Serienfinne in Vollcarbon kopieren

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  • moinsen,


    ich denke darüber nach, eine neue Serienfinne möglichst exakt in Vollcarbon nachzubauen, Haupsächlich mit dem Ziel, Gewicht zu reduzieren. Rein für den privaten Eigengebrauch.

    Meine Wunschfinne gibt es leider nicht in dieser Bauweise und Wolfgangs (tolle) Finnen scheinen mir wegen der Konkaven für Twinser leier nicht optimal geeignet. Die B+F ohne Konkaven scheint mir für meinen Bedarf etwas zu "scharf" und dünn im Profil.


    Hat schon mal jemand irgendwo eine Anleitung zu so was gefunden? Den Formenbau stelle ich mir am Schwierigsten vor:

    - Finne ganz eingießen und dann in 2 Hälften aufsägen: Schwierig, dabei exakt die Mitte zu treffen

    - Jede Seite separat abformen: Auch schwierig, dabei genau die Mitte zu treffen.

    Am Ende darf das Profil ja nicht vom Original abweichen. So was aus dem Vollen zu schleifen, traue ich mir nicht zu. 1. Sauarbeit und 2. auch schwierig, das Profil exakt zu treffen.

    Basis-Erfahrung im Formenbau und beim Laminieren von Carbon Gewebe, UD-Gelege und Rovings habe ich.

  • Baue gerade Twinser in 26cm. Die Bilder sagen alles. Dicke zu verändern kein Problem, vorne U-Scheiben zwischen, oben und unten . Die Form ist vorne dann dicker. Hab schon bis 3mm dicker gefertigt. Wolfgang

  • Hi Wolfgang,


    Rake 20°, 10% Profildicke, keine Konkaven, Powerbox

    31 cm: Profillänge 10 mm über der Basis 110 mm

    22 cm: Profillänge 10 mm über der Basis 85 mm.

    Du ahnst wahrscheinlich, welche Finnen ich kopieren möchte, ich brauche je ein Paar in 31 und 22 cm und 5 Stück in 26 cm.

    Die funktionieren in meinem Fall ganz hervorragend, meine sind aber leider recht schwer und mittlerweile ziemlich mitgenommen.

    Für das Urmodell müsste ich auf jeden Fall nochmal eine neue 31er Original kaufen.


    edit: Die Bilder sehen vielversprechend aus. Wenn die Teile ohne Konkaven sind und das Profil hinkommt, wäre es mir natürlich erheblich lieber, die von Dir zu beziehen als rumzustümpern. Wollte Dich aber damit nicht belästigen, weil Deine Zielrichtung ja bisher eher auf Speed und Weed lag ;)

  • Hallo Wolfgang, das wäre super, vielen Dank!!

  • Hier im Forum gibt´s ne super Anleitung mit Trennbrett. D.h. jede Seite einzeln abformen. Damit hab ich mir auch schon mal ne Gipsform hergestellt. Für ein zwei Finnen reicht das auf jeden Fall mit Gips.

    Klick hier --> Finne selbst herstellen

  • Hier im Forum gibt´s ne super Anleitung mit Trennbrett. D.h. jede Seite einzeln abformen. Damit hab ich mir auch schon mal ne Gipsform hergestellt. Für ein zwei Finnen reicht das auf jeden Fall mit Gips.

    Klick hier --> Finne selbst herstellen

    Danke für den Link - so was hatte ich gesucht und nicht gefunden.

    Wenn aber Wolfgang das in die Hand nimmt kann ich sicher sein, dass es am Ende auch richtig gut wird. Beim Eigenbau (und das erste Mal) wäre ich mir da nicht so wirklich sicher - da kann ja doch einiges schief gehen.

  • Hier im Forum gibt´s ne super Anleitung mit Trennbrett. D.h. jede Seite einzeln abformen. Damit hab ich mir auch schon mal ne Gipsform hergestellt. Für ein zwei Finnen reicht das auf jeden Fall mit Gips.

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    Danke für den Link - so was hatte ich gesucht und nicht gefunden.

    Wenn aber Wolfgang das in die Hand nimmt kann ich sicher sein, dass es am Ende auch richtig gut wird. Beim Eigenbau (und das erste Mal) wäre ich mir da nicht so wirklich sicher - da kann ja doch einiges schief gehen.

    Da hast du wohl recht ;)

  • - Finne ganz eingießen und dann in 2 Hälften aufsägen: Schwierig, dabei exakt die Mitte zu treffen

    Ich kenne niemanden, der das je so gemacht hat. Vom Umstand mal abgesehen, dass das Duplikat dann min. etwa 4mm zu dünn wäre.

    Dieser Text wurde nach alter, neuer und eigener Rechtschreibung geschrieben und ist daher fehlerfrei!
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  • Unabhängig davon ist es meist nicht zielführend, eine Finne schlicht zu kopieren. G10 Finnen sind zwangsläufig recht dick, was bei Carbon wenig Sinn macht. Carebonfinnen sind einfach leistungsfähiger (wenn richtig gebaut). Mit dem einfachen Kopieren der G10 Finnen sind schon andere (Marken) gescheitert.

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  • @ totti: Klar, den Sägespalt hätte ich ausgleichen müssen, um auf die gleiche Dicke wie das Original zu kommen. 4 mm sind aber die wenigsten meiner Sägeblätter incl. Schränkung dick, aber grundsätzlich natürlich ein berechtigter Einwand.

    Mir ging es ja nicht darum, die Sierienfinne zu verbessern, die funktioniert im realen Umfeld für mich hervorragend und besser als alles andere, was ich bisher versucht hatte. Bocksteif ist sie auch (bei den Längen auch nicht so schwierig) und enthält wohl einiges an Carbon - der genaue Innenaufbau ist mir aber nicht bekannt. Es ging mir rein um eine Gewichtsreduzierung, und da die 22er geklaut und die 31er reichlich mitgenommen sind, kam mir eben die Idee des Nachbaus in Carbon. Die Finnen von Wolfgang oder auch Deine Bocanegras sind ja eine völlig andere Gewichtsklasse, was bei 4-6 Finnen im Koffer für den Twinser schon etwas ausmacht.


    Für mich interessant, für die Finnen-Spezis hier aber sicher nicht überraschend (bin auch jetzt erst nach dem Lesen der hier verlinkten Finnen-Threads darauf gekommen): Dieses Jahr haben meine geliebten 31er nicht mehr so gut funktioniert wie bisher. Ich hatte häufiger Spinouts vor Allem bei höheren Geschwindigkeiten im Kabbel (früher nie). Die waren recht leicht abzufangen aber dennoch. Was sich geändert hat: Die Macken in der Vorderkante hatte ich gespachtelt und geschliffen. Dabei wohl die Voderkante zu scharf gemacht und den Radius drastisch verändert/verkleinert. Auch auf diesen Zusammenhang bin ich erst durch die Finnenthreads (aus 2013) gekommen und kann somit die damals gemachten Aussagen von Dr. Spinout..... bezüglich Einfluss des Radius bestätigen.

  • Es ging mir rein um eine Gewichtsreduzierung, und da die 22er geklaut und die 31er reichlich mitgenommen sind, kam mir eben die Idee des Nachbaus in Carbon. Die Finnen von Wolfgang oder auch Deine Bocanegras sind ja eine völlig andere Gewichtsklasse, was bei 4-6 Finnen im Koffer für den Twinser schon etwas ausmacht.

    Ja, im Koffer macht das Gewicht was aus. Im Board an der Stelle im Rumpf überhaupt nichts... ;)

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  • @ Wolfgang: Die sehen schon mal gut aus! Das ist ja das Schöne: Über Genauigkeit mache ich mir bei Dir so überhaupt keine Gedanken :)


    Falls das bisher vorhandene Profil vielleicht noch wichtig ist:

    Wie schon geschrieben 10% Profildicke, wenn ich parallel zum Unterwasserschiff messe, nicht rechtwinklig zur Finnenvorderkante.

    Die dickste Stelle liegt ca. bei 36% der Profillänge, den Profilnasen-Radius kann ich nicht mehr ermitteln, da ich an der Strelle schon zu viel unqualifiziert herumgeschliffen habe.

    Nachdem ich das Finnenprofil mit einer Profillehre abgenommen und aufgezeichnet habe erinnert es mich am ehesten an ein NACA 63A010-Profil . Auch wieder gemessen parallel zum Unterwasserschiff/Finnenbasis.

  • Profildicke und überhaupt Profil und alle Maße sind parallel zum Brettboden,also so wie das Wasser strömt. Dieser Wert ist

    etwa so wenn man übersieht daß Wasser am Brettboden gebremst wird, weiter oben aber schneller strömt. Was ändert sich also am Profil. Ich weiß es in etwa, was ich nicht weiß rechnet bzw. erklärt mir Dr: Spin Out. Wolfgang