GunSails 2019

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  • Meine Segel (Yeah und Seal), Masten und der neue Boom sind gestern gekommen. Am Freitag und am nächsten Montag gibts endlich mal wieder Wind zum testen. Freu mich wie ein kleines Kind!

    Die Yeah aus 18 oder 19? Hab meine auch bekommen und schon gefahren. Fahren sich im Vergleich zum Vorjahr gefühlt besser. Etwas mehr Lift und direkter. Bin jedenfalls echt begeistert.

  • So, ich war jetzt zwei Tage auf dem Wasser. Einmal mit 4.8 Yeah (von unter- bis überpower) und dann ein Tag mit 4.4. Yeah und 4.2 Seal. Alles Select Komponenten.


    Zuerst zum Yeah:

    Gun ist nun endgültig im Top-Freestyle Segment angekommen. Das Yeah fühlt sich super leicht an, hat einen grossen Windbereich, Power wenn mans benötigt und genug neutral in den Manövern. Das Ducken ist noch immer nicht 100% weltklasse, da ist z.B. ein Wizard schon noch besser. Alles andere: Mega geil!

    Gut ist auch das Angleiten bei Unterpower. War zum Teil in den Böen schneller am Gleiten als viele Freerider mit den grossen Tüchern. Aktiv muss es sein, passiv reicht nicht aus. Aber jeder Freestyler fährt wohl sehr aktiv.


    Gestern dann das Yeah in 4.4 gefahren, erst hatte es ein bisschen zu wenig bis es dann viel zu viel wurde. Ähnliche Geschichte wie beim 4.8er, überpower war es noch gut kontrollierbar, der Druckpunkt wandert quasi 0. Als es dann nuklear wurde, habe ich das Waveboard drunter geschnallt. Lief auch gut, aber ich habe dann doch auf das 4.2er Seal gewechselt. Das waren schon nochmals Welten.


    Fürs Freestylen also ein super super super Segel in dem jeweiligen Windbereich. Bei Unterdruck zieht es gut, Ducken geht fantastisch (könnte aber noch etwas stabiler liegen), Off in den Manövern sehr gut. Bei Überpower gehts notfalls, kein Vergleich zu den älteren Segeln. Aber ist halt ein Freestyle Segel ohne LL, das merkt man schon.


    Zum Seal:

    Ich habe dann das 4.2er Seal geriggt und ab ging die Lutzi! Wow, mega Power, super stabil, schön leicht. Ich kann jetzt nur die Fahreigenschaften auf Flachwasser beurteilen, aber da hat es mich überzeugt und ich glaube auch, dass es in der Welle gut funktioniert. Leider musste ich im Wasser aufbauen, also konnte ich die Feinjustierung beim ersten Mal auspacken nicht machen (Latten nachspannen, etc.) und hatte glaube ich auch noch nicht ganz den 100% perfekten Trimm.

    Was mir aber aufgefallen ist, bei Überpower in der Böe merkt man, wie der Wind übers LL entweicht. Das Segel hat ganz leichte Vibrationen. Hatte ich bis jetzt noch nie bei einem Segel, gestört hat es mich aber nicht wirklich, da das Seal trotzdem noch gut funktioniert. Ich muss das mal an Land sauber aufbauen und dann schauen, ob es immernoch so ist. Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?


    Fazit:

    Beide Linien gefallen mir von den Eigenschaften sehr! Gun hat nun endlich leichte Segel erschaffen (mein Vergleich war mit den 2016er Linien), welche den Anforderungen gerecht werden. Insbesondere das Yeah hat mich positiv überrascht und ich freue mich auf weitere Surftage. So macht Surfen richtig richtig Spass!


    Noch was zu den Boards:

    Der qt-wave 78 läuft super! Bin ihn aber nur auf dem See gefahren, ein paar Onshore Turns gemacht, da hat er super gedreht. Ich hatte ihn im Thruster Setup (Mittelfinne 14, kleine Sidefins), was etwas wenig Finne im Kabbel war. Das nächste Mal versuche ich es im Twinser oder Quad Setup, war aber zu faul um die Finnen zu wechseln. Die Powerhalsen waren radikal :-) Top End Geschwindigkeit war jetzt nicht so der Brüller, ist aber auch ein Waveboard, wo man das nicht verlangt. Gewöhnungsbedürftig ist noch der breite Stand, vielleicht war ich auch einfach noch auf den air-style eingestellt. Ich werde aber glaube ich die hintere Schlaufe noch weiter nach vorn montieren (aktuell zweithinterstes Loch bei 175cm)


    Der air-style 93 hat alles, was man von einem Freestyle Board will. Exzellenter Pop, laufruhig auch beim Switch gehen, bei Kabbel noch gut kontrollierbar, schnell im Angleiten, mittelschneller Topspeed (gefühlt). Waren jetzt halt viele neue Eindrücke, deshalb kann ich auch keine spezifische Beurteilung geben. Ich bin aber wirklich sehr zufrieden mit dem aktuellen Setup.

    "Ich komme von einer Farm in der Wüste, wo es weit und breit keine Wellen gibt. Also, wenn ich Wave-Weltmeister werden kann, dann kannst du es auch, wenn du nur willst - Live your dream!!"

  • Moin,

    habe jetzt auch alle Yeahs in 4.0 - 4.8 fahren können. Der Windbereich ist bei allen drei Segel wirklich groß. Fahren sich auch oben raus noch relativ entspannt. Zum Thema Ducken. Das ist bei jedem Segel etwas anders. Muss man sich erst mit einfahren. Ich finde, dass man es super in den Wind werfen kann und genügend Zeit hat, die andere Seite der Gabel zu greifen. Kein Vergleich zum Beat. Mir ist aufgefallen, dass das Monofilmfenster beim 4.0 deutlich dicker als beim 4.4 und 4.8 ist. Finde ich ganz gut, da es etwas robuster wirkt.

    Fahrtechnisch sind die Freestylesegel m.M.n. in der Referenzliga angekommen. Zum Thema Preis- Leistung und Haltbarkeit. Wird ja immer heiß diskutiert. Haltbarer als andere Segel sind sie definitiv nicht. Schön finde ich den Gitterfilm im Top und den jetzt dickeren Film unter der Gabel. Das Gewicht selber wird durch dünneren Film erzielt und nicht durch Hight Tech Laminate. Unterschiede in der Verarbeitung sieht man im Vergleich zu anderen Segeln (bsp. FREEK) schon ( Nähte, Verklebungen, Materialien usw.) Es ist deswegen nicht schlecht verarbeitet aber man sieht im direkten Vergleich schon Unterschiede. Das sind aber alles Dinge die mich weniger stören. In erster Linie zählen für mich die Fahreigenschaften. Und da kann man es defintiv empfehlen. Der Preis ist für die Leistung also völlig gerechtfertigt. Wie sheshe schon schrieb, super Segel.

  • Ich konnte letzte Woche in Wissant das neue Horizon in 4.7 und 5.0, sowie ganz kurz das Yeah in 4.8 ausprobieren, jeweils auf meinem Starboard Ultrakode 93. Bedingungen mehr oder weniger ruppig, side bis sideoff, Wellen bis 2,5m.
    Das Horizon hat ein recht ausgeprägtes Profil, man hat ordentlich Druck untenrum. Gleichzeitig bleibt es sehr gut kontrollierbar obenraus. Auf der Welle fühlt es sich handlich an, behält aber immer den kraftvollen Charakter. Sicher ein gutes Tuch für Onshore Bedingungen/Spots mit viel Strömung/Flachwasser-Starkwind Einsatz. Hätte gern das Seal im Vergleich probiert, hat sich leider nicht ergeben.

    Das Yeah bin ich im untersten Windfenster gefahren. Nicht zum Freestylen (kann ich eh nicht), sondern in der Welle, also im Grunde wenig aussagekräftig für die eigentliche Zielgruppe. Das Segel fühlt sich sehr leicht an, ziemlich soft und angenehm. Zum anpumpen lädt es sich schön auf, geht früh los und liegt dann gut in der Hand. Zum abreiten eignet es sich erstaunlich gut, es zieht sich schön flach und man merkt, wie leicht das Segel ist.