Notentriegelung bei Trapezen

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  • besser währen doch Trapeztampen mit Schnellverschluss !

    Gibt es so etwas ?

    Klar gibts sowas. Hab ich mir jetzt auch besorgt, aber nicht wegen des Unterwasserausstiegs, sondern wegen des schnellen Wechsels an Land, da wir in der Family unterschiedlich lange Tampen fahren. Die Tampen kriegt man jedenfalls unter Wasser auch relativ schnell gelöst

  • Na da ja wieder gegen die Kiter gehetzt wird, die Uebervorsichtigen haben Prallschutzweste, aufrollbare Kiteleash und Helm auf, die besorgten Windsurfer die sowas brauchen empfehle ich Schwimmflügel, Sauerstoffpatrone und automatische Auslösung der Handyfunktion Seenotrettung ab 40 cm Wassertiefe.


    Man, man ,man


    Ich Frage mich was für Stricke hier Einige zweckentfremden um nicht aus den Haken zu kommen und warum ein Kitehaken noch gefährlicher sein soll.

    Also das von den Schnüren der Kiter eine große Gefahr ausgeht ist doch unbestritten. Ich habe auch einen LeashCutter im Trapez stecken um mich im Zweifelsfall freischneiden zu können.

    Unterschiedliche Hakenformen der Kite-/ Windsurftrapeze. Das man sich in einem Kitehaken eher verheddern kann sehe ich auch so.

    Ohne Dir zu nahe treten zu wollen, du machst mir nicht den Eindruck als ob du das persönlich schon ausprobiert hättest Hakenformen hab ich schon die Unterschiedlichsten sowohl bei Kite als auch bei Windsurftrapezen, ordentliche Trapeztampen und es geht beides gut. Zum Messer, finde ich gut wenn auch Windsurfer eins dabei haben, denn so können sie auch 2 Kitern helfen, gerade tragischer Todesfall in Ägypten gewesen. Aber du solltest .nicht vor den Leinen Angst haben, sondern vor dem der dranhängt. Aber selbst da ist die Wahrscheinlichkeit größer das er sich selbst darin verstrickt als das er andere gefährdet.

  • Also wie mehrfach schon geschrieben wurde ,ist ein Sturz mit verdrehten Tampen tatsächlich möglich. Man glaubt es nicht. wenn es einem nicht schon mal selbst passiert wäre. Sicher ein Fahrfehler, das macht es aber auch nicht besser. Im Flachwasser ist das vielleicht nicht so tragisch, aber in der Welle sieht das schon anders aus. Sollte man sich mal überlegen. Unterm Segel vorbei am Masten im Trapez eingehängt atmen geht nur mit gaanz langen Tampen im Flachwasser.

    Kann natürlich jeder machen wie er will, war von mir nur ein gut gemeinter Hinweis. Das ganze lächerlich zu machen halte ich aber für wenig hilfreich. Und gegen Kiter geht es in diesem Thread doch ausnahmsweise mal nicht. Sollten wir auch vermeiden, sonst hört das hier nie auf...

  • Habe einmal in einem Surfforum folgendes gelesen:

    >Sturz >Segelfenster gerissen > der Trapezhaken hat sich am Tampen des HINTEREN Gabelbaumes eingehängt. Ohne Fremdhilfe wäre der Surfer gestorben.

    Über Sicherheitseinrichtungen kann man nur lächeln und dumme Sprüche reißen, wenn man bisher ohne Schaden davongekommen ist.

  • Muss mich jetzt auch mal melden.

    Ich hatte zu Anfangszeiten mal einen Schleudersturz in Flachwasser (nur ca. knietief in Pepelow/Salzhaff). Dabei kam ich noch eingehakt auf dem Rücken liegend unter das Segel. Ich konnte oben den Himmel sehen aber der Wind presste das Segel auf mich und mich auf den feinen Sand unter Wasser. Der verdrehte Tampen liess sich erst vom Haken schieben, nachdem ich den Schnellverschluss des Trapezbügels geöffnet hatte. Damals dachte ich, das wars jetzt, Du ersäufst in knietiefem Wasser. Seitdem schaue ich immer, ob der Schnellverschluss auch öffnet.

    HG Funsurfer 61

  • ...gibt's auch aus "Kunststoff"

    und gibt's den Kunststoff auch als Gitarre? ^^;):saint:

    klar! ;-)

  • habe schon öfters mal eine Situation gehabt wo es hilfreich gewesen wäre wenn er ganz öffnen würde, fahre auch Prolimit Trapez allerdings ist der Notpully dann so unter Spannung das er sich nur mit sehr viel Kraft auslösen läßt(und dann mit links) . Sinnvoll wäre da eine Notöffnung am Trapeztampen selber welche den ganzen Tampen öffnet. Denn nur weil du den Notpully ziehst, soweit man überhaupt rankommen und noch die Kraft unter Wasser aufbringst, heißt es noch lange nicht das du frei vom Trapeztampen bist so ist es bei den Prolimit das du weiterhin eingehängt bist lediglich etwas Abstand zum Rigg hast (unter Spannung). Einfacher griff zum Tampen kleine Reißleine und Tampen offen auch unter zugdruck wäre die einfachste Lösung. Anstatt erstmal am Bauch rumfummeln die rote Öse finden blöderweise noch auf der linken Seite Finger will nicht in die Lasche alles kostbare Sec . und auf die kommt es in einer Notsituation an.

  • Ansonsten kann man ihn sich schenken... seit den Situationen die ich hatte ignoriere ich den Notpully da er mir beide male nicht half. Lieber die Kraft+Zeit nutzen um das Rigg beiseite zu schaffen und sich auszurichten drunter weg zu kommen.

  • Hallo zusammen!


    Ich hatte die Situation des verdrehten Tampens um den Trapezhaken, während ich unter dem Segel liege, auch schon 2-3x. Meiner Meinung nach beruht die gefühlte Nahtoderfahrung aber eher auf der aufkommenden Panik und weniger auf dem tatsächlich drohenden Verlust der letzten Atemreserve. Bis jetzt bin ich jedes Mal rausgekommen, indem ich den Körper näher an die Gabel gezogen und damit den Tampen entspannt habe. Die Notentriegelung brauchte ich hingegen noch nie. Auch die gefühlten 30-60 Sekunden Todesangst unter Wasser waren bei genauerer Betrachtung vermutlich eher 10-20 Sekunden. Wie viele Windsurfer sind denn tatsächlich schon ertrunken, weil sie sich in ihrem Tampen verheddert haben? Wesentlich größer sehe ich die Gefahr, bei einem Schleuderschutz mit dem Kopf Brett, Mast oder Gabel so zu treffen, dass man das Bewusstsein verliert. Die mittlerweile immer häufiger anzutreffenden Helme sorgen dann zwar wenigstens dafür, dass es keinen Schädelbruch gibt - den Verlust des Bewusstseins verhindern sie aber kaum. Ein gewisses Restrisiko wird es immer geben, selbst wenn ich mit Notentriegelung, Helm, Schwimmweste, Messer etc. aufs Wasser gehe - es fehlt nur noch die Sauerstoffflasche.

    Um Missverständnissen vorzubeugen: ich will mich nicht über die Bedenken lustig machen und zähle mich selbst eher zu den (über)vorsichtigen Zeitgenossen. Bei dem Thema hier denke ich jedoch, dass die Angst wesentlich größer als die tatsächliche Gefahr ist.


    Viele Grüße

    Wulf

  • Die Gefahr ist vorhanden sonst hätte sich sicherlich keiner bei den Trapezen gedanken um einen Notöffner gemacht . Nur die Umsetzung ist nicht ganz gelungen. Schön wäre z.b wenn der Notpully komplett von links nach rechts verläuft in Rot gehalten. So hätte man wenigstens die Chance ihn von beiden Seiten zu erreichen. Und andere Umsetzung des öffnens.

  • Es gibt sicher immer schlimmere vorstellbare Situationene, dies ist doch kein Wettbewerb. Es gilt doch die Möglichkeiten zu erhöhen. Und da ist es doch besser eine mehr zu haben. Ausserdem stell dir mal vor du bist in der Welle unter Segel, da richtet sich das Segel nicht nach dir. Klar die Notentriegelung unter solchen umständen ist aucgh nicht einfach zu bedienen, aber wenn keine da ist ist dies Möglichkeit passe.

    Sicherheit wird leider erst dann erfahrbar, wenn sie benötigt wird.

  • Die Gefahr ist vorhanden sonst hätte sich sicherlich keiner bei den Trapezen gedanken um einen Notöffner gemacht . Nur die Umsetzung ist nicht ganz gelungen. Schön wäre z.b wenn der Notpully komplett von links nach rechts verläuft in Rot gehalten. So hätte man wenigstens die Chance ihn von beiden Seiten zu erreichen. Und andere Umsetzung des öffnens.

    Mag sein, aber jede zusätzliche konstruktion / Funktion beinhaltet auch die möglichkeit des versagens oder der fehlbedienung.


    ich vergleiche das ein wenig mit den sicherheitsbindungen - grundsätzlich natürlich super, und nach jahrzehnetn der entwicklung in grossen stückzahlen sehr ausgereift. dennoch ist das unbeabsichtigte öffnen meistens sehr unangenehm bis sehr gefährlich, aber mmn klar das kleinere problem.

    wir hatten dann relativ lange von diversen seiten entwicklungen / anforderungen für sicherheitsbindungen am snowboard am start. wesentlich aufwändiger, ganz andere verhältnisse, alle systeme die ich gesehen habe waren gefährlicher als keine sicherheitsbindung.


    am trapez will ich absolutes vertrauen in das system haben - nicht auszudenken wenn bei tramontana ein bö einfährt und das trapez macht unvermittelt auf - dann ist mein zeug zig meter weit weg. und ja, mich hats schon oft aufgehaut dass ich unter dem segel lag - aber ich konnte immer ruhe finden und den etwas verdrehten tampen abstreifen. sogar bei der bekannten starkwindwettfahrt defi 2015 so wie da hat es mich in 40 jahren nie sonst durchgebeutelt. und ja - ich kenn auch das gefühl unterm segel gleich mal zu ersaufen - allerdings vom segeln in der jugendzeit.


    für mich ist die sorge vor der fehlauslösung schlimmer als die vor dem unlösbaren verdrehen.



    möge keiner hier wegen traqpezversagen ersaufen

    Hitze, Kälte, Dürre, Flut - Hauptsache, es geht der Wirtschaft gut! - Salzburger Graffiti

  • Ich möchte c-bra beipflichten.


    Jeder Surfer hat diese "ich lag unter dem Segel und der Trapeztampen wollte meinen Tod" Situationen - und wer die noch nicht hatte, der hatte diese einfach noch nicht.


    Wenn man ruhig bleibt, kann man den Tampen abstreifen und wenn man nicht ruhig bleibt schluckt man Wasser, aber stirbt nicht (ich habe zumindestens nie von einem gehört)


    vg, Boris


    p.s. ich würde keinem "Sicherheitstrapeztampen mit Notauslösefunktion" trauen

  • Naja das mit den Sicherheitsbindungen vom Ski oder Snowbaord zu vergleichen, ist nicht unbedingt das selbe und auch gar nicht nötig.

    Und wenn sich die noten Entriegelung ungewollt öffnet ist auch unangenehm, aber auch hier das Rigg hällst du ja noch mit den Armen plötzlicher Zug durch Wegfall des Trapezes führt schnell zum Sturz, aber das Rigg ist zumindest am Board fest und kann nicht weg. Zumindest wenn der Mastfuß noch hält und das wäre ein anderes unangenehmes Problem,

    Bei einem riss meines Trapezgurtes in voller Fahrt kam der Druck so plötzlich das ich wassern musste, aber das Rigg hatte ich noch bei mir.

    Dein Zenario finde ich etwas übertrieben, obwohl ich dich schon verstehe, das so was ärgerlich ist. Deswegen auf eine Notentriegelung verzichten würde ich nicht, aber das kann ja jeder für sich selbst entscheiden und entsprechendes Material kaufen..

  • ich möchte es auch nicht schlechtreden finde es gut das sich Gedanken gemacht wird, nur am richtgen Umsetzen hapert es dann (wie oftmals).... aber das kann wie schon geschrieben nur der beurteilen der öfters in solchen Situs gekommen ist... nur schade das er dran ist und dann keine Verwendung findet wenn er benötigt wird (war unter anderem ein Anhaltspunkt warum ich Prolimit genommen habe). Nun sehe ich das ganze nur noch als Gimmick an und nicht als Option um brenzliche Situationen zu mildern oder gar komplett zu entgehen.

  • Mir ist das auch schon passiert. Dummerweise ist es dann zu spät zum „Luft holen“ und so kommt doch

    schnell Panik. Der Trapezschlauch kann schon ganz schön fest um den Haken gewickelt sein, da muss man,

    auch ohne Luft, Ruhe bewahren und sich auf das Lösen konzentrieren.


    Mein MFC (Maui Fins) Trapez von 2016 hat keinen Schnellverschluss. Die ganz neuen haben wieder einen.