Noseprotector als " mini Sandwich" ?

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    Hallo zusammen,

    baue gerade aus grauer Vorzeit vorhandenen Materialien (Harz ist neu) einen Noseprotector und wollte mal hören was die Fachleute meinen wenn man den als "Mini Sandwich" baut. Habe da noch so eine Matte , weiß die Bezeichnung nicht mehr , ca. 1mm stark, ähnlich einer Core Matte nur ohne die Waben, die ich auf 5 Lagen Glas und 2 Lagen Carbon aufgebracht habe. Darauf will ich nochmal 3 lagen Glas eine Lage 200 Carbon -Kevlar und als Abschluß noch 2 Lagen Glas , letze eine 80er , laminieren. Leider ist das Zubehör für die Vakum Pumpe irgendwo verschütt gegangen so das ich mit der " Frapan" Technik arbeiten muß. Was meint die Fachwelt, wird er so einigermaßen stabil und nicht zu schwer ?

  • hmm - ich bin kein Experte, lerne aber in letzter Zeit gerade ein wenig dazu ;)


    Ein Noseprotector soll ja in erster Linie eine Punktbelastung verteilen - da hätte ich in erster Instanz überhaupt nicht an ein Sandwich gedacht - sehe da eher weniger Sinn drin.

    Das Kernmaterial dürfte für den Zweck harzgetränkt aber noch eher geeignet sein als Schaum oder Wabe, dafür halt auch deutlich schwerer.

    Auf die Idee, in einen Noseprotector Carbon zu bauen, wäre ich auch nicht gekommen. Gut für Biegesteifigkeit, eher nicht so gut für punktuelle Belastung (gelinde gesagt). Zu Carbon-Kevlar Mischgewebe hat Bouke von Witchcraft einiges eher wenig positives geschrieben, was für mich auch sehr plausibel klingt. Nett für die Optik, gut für's Marketing aber ansonsten mit wenig Vorteilen gesegnet. Aus der gleichen Quelle (Bouke) kommt auch Kevlar an sich eher weniger gut weg, auch wenn es für mich von den Kenndaten her besser geeignet aussieht als E-Glas. Aber mit dem Nachteil, dass Kevlar UV-empfindlich ist und im Schadenfall recht viel Wasser aufnimmt.

    Lange Rede, kurzer Sinn: Wenn ich einen Protector bauen müsste/wollte, hätte ich eher einige Lagen Glas laminiert und gut. Vielleicht noch mit einer eher flexiblen Zwischenschicht (2 mm EVA?) auf die Nose geklebt und gut.

    High-End-Variante: Dyneema statt Glas.


    Und jetzt bin ich auch gesapannt, wie die wirklichen Experten das sehen :/

  • Sandwich ist an der Stelle weinig zielführend.

    Meine Protectoren sind aus einer Mischung von Glas und Carbon.

    Funktioniert sehr gut und bislang gab es noch nie eine Reklamation. Kein kaputter Protector und kein kaputtes Board.

    So wie hier beschrieben, wird dasTeil auch viel zu schwer. Bei mir wiegt keiner mehr als 160 bis 170g.

    Das hängt immer von der Größe des Boards bzw der Breite der Nose ab.

    man sollte sich die Ruhe und Gelassenheit eines Stuhls zulegen, der muss auch mit jedem Arsch klar kommen

  • Hallo Kaktus,

    das war jetzt nur so eine Idee weil ich das Material früher im Standflächenbereich zusätzlich aufgebracht hatte und ich nie mit dem Standbereich an meinen Selbsbauten Probleme hatte.

    Also für den Patrik einfach nur 2 Lagen Glas 1 Lage Carbon und das 3 mal ?

    Noch eine Frage : wo bekomm ich wieder ein Manometer und den Unterdruckregler für meine Vakumpumpe her? Surfservice Bochum ist schon lange her:)

  • Das wäre schon mal ein Ansatz.

    Vakuumzubehör gibt es z.B. bei R&G.

    man sollte sich die Ruhe und Gelassenheit eines Stuhls zulegen, der muss auch mit jedem Arsch klar kommen

  • Super, vom feinsten. bin immer wieder überrascht wie perfekt manche Leute hier im Forum sind.
    Sollte für mich kein Problem sein das nachzubauen als alter Fernsehflicker.

    Danke


    So, hatte die letzten Tage keine Zeit und dann die Boot.

    Hier noch ein Bild nach dem zuschneiden und roh bearbeitet. Gewicht 223 gr und bocksteif.

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