Rigging Severne Convert 8,5

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  • Servus zusammen,


    ich würde mich sehr über Anregungen zum Riggen des 8,5er Converts freuen.

    Mittlerweile bin ich damit etwas ratlos.


    Segel: Severne Convert 8,5

    Mast: Severne SDM White 460

    Gabel: Pryde X3 200-250 (auf 220 ausgezogen)

    Verlängerung: Simmer 45cm (auf 34cm)


    Surfer: 80kg

    Board: Fanatic Gecko 156l

    Finne: Choco 48cm


    Gekauft habe ich‘s als Ergänzung zum Pryde Supernova II (6.7), Search (5.4) und Zone (4.4), um auch Tage mit wenig Wind mitnehmen zu können.

    Genau das funktioniert jedoch nicht.


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    Das Segel kennt bei mir zwei Extreme, ersteres ist auf den Bildern zu sehen, die Latten liegen schön „mittig“ am Mast, dafür Loose Leech ohne Ende bis fast zur vierten Latte (weil Vorliek kräftig durchgesetzt), Achterliek kaum gespannt, weil sich trotz Wind sonst kaum Profil bildet, funktioniert für wenig Wind so nicht sonderlich gut, das Segel macht oben zu schnell auf, nimmt Böen nicht genug mit.


    Zweite Option, nicht bebildert, da nicht fahrbar, ohne Spannung am Achterliek stehen die Latten über den Mast heraus, Loose Leech nach Lehrbuch/Anleitung bis ca. zur Mitte der zweiten Bahn, mit Spannung am Achterliek passen die Latten mittig auf dem Mast (so wendet das Segel passabel), ABER es kann sich so kein Profil trotz Winddruck bilden. Das ist defacto nicht fahrbar.


    In beiden Fällen bin ich mit dem Segel nicht glücklich, und habe das Gefühl das Teil ist in 8.5 eher dafür gedacht einen 95kg Surfer bei 15kn über die Gleitschwelle zu tragen, wo 75 bis 80kg schwere Kandidaten eher das 6.7 fahren würden.


    Meinungen dazu? Jede ist willkommen :thumbup:

    Grüße, Flo.

  • Berichte über das 6.7 habe ich natürlich gelesen (und verheisungsfroh das 8.5er gekauft), allerdings wird sich das insgesamt nur eingeschränkt übertragen lassen, 460er statt 430er Mast, SDM statt RDM, da braucht es logischerweise mehr Kraft.


    Fakt ist, mit wenig Spannung am Vorliek braucht das Segel zwangsläufig ein sportlich angezogenes Achterliek, ansonsten stehen die Latten zu weit über den Mast hinaus und rotieren schwergängig, selbst wenn man mit der Hand in‘s Segel drückt.

    Keine Ahnung wie man damit fahren soll...bei über 15kn schlagen die Latten so evtl. um, möglicherweise bildet sich dann auch ein adäquates Profil im Segel, allerdings geht dann auch ein 6,7, und das 8,5 war dann für den Arsch.

    In dem Windbereich könnte man das Vorliek aber auch etwas weiter durchsetzen, bekommt so manche Böe besser vom Segel geschluckt, und hat viel weniger Probleme mit den Latten, bzw. kann am Achterliek auch effektiver nachtrimmen.


    Also wie gesagt...das Segel erschließt sich mir einfach nicht.



  • ich habe das Segel in 6,7qm (2017er) für eine Bekannte besorgt und sollte eigentlich auch noch 1 oder 2 Größen größer für ihren Macker

    ich habs gemacht, weil mich dieses günstige und leichte Segelversion einer ansich nicht grad günstigen Marke interessierte und ich das so mal in Ruhe riggen und ansehen konnte


    ich habe ihr nach Erhalt des 6,7ers allerdings abgeraten, als großes Segel ebenfalls dieses Modell zu kaufen, weil ich mir nicht vorstellen konnte, wie das in 8,5qm mit ebenfalls nur 5 Latten ein überzeugendes Profil bilden und die Kräfte in Böen aufnehmen soll

  • Hhhmmm, da ich das Segel nicht habe, kann ich nur ganz allgemein was sagen..

    Als erstes würde ich mal die Verlängerung nachmessen ob die Angaben stimmen, wenn nämlich nicht liegt das Übel schon da begraben, weil das Segel dann nie mit den richtigen Ausgangsparametern aufgebaut war.

    Dann mit den ausgangsparametern aufbauen, achterliek aber nur so spannen, das wenn das Segel auf dem Boden liegt, die schothornöse mittig zwischen den gabelbaumholmen hängt.


    Dann mal shiften versuchen und auch ins Segel drücken ob Latten die Seiten wechseln und ob Bauch reingedrückt werden kann.


    Wenn's nicht stiftet, dann nen bisschen mehr vorliek und nochmal...dann nen bissel mehr achterliek und wenn sowohl Bauch als auch umschlagen klappt, die Maße merken/markieren und auf dem Wasser testen...


    Am Wasser dann feinjustieren...

  • weil ich mir nicht vorstellen konnte, wie das in 8,5qm mit ebenfalls nur 5 Latten ein überzeugendes Profil bilden und die Kräfte in Böen aufnehmen soll


    Die Befürchtung hatte ich auch etwas, auf der anderen Seite waren der Preis (eher peripher) und das geringe Gewicht schon sehr verlockend für ein so großes Segel.


    Hhhmmm, da ich das Segel nicht habe, kann ich nur ganz allgemein was sagen..

    Als erstes würde ich mal die Verlängerung nachmessen ob die Angaben stimmen, wenn nämlich nicht liegt das Übel schon da begraben, weil das Segel dann nie mit den richtigen Ausgangsparametern aufgebaut war.


    Die Phase habe ich durch. Es wurde defacto jede mögliche Variation aufgebaut, teilweise mehrere Zentimeter abseits der Angaben, im Endeffekt kann man das Segel genau zwischen den beiden zu Anfangs genannten Extremen aufbauen.

    Die einzige, die für mich funktioniert, ist mit relativ stark gespanntem Vorliek und viel LosseLech, die lässt sich auch toll und entspannt bis 20kn fahren und schluckt jede Böe, ein 6,7 tut‘s mir da aber auch gut (besser).


    Was soll‘s, bin mit dem Segel durch...hab die Tage ein Turbo GT gekauft, das ist zwar auf dem Billig Mast nicht ideal, funktionierte aber auf Anhieb (beweist damit dass ich nicht zu blöd zum Riggen bin) und entwickelt vor allem um 12kn deutlich mehr Leistung, folglich klappt passiv angleiten endlich genauso früh wie bei anderen Surfern :thumbup:

  • Hallo Chris, ich bin das Segel fast ein Jahr gefahren, aber mittlerweile der festen Ansicht dass es nicht für leichtere Surfer bei wenig Wind taugt, sondern mehr für etwas schwerere um 100kg bis ca. 20kn.

    Das Segel liegt, seitdem das Turbo mit den Cambern da ist, herum, aber ist noch vorhanden.

    Liebe Grüße, Flo.