Freerideboard zum Schlaufenfahren gesucht

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  • ...da bei meinem Board (Carve 141) die Schlaufen weiter auf der Kante liegen – macht das Schlaufenlernen nicht gerade einfach.


    Ich spiele jetzt mit dem Gedanken sich nicht weiter zu quälen und einem Board mit Mittelschlaufe Option zu testen/kaufen/tauschen, am besten Dreier-Setup.

    Paar Favoriten stehen auf meine Liste:

    RRD Firemove V3 135

    RRD Fireride V1 155

    RRD Fireride V2 140

    JP Magic Ride 142

    JP Magic Ride 154

    JP X-City Ride 145

    JP X-City Ride 154


    Lohnt sich das wechseln ?

    Wenn die Schlaufen einmal sitzen wird noch die Mittelstellung Setup für Freeride noch benötigt ?:/


    Mein Gewicht ~98kg :rolleyes:

  • Hallo Kemot, spar dir das Geld. Du bist bereits Besitzer eines schönen Aufsteigerboards.

    Meine Empfehlung: Vordere Schlaufe vorne und innen montieren. Hintere irgendwo in den vorhandenen Plugs.

    Dann stellst du dich aufs Brett, vorderer Fuß nach dem Anfahren in die Schlaufe. Die hintere Schlaufe vergisst du einfach. Der Fuß kommt irgendwo hin, wo es für dich bequem ist.

    Und dann konzentrierst du dich für die nächsten Monate auf Speed. Wie kann ich schneller werden? Was machen andere, die schneller sind besser: Segeltrimm, Segelgroesse (wichtig bei deinem Gewicht), alles Gewicht über das Trapez ins Rigg, Segel weiter nach hinten ueberziehen....

    Und wenn du schneller wirst , wird wohl als erstes der Wunsch aufkommen, die vordere Schlaufe weiter zurück und nach außen zu nehmen.

    Und wenn du dann einmal bei voller Fahrt abfaellst, wirst du merken daß auch die hinteren Schlaufen helfen und genau an der richtigen Stelle stehen.

    Der Prozeß kann je nach Revier und Frequenz auch ein Jahr oder zwei dauern. Merke: Nicht Schlaufen machen schnell sondern Speed durchzuhalten erfordert Schlaufen.

  • danke hary für die Aufklärung.

    Stimmt das Board ist spitze, keine Frage.

    Ich habe bereits „Schlaufen mit Anfäger-Setup“ s.Bild

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    ein erfahrener Surfer sagte mir, dass mit solchen Schlaufenpostionen sehr viel Zeit fürs lernen verloren geht, desweiteren 141ltr bei 98kg + 9.6 Rigg auch nicht gerade für Leichtwind gut ausgelegt wäre...

  • Der erfahrene Surfer hat absolut Recht!

    Echt ein Nachteil der Carbonbauweise einiger Jahrgänge bei Starboard , bei den Geckos z.b. auch in Ltd immer mittlere Schlaufen Positionen vorhanden...


    Wenn du das Geld übrig hast, sehr empfehlenswert...


    Grüße

    teenie

  • Ich würde neben den Schlaufenpositionen noch auf das Volumen achten und zum schnellen Lernen eher die größeren Varianten aus Deiner Liste nehmen. Dann hast Du bei leichteren Bauweisen vielleicht auch später noch als Leichtwindboard was davon.


    Ich hatte mir, als ich gerade anfing, Schlaufen zu lernen, neben meinem 119er Magic Ride ein 168er Super Lightwind gekauft. Da sind die Schlaufenpositionen im Vergleich viel weiter außen. Ich kam da trotzdem leichter rein und wurde schnell sicherer, weil das hohe Volumen die Sache arg vereinfacht hat. Da ich damals noch sehr viel Respekt vor der hinteren Schlaufe hatte, bin ich mit 83 kg sogar beim Dümpeln manchmal drin geblieben, um auf die nächste Böe zu warten.

  • Nimm die hinteren Schlaufen zurück in die hinterste Position der Innenplugs (oder gar in die mittlere der Aussenplugs). Dann hast du viel Platz um den hinteren Fuss dort zu platzieren, wo es dir (aktuell) behagt.

    Und dann kümmere dich um deinen Speed. Hintere Schlaufe kommt dann später wie von selbst.

    Kein Mensch braucht Schlaufen bei Leichtwind.

  • ein erfahrener Surfer sagte mir, dass mit solchen Schlaufenpostionen sehr viel Zeit fürs lernen verloren geht, desweiteren 141ltr bei 98kg + 9.6 Rigg auch nicht gerade für Leichtwind gut ausgelegt wäre...

    ein 9.6er Segel, aber auch 8 oder 8.5er Segel, sind nicht gerade leicht und einfach zu handhaben und nichts für Aufsteiger

    der lange Gabelbaum ist das eine, das Gewicht das Andere, das Ganze dann auch noch vernünftig getrimmt das Weitere


    wenn es "etwas" leichter (Gewichtseinsparung beim Mast, aber auch Steifigkeit des GBs bei 2,45m Länge) sein soll, kaufst du viele Sachen aus Carbon und bist sofort 1 bis 2 "Vermögen" los :(, wirklich "herausfahren" wirst du es aber in dem Stadium noch nicht (später vielleicht)

  • Ja dies kommt mir doch irgendwie sehr bekannt vor.

    Ich habe mich auch doch erstaunlicherweise recht schwer getan (wieder) in die Schlaufen zu kommen.

    Mein Glück war, dass in einer nahen Surfbase Material zum Ausleihen vorhanden war, was dieses Problem zügig behoben hat.

    Bin ein RRD Evolution 360 155 L (M) dort gefahren und es hat "Klick" gemacht. Dies habe ich mir dann neu gekauft (es war relativ schwierig so ein Teil neu zu bekommen). Ich dachte 155 L, mann dies ist doch bestimmt zu viel Volumen und zu träge etc. Was soll ich sagen? Nach einem guten Jahr und sicher 60 Surftagen damit? Ich liebe es! Viele Schlaufenpositionen (einfach mal ein Bild davon ansehen) und der ganze hintere Bereich mit Pad (nur beim M).

    Es gibt natürlich agilere und schnellere Boards, nur ich fahre die Ein-Board-Strategie ;-)

    Es taugt für wenig und mehr Wind (bis 8,5er Segel). Klar, bei WS 6+ spürt man, dass es recht breit und etwas schwerer ist, was dann schon mal in richtig "Arbeit" ausartet. Viele sind schneller mit ihren kleineren schlankeren Boards (und besserer Fahrtechnik...) und würden sicher an mir vorbei rauschen. Da ich aber oft allein aufm Wasser bin, muss ich mir da keine Gedanken machen und über ne kleine handliche Harpune nachdenken...

  • Danke allen für das konstruktives Feedback.


    Demnächst ist Windsurfcamp in Griechenland angesagt, hoffentlich dort kommt der "Schlaufen-Klick" ;)

    Wenn du jetzt sowieso auf ein Windsurfcamp fährst dann machst du da wahrscheinlich einen gewaltigen Sprung nach vorne mit deinem Können.

    Danach klappt das mit dem Schlaufenfahren wahrscheinlich. Dann kommst du mit deinem Board wahrscheinlich klar.


    Viel Spass in Griechenland.

  • Moinsen,


    einfach mal versuchen, mit dem hinteren Fuß zuerst in die Schlaufe zu kommen. Finde ich viel einfacher.

    Mit dem vorderen Fuß das Brett flach halten und am Anluven hindern. Beim Abfallen dann auch in diese Schlaufe.

    Nebeneffekt: schützt auch etwas gegen Schleudersturz!


    Gruß vonne Küste

    DonRon

  • Wenn du jetzt sowieso auf ein Windsurfcamp fährst dann machst du da wahrscheinlich einen gewaltigen Sprung nach vorne mit deinem Können.

    Danach klappt das mit dem Schlaufenfahren wahrscheinlich. Dann kommst du mit deinem Board wahrscheinlich klar.


    Viel Spass in Griechenland.

    Danke




    >>> =O=O=O

  • Würde ich nicht so machen. Prägt nur ein falsches Bewegungsmuster ein.

    Funktioniert außerdem nicht mit allen Brettern und bei wenig Wind.


    Den hinteren Fuß bekommt man dann zwar in die Schlaufe dafür wird es dann mit dem vorderen Fuß um so schwerer.

    Man belastet dann meist das Tail viel zu stark das bremst und erhöht den Wasserwiederstand des Brett was wiederum dazu führt das man mehr Segeldruck braucht. Weiter will das Brett in den Wind drehen und man muss mit viel Körperspannung und Mastfussdruck gegensteuern.


    Bitte erst den vorderen Fuss in die Schlaufe, dann erst den hinteren.

    Eine gute Vorübung bei Leichtwind ist es mal Einbeinig zu fahren und den vorderen Fuß hochzuheben. Da muss man dann mit Mastfussdruck über die Arme gegensteuern damit das Brett auf Kurs bleibt.

  • So mache ich es auch, bei ruppigen und böigen Bedingungen, wenn ein ruhiges allmähliches Anfahren mit

    einer ruhigen Sekunde, in der man in die hintere Schlaufe kommt, nicht möglich ist bzw. leicht danebengeht.


    Den vorderen Fuß danach reinzubekommen geht ganz leicht.

  • Den hinteren Fuß bekommt man dann zwar in die Schlaufe dafür wird es dann mit dem vorderen Fuß um so schwerer.


    Bei mir (und anderen) ist es das Gegenteil. In die vordere komme ich ganz leicht in dem Moment, wo ich

    abfalle, mich richtig reinhänge und nach hinten gehe, also den Fuß frei habe und in die Schlaufe schieben kann,

    mit dem weiteren Vorteil, dass ich die vordere Schlaufe im Blickfeld habe.


    Wenn ich bei sehr starkem Wind und Kabbelwelle erst in die vordere Schlaufe gehe, bin ich sofort sehr schnell

    und das Brett schlägt in den Wellen, wenn ich nicht sofort nach der vorderen auch die hintere Schlaufe „in einem

    Aufwasch“ erwische, ist es zu spät, dann komme ich nicht mehr sicher in die hintere Schlaufe.

    Manchmal klappt es, aber wenn ich nur Zentimeter die Schlaufe verpasse, endet es in einem Schleudersturz.


    Wie machst du das bei solchen Bedingungen?

  • Hi Django,


    bei starkem Wind und Kabbelwellen mache ich das je nach Bedingungen und Brettgröße so:

    • auf Am-Wind Kurs einhängen, etwas Druck im Segel aufbauen, Gewicht nach vorne in den Masstfuss, vordere Fuss in die Schlaufe, hinterer Fuss in die Schlaufe. Dass alles noch in Verdrängerfahrt. Erst jetzt wo beide Füße in der Schlaufe sind abfallen und angleiten.
      Geht gut wenn man gut angepowert ist mit kleinen Brettern (100l). Bei größeren Brettern mit Fußschlaufen außen wird es zunehmend schwieriger.
    • ganz klassisch. Ganz leicht Abfallen bis das Brett leicht fahrt aufnimmt. Dann vordere Fuß in die Schlaufe. Brett sollte da erst im Halbgleiten sein. Wenn es zu sehr beschleunigt. Bist du zu weit abgefallen. Bei viel Wind kann das noch ein Am-Wind Kurs sein. Sobald das Brett fahrt aufnimmt wieder anluven um zu verhindern das es zu schnell wird. Da bist du dann auf einem Am-Wind Kurs hart am Wind. Da hat man auch weniger Druck im Segel. Brett sollte in langsamer Gleitfahrt sein. Dann den hinteren Fuß in die Schlaufe stellen. Das sollte dann einfacher gehen, da du auf Am-Wind Kurs bist also nicht so schnell und auch weniger Druck im Segel. Wenn dann beide Füße in den Schlaufen sind kannst du wieder abfallen auf Halb-Wind Kurs und Gas geben.
    • oder wenn es ganz heftig ist. Das gleiche wie oben aber erst einhängen wenn ich in beiden Schlaufen und am Gleiten bin. (Wenn ich nicht eingehängt bin kann ich die Segel power besser dosieren und meinen Körperschwerpunkt tiefer und weiter nach außen verlagern = mehr Kontrolle.)
  • Danke, das ist super ausführlich beschrieben. Ich habe natürlich schon alles mögliche versucht, werde

    das aber nochmal verinnerlichen und nochmal so versuchen (Punkt2). Mein Brett hat 130 Liter und die

    Schlaufen ganz außen, weiter innen bekomme ich auf Dauer Wadenkrämpfe :)


    Die Idee, erst Schlaufen, dann einhängen ist auch gut. Ich fürchte aber, da scheitert es bei mir an der Kraft.

    bei so viel Wind hänge ich mich nach dem Wasserstart immer sofort ein. Aber einen Versuch ist es wert! :)

  • Hmmmmmm - ich mach das nicht ( mehr ) bewusst.


    Vermutlich läuft das so ab:

    Lift auf's Brett, hinteren Fuß in die Schlaufe mit Gewicht auf dem vorderem Teil des hinteren Fußes :) , einhängen, viel Druck auf den Mastfuß, vorderen Fuß in die Schlaufe, Gas geben.

    Im Windloch nehme ich den vorderen Fuß raus, halte das Brett flach und gerade und gebe Druck auf den Mastfuß bis es wieder gleitet.


    Klappt bei wenig und viel Wind. Bei totaler Überpower stehen beide Füße beim Lift schon in den Schlaufen.


    DonRon