Anfänger benötigt Hilfe bei Boardauswahl

Liebe Mitglieder,

die Surf-Wiki wurde für die Bearbeitung durch die Mitglieder des Surf-Forums freigeschaltet. Es können neue Artikel erstellt und vorhandene bearbeitet werden.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Ihr braucht einfach nur die Surf-Wiki aufrufen und könnt sofort loslegen. Viel Spaß dabei.

Das Team des Surf-Forums
  • Ein brauchbares Wind-Sup ist für den Anfang viel besser als so ein altes Regatta-Brett. Ich wurde beim Surfkurs zuerst auch auf ein altes Mistral Regatta-Brett gestellt über 3m lang aber keine 60 cm breit. Das ist was für Fans, aber ich seh da als Anfänger keinen Nutzen. Die Dinger sind zwar schnell, wenns gerade ausgeht, aber für nen Anfänger ungeeignet, wenn er nicht grad auch Ballettänzer ist. Die drehen gar nicht, sind ohne Ende kippelig und schwer wie ein Baumstamm.


    Es ist auch ein Kreuz als Anfänger. Leihen ist schon nicht verkehrt. Allerdings als ich zuletzt mal wieder auf so nem Schulungstanker unterwegs war, hab ich auch gedacht, hm, mit meinemSUP gehts leichter, weil ist leichter, größer, schneller.


    Bei dem Naish 9.10 Crossover hab ich so mein Problem. Ich halte das verglichen mit den modernen Starboard, RRD, Fanatic und JP Boards mit Abrißkante für zu teuer für den technologischen Rückstand und in der Länge als SUP auch eher etwas zu kurz, wenn man auch mal länger paddeln will. Das hat einfache Slide In Finnen.


    Falls du dich für ein Windsup entscheidest, dann sollte es möglicht beides gut können, also Länge haben zum Paddeln aber eben auch das, was man an Windsup-Features mitlerweile bekommt, wie Fußschlaufen, Abrißkante und US-Box-Finnen, die ausreichend profiliert sind und auch den nötigen Lift haben, damit es ins rutschen kommt.


    Zum Gardasee: da hat man sicher das meiste von, wenn man richtig gut auf nem ordentlichen Freerider surfen kann... Also sicher in den Schlaufen steht und Trapez fährt. Um dahin zu kommen ist das Steinhuder Meer oder Ost-Und Nordsee-Stehreviere nicht so verkehrt... Salzhaff find ich zum Beispiel super.

  • Das ist mal ein Wort, also kann ich das wohl wieder verwerfen. Danke für die ausführliche Nachricht.


    Starboard, RRD, Fanatic und JP Boards sind ja alle schon ohne Rigg über 1000€ soweit ich das jetzt erkennen konnte.

    Dann könnte man auch direkt auf ein gebrauchtes richtiges Board gehen oder?


    Der Gardasee war nur ein Beispiel weil ich da im Sommer hin fahre. Dann werd ich es dort wohl beim Segeln auf der Jolle belassen ^^


    Das F2 Wave taugt nicht? Da könnte ich auch noch Nachlass bekommen sicherlich.

  • Hey Patrick!

    Ich war vor 3-4 Jahren in einer ähnlichen Situation wie du (bin ungefähr gleich groß und schwer), und aus meiner Erfahrung heraus kann ich dir zu Folgendem raten:

    1. Entweder du kaufst dir ein großes, gebrauchtes, aber modern geshaptes Freeride-Brett wie z.b. ein Gecko oder Magic Ride o.Ä um die 140 l und steigst gleich voll ein. Ein Segel mit ca. 6,5 m2 dazu. Die Bretter sind schön breit und stabil (um 80 cm) und als ehemalige Verleihbretter z.B. rel. günstig zu haben. So eins hab ich mir damals gekauft (ein Gecko 146) und damit erste Gleiterfahrungen gesammelt. Später kannst du das evtl. als Leichtwind-Board weiter verwenden.

    2. Alternative ist ein Wind-SUP, am besten mit Abrisskante, um damit auch schon mal ins Gleiten zu kommen. Ideal, wenn es auch noch eine abnehmbare Center-Finne oder Schwert hat. Rigg siehe oben. So hätte ich es gemacht, mit dem Wissen von heute und wenn es die Dinger damals schon gegeben hätte :D. Die Wind-SUPs sind super, weil massig Volumen, schön stabil und ideal, um später bei wenig Wind was zu üben (z.B. Back-Fahren, Clew-first, Duck-Jibe....).


    Jedenfalls: vergiss die großen Segel am Anfang!! Wenn du noch nicht mal Wasserstart kannst, ist alles über 6,5 m2 nur schwer, unhandlich und mega-anstrengend, wenn du es ständig beim Schotstart aufholen musst. Große Segel beherrschst du erst mit genügend Erfahrung und Können.


    Deine ersten Ziele sollten sein: die Basics vom Surfkurs festigen, dich bei mehr Wind mal in die Schlaufen steigen zu trauen, und vor allem Wasserstart lernen!

    LG, Andreas

  • Hey Andreas,


    sehr aufschlussreich, vielen Dank.


    Großes Segel würde für mich erstmal eh nicht in Frage kommen, ich würde es zum Üben eher erstmal etwas langsamer angehen wollen und alles gut beherrschen wollen.


    Das werden nun dann auch die Ziele - ich bin auch extrem ehrgeizig und verbissen, also ich gebe nicht auf :)


    Nun heißt es erstmal ein brauchbares Board finden, ich werden mal im Internet etwas nach den genannten Boards ausschau halten. Falls Ihr ein super Angebot findet, gern her damit :)

  • Eine Kombi aus SUP und Windsurf?

    Kann ich nur von abraten. Hatte so ein Teil (zum aufpusten).

    Ging schnell wieder zurück. Nie wieder.

    Ein reines SUP zum Aufpusten für die Freundin? Das kann gehen... (bei kaum oder wenig Wind, sonst gibt es nen neuen Teil von "vom Winde verweht")

    Ansonsten gabs ja schon viele nützlich Tip's hier.

    Ich kann nur noch mal unterstreichen, wie sinnvoll es ist, verschiedene Boards der entsprechenden Fähigkeitsklasse (Anfänger etc) sich zu leihen und Probe zu fahren. Nicht jedes Board, gleichen Volumens, behagt und passt zum "Fahrer". Mein Weg war vom 160-er sehr preiswerten Gebrauchtboard (gekauft von Surfschule, war nicht gut, aber hat mich trotzdem weiter gebracht). Dann auf eine 220 L (!) RRD easyride (reines Windsurfboard Anfänger, sehr stabil ;-)) Fundamenteplatte. Ich habe auch überlegt vielleicht so eine Doppelnutzung SUP/Surf. Dann wurde mir schnell klar, dass Windsurfen sehr (für mich!) viel mehr Spass macht, als SUP im Stehen. 220 L sind bei etwas mehr Wind auch ein echtes Abenteuer, weswegen dann ein gutmüt(d)iges RRD 360 Evolution mit 155 L gekauft wurde. Eigentlich sollte es auch nur ein Zwischen-Board sein. Mittlerweile sehe ich dies anders, da ich damit bei ner 2+ (ja ich weiß "Klebesurfer", aber easy etwas aufm Wasser und Bewegung ist so schlecht nicht und der Wasserstart dauert halt 30 Minuten:-)) schon auch mal raus gehe, aber eben auch bei einer 6+ noch passabel zurecht komme (bis die Kraft weg ist...)

  • Mehr als 1000€ wollte ich jedoch nicht ausgeben.

    ...das wird nicht leicht. Da Du ja ein Komplettpaket suchst.

    Wenn du Abstriche bei Baujahr und Optik machen kannst, lässt sich da schon was finden - oft sogar komplette Ausrüstungen mit mehreren Boards und Riggs.

    Klar wird davon auch einiges zunächst unbrauchbar sein - oder auch Schrott. Aber wenn der Preis stimmt behältst Du die Teile die du brauchen kannst und verkaufst den Rest wieder.

    Manches muss man auch erst mal etwas "aufbereiten". Da bin ich aber der Ansicht, dass dies nicht viel zur Sache tut, denn am Anfang wirst Du so oder so "Einschläge" auf dem Board und/oder Segel haben. Der Preis macht die Musik. Solange es dicht und nicht weichgetreten ist.

    Wenn Du vorhast es auch als SUP zu nutzen, dann "ja" zu einem Inflateable. Wenn Dich SUPen eher nicht interessiert, sondern es einzig und alleine ums Windsurfen geht - dann würde ich zu einem festen Windsurfboard raten. Bedenke auch, dass Du jedesmal Zeit brauchst es vor Ort aufzupumpen, während alle anderen ev. schon auf dem Wasser sind und surfen. An meinen lokalen Revieren hätte ich mit sowas von total verloren, da der Wind meist sehr instabil ist - bis ich das Teil jedesmal aufgepumpt gehabt hätte, wäre zu 90% der Wind schon wieder eingeschlafen. Inflateables sind i.d.R. auch etwas schwerer und gleiten deutlich später - und soviel ist sicher, Gleiten wird Dein erstes Ziel sein.

    Ich würde also mehr zu einem voluminösen Freerider raten - der kann auch schon ein paar Jahre auf dem Buckel haben - Schönheit ist hier wie gesagt nicht entscheidend.

    Es sei denn du investierst lieber etwas mehr und nimmst ein relativ aktuelles Board, das lässt sich später auch noch gut als Leichtwind-Racer mit großem Segel nutzen oder recht gut verkaufen.

  • Hey, ich kann auch noch was drauflegen aber genau wie du schon sagst wird das Material sicher eh ganz schön Beansprucht beim Üben und dann würde ich vielleicht lieber erstmal mit günstigem, brauchbarem Material beginnen bevor ich so viel Geld investiere.


    Wenn ihr jedoch sagt ein gutes Anfängerboard ist Board xy und das gibts nun mal nicht unter 1000€ dann ist es eben so. Schönheitsfehler wären mir erstmal ganz egal, es muss nur funktionieren und dem Zweck dienen.

  • ein gutes Anfängerboard ist Board xy und das gibts nun mal nicht unter 1000€

    Bitte denke daran, ein Board ist nur die Hälfte Deiner Ausrüstung - oder hast du schon ein Rigg?!

    Du musst leider in Dein Budget ein Komplettrigg mit einrechnen und dann geht Deinem Wert ganz schnell die Luft aus.

    Für ein Rigg, also Mast, Segel und Gabel, ev. noch Verlängerung und Mastfuß geht neu locker nochmal soviel drauf wie für Dein Board.

    Also sollte Deine Rechnung mehr so lauten, 500-600 fürs Board und 400-500 fürs Rigg.

    Wie wäre es z.B. damit: https://www.ebay.de/itm/STARBO…9f968b:g:R9IAAOSwSk5ccqzs

    oder etwas teurer: https://www.ebay.de/itm/Tabou-…dc8689:g:7EwAAOSw35pc0E~g

    und ev. sowas dazu, nicht perfekt, aber komplett: https://www.ebay.de/itm/Fanati…m:mhElXEblrz4Fn2kEmyOgw5Q

    Klar kann man alle Riggkomponenten auch einzeln und ggf. noch günstiger (wenn z.B. gebraucht) erstehen. Aber so hast du alles inkl. Verlängerung und Mastfuß passend dabei.

    Und täusch Dich nicht, auch vermeintliche Kleinteile können richtig ins Geld gehen. z.B. ist es kein Problem für eine Verlängerung + Mastfuß 100 Euro auszugeben.

    Viele Einsteiger vergessen gerne diese notwendigen Teile in Ihrer Kalkulation.

  • Genau, Neos + Schuhe + Handschuhe + Mütze + Auftriebsweste habe ich.


    tempograd ,

    danke die die Hilfe, das zweite Board steht sogar ganz nebenan, das könnte ich mir anschauen. Ist es trotz der Macke am Board noch 750€ wert? Ich hatte bisher immer Boards mit Beschädigungen oder Rissen im Lack sofort aussortiert.

    die 750€ für ein 6 Jahre altes Brett sind schon sportlich :( aber das Brett ist auch zeitlos & gut

    wegen der Macke würde ich mir keine Gedanken machen, die ist halb so wild (UND ehrlich, weil noch zu sehen) und irgendwann passiert das mit (fast) jedem Brett, egal wie man aufpaßt

  • Das Bic core hat noch ein Klappschwert und hilft einem Beginner enorm, vor allen Dingen beim Kreuzen.

    Ist wohl mit 11Kg schon schwer.

    Ich denke, nach kurzer Lernzeit wird dir der Prügel zu langweilig werden.

    Segel zu klein.

  • Ist es trotz der Macke am Board noch 750€ wert?

    Da man ja auch einen Preis vorschlagen kann denke ich da ist sicher noch Spielraum - ev. noch mehr wenn man abholt und er nicht versenden muss.

    Die kleine Stelle ist eigentlich ganz ordentlich gemacht - ok es geht schöner - aber warte mal wie schnell Du da die ersten Krater reinsetzt. Aber auch das ist ein gutes Verhandlungsargument.

    Zum Preis an sich, ist schon noch sehr hoch - ABER - die Volumen-Klasse ist halt auch recht gefragt, daher bleiben die Preise vergleichsweise hoch.

    Klar kannst du auch noch in Ruhe abwarten ob noch was günstigeres kommt - aber der Markt ist da nicht mehr so groß.

    Alternativ wäre natürlich auch noch an sowas zu denken: https://www.surfkeppler.de/RRD-360-Evolution-XS-Duratech-V3

    Leider 5-10 Liter weniger auf den Rippen, wäre halt neu.

    Oder aber andere Richtung vom Alter her aber auch von Preis und du gehst auf sowas: https://www.ebay-kleinanzeigen…iger/1121131685-230-12171

    Oder hier: https://www.ebay-kleinanzeigen…urfen/1092666871-230-1922

    Wie oben schon mal erwähnt Komplettausrüstungen aus denen man sich halt das rauspickt was man gerade braucht - der Rest ist entweder für ein späteres höheres Fahrkönnen zum aufheben oder man verkauft alles was man nicht braucht für einpaar Kröten. Bei solchen Paketen lässt sich auf gut handeln, den deren Wert wird meist hoffnungslos überschätzt.

    Die kleinen Boards sind bei beiden Paketen wohl erstmal unbrauchbar für dein können. Bei der zweiten Anzeige müsste auch am großen x-Ray was gemacht werden, das Heck sieht nicht wirklich gut aus.

    In der ersten Anzeige wären sowohl der Strato, als auch der Comet deine Volumenklasse. Aber Vorsicht - alter Shape mit geringer Breite. Nur daran gewöhnst du dich schneller als an zu wenig Volumen. Denn beide haben noch ein Schwert - das trägt sehr zur Stabilität im Wasser bei und die verlierst auch deutlich weniger Höhe.

    Die alten f2 waren auch sehr hart im "Nehmen" und echt robust - was man von vielen neuen Boards leider nicht sagen kann. Aber Du solltest wissen die f2´s sind aus den mitt-90ern also locker 25 Jahre alt und die anderen beiden dürften so aus den 2000ern sein, also ev. 5 Jahre jünger.

    Ein leichtes Board ist zwar schön, aber für einen Einsteiger nicht die aller erste Prämisse, denn leicht = empfindlich.