Fußschlaufe.


    Quote

    sein Surfbrett lehnt, dreieinhalb Meter lang, 70 Zentimeter breit. Ein Modell, gefertigt aus Carbon, wie man es nur auf Hawaii bekommt. Die Fußschlaufe hat Neumann gleich nach dem Kauf abgenommen. Sichert zwar im Notfall das Brett, nervt aber auch, da verheddert man sich ständig, also lieber ohne.


    Hier ist der Artikel: https://www.weser-kurier.de/re…-brett-_arid,1849033.html

  • Django : Ich geh‘ einfach von den geschriebenen Buchstaben aus. Und die sind eine Verharmlosung. Aber vielen Dank für diese Lese-/Interpretations- und auch Lebenshilfe.


    @Alle: Die hier leider wiederholt ins Spiel gebrachten 99% gelten nach meiner Erfahrung bei gemäßigten Bedingungen in Stehrevieren. Für alles Andere ist so eine Prozentzahl ein „In-Sicherheit-Wiegen“.


    Ich selbst hab in meiner Surflaufbahn schon dreimal mein Brett schwimmenderweise nicht mehr einholen können, davon nur einmal Materialbruch. Und in zwei der drei Fälle ging es um Leben oder Tod und glückliche Zufälle, dass ich nicht ertrunken bin. Deshalb rollen sich bei mir die Fußnägel auf, wenn ich solche Beruhigungspillen wie „man hat immer sein Brett“ oder „99%“ lese. Offenbar bin ich dabei aber nicht der Einzige, wenn ich den o.g. Thread „Das passiert mir nie, habe ich gedacht“, die anderen weiteren hier geschilderten Fälle oder die Zustimmung zu meinem Beitrag #6 sehe.


    In meiner Surflehrerzeit auf Gran Canaria und am Gardasee habe ich genug Notfälle erlebt, wenn Unerfahrene (die sich selbst für „sichere Surfer“ halten) auf’s große weite Meer hinaussurfen. Da gelten andere Gesetze und andere Prozentzahlen. Selbst am Gardasee.


    Die Unglücksursache des verunglückten Surfers Neumann ist identisch mit dem Fall von mir, den ich in dem Thread „Das passiert mir nie,…“ geschildert habe. Der Sportsfreund Neumann war ERFAHREN, wusste, dass ihm bei so einer Tour, wie er sie unternommen hat, was Lebensbedrohendes passieren kann (auch „Brett-weg“ wie schon einmal vor Hawaii), und hatte deshalb sein Handy mitgenommen mit einprogrammierter Seenotrettungsnummer. Auf dem Meer überlegt gehandelt, alles richtig gemacht. Der Rest war Glück. Super! Ein Unerfahrener mit dem 99%-Tipp im Hinterkopf wäre wahrscheinlich gestorben.

  • Mir ist auf Fuerteventura der Mastfuss gebrochen, beim rückwärts Abgang habe ich dem Brett noch einen schönen Schubs gegeben und alle Versuche bei ablandigem Wind von 6 Beaufort das Brett noch einzuholen waren vergeblich. Gottseidank ist das Ganze nur 300m vom Ufer passiert und ich konnte mit dem Rigg an Land schwimmen.

  • Ein Unerfahrener mit dem 99%-Tipp im Hinterkopf wäre wahrscheinlich gestorben.

    Das Wichtigste für Unerfahrene ist doch tatsächlich, möglichst beim Board zu bleiben. Der Tipp ist zu 100% richtig.
    Das wollte ja auch Herr Neumann, steht auch so im Bericht. Er hätte das auch machen müssen, wenn es nicht zufällig

    da so eine Sandbank gegeben hätte. Sonst wäre er ertrunken.


    Wenn ich auf dem Meer in Kroatien surfe, dann muss ich auch dem Zeug hinterherschwimmen. Auch wenn das
    mal 5 Minuten oder länger dauert. Nur wenn das Board ohne Rigg abhaut, kann man das vergessen.


    Dagegen hilft die „Fußschlaufe“, die in dem Bericht erwähnt wurde. Jetzt ist es mir auch klar: Es ist die Leech gemeint,

    die am Fuß befestigt ist. DIe hätte Hr. Neumann tatsächlich geholfen. Stört aber natürlich enorm beim Windsurfen.


    Mir gibt das schon wieder zu denken. Eine zusätzliche Leine zwischen Mastfuß und Segel, irgend sowas... früher

    mit den auslösbaren Mastfüßen hatte man ja diese Gummileine dran.

  • die nutzt nichts bei Powerjoint-oder Mastverlängerungsdefekt, weil ganz unten befestigt

    soll sie weiter obven sichern, ist einerseits die notwendige freie Drehbarkeit ein Problem als auch daß man daran hängenbleiben kann, da sie ja nur schwerlich immer gestrafft sein kann

    und Gummilösungen sind auch wieder störanfällig (Gummi leiert aus und ist weniger stabil)

    Hängenbleiben müßte so vermieden werden, daß die Sicherungs-Leine sehr nahe am mastfuß befestigt wird

    ich hätte mir eine solche Sicherung gewünscht, als sich mein Rigg im Waschgang vom Powerjoint löste

    aber ist technisch schlecht umzusetzen, das müßten die Verlängerungshersteller in Abstimmung mit den Boardherstellern lösen

    glaub ich nicht dran