Latten entspannen?

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  • Moin,


    ich versuche eine belastbare Antwort zu bekommen, ist ja Sonntag wieder Wind, vielleicht sehe ich ihn da nochmal...


    Keine Ahnung warum man das macht, ich sehe keinen Vorteil, wie @cbra, denn beim Aufriggen muss ich ja wieder spannen und das nervt.


    Boris kann ich nachvollziehen wenn es was gebracht hat.


    Grüße

    teenie

  • Zu einem NP Segel bekommt man doch eine 100 seitige Erklärung, wann die Garantie erlischt und was bestimmungsgemäßer Gebrauch ist.


    Wenn das Latten entspannen dort nicht drinnen steht, hat es keinen positiven Einfluss auf das Segel,


    solange die verwendeten Materialien für Segel und Latten eine gewisse Mindestqualität erfüllen.


    Wenn das bei grossen Avanti Segeln anders ist, ist Entspannen doch eine zielführende Maßnahme, um das Segel zu erhalten, daher verstehe ich die Häme nicht ganz.


    VG

    Gerhart

  • hm, also ich kenn das nur von den älteren Sailworks Tüchern. Die Race oder Freerace Segel haben dort mehrteilige Latten und beim Transport brachen früher gerne mal die Tubes.

    War aber meines Wissens vor echt langer Zeit - müsste so 2003-2005 gewesen sein. Da riet man ebenfalls die langen Latten etwas zu entspannen. Dies hatte damals genau wie Totti schreibt aber dazu geführt, dass die Gewinde der Imbus-Schrauben und/oder der Messingklötze im Spanner irgendwann aufgaben. Kann ich daher nicht empfehlen - zumal es bei Sailworks auch noch Zollgewinde sind - also gibts nur Ersatz aus den Staaten.

    Bei nem alten P7 hatte ich auch schon einen Imbus in der Hand nur durchs nachspannen.

    Selbst bei NP brechen doch gerne mal die Kunstoffspanner - also das würde ich echt nicht riskieren - ne Schraube kriegt man ja vielleicht mal noch irgendwo - aber so einen Clip....

    Ne, würde ich bei keine Segel mehr machen.

  • Sers,


    habe eine Frage zum Thema Lattenbruch / Bruch Carbontubes:

    Ich fahre seit Jahren mit großen NP Cambersegeln rum (NP RS Slalom 9,5 II, III, IV, VI), ohne nennenswert häufige Defekte.

    Seit kurzem habe ich auf ein ein NP RS Racing EVO 9 in 9,4m² umgestellt, dass ich gebraucht erworben habe.

    Der Verkäufer des Segels (Privatmann, kein Regattafahrer) meinte schon bei der Übergabe, dass die längste Latte geflickt sei und ich da aufpassen müsste.

    Erster Einsatz: Diese Latte bricht - OK.

    Neue Latte (original von NP) besorgt und eingebaut. Im ersten Surfurlaub bricht mir bei insgesamt 4 Einsätzen die neue Latte und die unterste Latte.

    Ein anderer Besitzer eines EVO 9 sagte mir, dass er nie ohne zweiten Lattensatz und Reparaturset in den Urlaub fährt.

    Bei den Brüchen sind auch nie die vordersten Segmente der mehrteiligen Latten betroffen, sondern die mittigen dicken Carbontubes.


    Momentan bin ich etwas ratlos und versuche es mit folgenden Erklärungsansätzen:

    1) allgemeines Problem dieses Segels bzw der verbauten Carbotubes ...

    2) Segel für 2 Stunden in der Sonne trocknen lassen ...

    3) Camber bzw. Segelbauch am Strand von Hand auf die andere Seite drücken

    4) Segel in "bauchiger" Einstellung des Trimmsystems bei Halse umschlagen


    Hat da jemand auch Erfahrungen mit oder einen Tip für mich, wie ich die Lattenbrüche verhindern kann?

  • der Bereich wird doch kaum auf Biegung beansprucht?
    ich würde da viel eher Brüche in den vorderen Bereichen nahe der Camber erwarten

    unter den Umständen würde ich mal Tubelatten anderer Hersteller ausprobieren

    vielleicht günstig ein passend großes Gebrauchtsegel mit defektem Monofilm kaufen


    lassen sich wenigstens die Carbonröhren seperat tauschen?
    evtl. mal mit Glasfasertubes versuchen?(eben z.B. aus Gebrauchtsegel. könnte mir vorstellen, daß die Originalersatzteilpreise nicht grad Begeisterung hervorrufen, wenn die dauernd kaputtgehn. Porto solcher Yteile ist ja auch nicht grad günstig

  • Hallo Aurum,

    die Biegung im Bereich der Carbon-Tubes weist keinen besonders kleinen Radius auf, ist aber deutlich sichtbar.

    Separat austauschen lässt sich in den Originallatten nichts, die Einzelteile sind an den Übergängen laminiert.

    Sonst könnte ich ja relativ einfach auch Ersatz-Tubestücke einpassen.

    Wenn die Latten aber weiterhin so schnell brechen, muss ich wirklich mal andere Materialien ausprobieren.

  • Hallo Martin, ich habe auch noch zwei Evo 9 im Einsatz .

    Bei mir brachen die latten auch öfter mal!

    Die Latten beim Evo sind dreiteilig und man kann das Mittelstück auch einzeln austauschen !

    Die drei Teile der latte sind verklebt und mit einem Drahtstift verstiftet.

    erst den Drahtstift raus machen und dann die latte durch drehen auseinander ziehen.

    Wenn du die Teile nicht auseinander bekommst versuch es mit einem Heißluftfön.

    Das Mittelstück ist Meterware wo du problemlos für ca.15€ im eBay bekommst!

  • Das Mittelstück ist Meterware wo du problemlos für ca.15€ im eBay bekommst!

    Freilich nur als GFK, nicht höherwertig oder gar Fullcarbon (bei dem Preis). Zweifelsohne gibt es unterschiedliche Güten. Ich weiss aber nicht, welche Pryde verwendet hat.

    Und natürlich hat es einen Einfluss auf das Segel, wenn man GFK gegen 100% Carbon tauscht oder andersrum. Wahrscheinlich aber eher nicht beim Freeriden damit...

    Dieser Text wurde nach alter, neuer und eigener Rechtschreibung geschrieben und ist daher fehlerfrei!
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  • die Carbonrohre sind sicher nicht schlechter als die von NP!

    Die machen jedenfalls keine Probleme.

    Die untere latte bei meinem 8,6er habe ich gegen eine mit dickere Wandstärke getauscht,

    da merkt man schon das der untere Camber etwas mehr Druck zum rotieren braucht.

    Die obere latte hat die Original stärke da merke ich weder schlechteres handling noch schlechtere Rotation!

  • Hallo Rüdi,

    das ist ein guter Tip mit dem Austausch des Mittelstücks.

    Dann werde ich mich mal mit der Verbindung der einzelnen Lattenteile auseinandersetzen.

    Auch der Link zu dem Webshop ist super.

    Die Ersatzrohre werde ich wahrscheinlich im Drachen-Selbstbauladen bekommen; Carbonrohre sind dort in allen Stärken verfügbar.
    Da die Racesegel andere Segelmarken anscheinend kein Problem mit den Latten haben, wäre dann nur ja ein Wechsel eine dauerhafte Lösung...

    @Totti: Danke für den Tip mit dem Freeriden; leider muss ich noch mit dem GPS rumfahren ;-)

    MfG, Martin

  • "Da die Racesegel andere Segelmarken anscheinend kein Problem mit den Latten haben, wäre dann nur ja ein Wechsel eine dauerhafte Lösung..."


    Nein, es gab Saisons, wo P7 bei den damaligen AC1 Probleme hatte.

    Gab eine Saison, wo meine Avanti Machine M3 die Lattenpest hatten.

  • Gehen wir mal analytisch ran: Bisher bin ich ca. 15 Segel mit drei oder mehr Cambern gefahren. Dass ab und zu mal eine Latte bricht, ist absolut OK.

    Lattenpest dann bei dem neuen Segel (was übrigens Leistungs- und Handlingmäßig verdammt gut funktioniert).

    Somit sollte bei einem Wechsel des Segels eine relativ große statische Chance bestehen, eines ohne die Lattenprobleme zu bekommen.

    Es gibt doch zumindest eine Firma, die Tuninglatten anbietet (hat jemand den Namen / die Adresse?). Bei einer neuen Bestückung der unteren vier Latten des Segels, also im Camberbereich, sollte dann doch eigentlich auch Ruhe sein?

  • Gehen wir mal analytisch ran: Bisher bin ich ca. 15 Segel mit drei oder mehr Cambern gefahren. Dass ab und zu mal eine Latte bricht, ist absolut OK.

    Lattenpest dann bei dem neuen Segel (was übrigens Leistungs- und Handlingmäßig verdammt gut funktioniert).

    Somit sollte bei einem Wechsel des Segels eine relativ große statische Chance bestehen, eines ohne die Lattenprobleme zu bekommen.

    Es gibt doch zumindest eine Firma, die Tuninglatten anbietet (hat jemand den Namen / die Adresse?). Bei einer neuen Bestückung der unteren vier Latten des Segels, also im Camberbereich, sollte dann doch eigentlich auch Ruhe sein?

    Pieter Bijl


    http://pieterbijlwindsurfing.c…-pro-batten-made-for-you/

  • Genau den Link habe ich gebraucht - werde da mal einen Lattensatz anfragen. :thumbup:

    Hab grade auf der Seite gelesen, dass die Kosten für die 4 unteren Latten bei 399,- € liegen.

    Ist bestimmt OK, da viel Know How, Entwicklungs- und Handarbeit drinsteckt.

    Die Kosten sind für ein neues Segel noch irgendwie zu begründen; bei einem 2 Jahre alten Segel allerdings wirtschaftlich unsinnig.

    Werde dann die "DIY" Variante wählen!

    Vielleicht gibt es ja jemanden im Forum, der die Originallatten des EVO9 9,4m² ausgetauscht hat und den Lattensatz nicht mehr braucht?

  • welche Herstellungsart ist für Segellatten am stabilsten?

    die pullwinded oder die pultrudierten?