Traumjob Profiwindsurfer

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  • Interessanter Diskussionsverlauf, siehe auch das Statement von Dennis Boisen. Freilich muss man sich die Frage gefallen lassen, wie (und warum überhaupt sinnvoll) man vom Materialkauf zum Saisonende leben können will.

    Auch Arnon Dagan hat Familie, sollte er mal drüber nachdenken.


    https://www.facebook.com/ArnonDagan/posts/10154990524797031

    Zitat

    Warning!!!! This is an angry post!!!all riders going to New Caldonia and plan to use the event "sponsor" Aircalin... I Just got punished 600euros one way. (this adding to the 180 with turkish)I have no sper boards, only 4 sails 4 booms. Try to keep bags under 23kg ( not humanely possible) This event has cost me over 3000 euros so far and im not even there and didnt come back yet. On top of it we recived the news that we cannot sell gear there. We need to keep our gear for the event and no one will buy it after for a normal price. thanks #pwaworldtour for not giving a F.... for the riders again. #weneedachange We arrived to the point that a top 10 competitor cannot sustain himslef. Yes we are a small sport but not that small.#rrdinternational#likenothingelse #bgsurfing #zfins


  • Hui...


    Das ist ja mal uncool...Da hätte ich auch gedacht, dass die Teilnehmer des Events ein Sonderangebot für die Flüge bekommen.


    Wegen des Verkaufens:

    Ich kann das schon verstehen, dass es für die Pros Sinn macht ihr Zeug an dem Ort des letzten Events zu vertickern. Erstens ist dann wieder etwas "Cash-in-der-Tasch" und zweitens ist es sicherlich günstiger von den 2 Boards und 4 Segeln einfach nur noch nix wieder mit zurück zu nehmen als alles nochmal mit krasser Übergepäckgebühr nach hause zu fliegen...

  • Er spricht davon, dass er auf den Verkauf angewiesen ist um leben zu können.

  • ...hhhmmm...hatte ich jetzt so nicht verstanden, nur dass der Trip nach Neukaledonien ein quasi doppeltes Zuschussgeschäft ist...Warum jetzt keiner sein Zeuch mehr kaufen sollte, wenn er es wieder mit nach hause genommen hat, weiß ich jetzt auch nicht so recht...


    Aber den Ärger verstehe ich total...wahrscheinlich geht ein nicht unwesentlicher Teil seiner erwirtschafteten Einnahmen für diesen Reisespaß drauf...nicht gerade der Hammer...und dann noch unnütz Kohle für den Rücktransport des Equipments rausgehauen....


    Muss man dann vielleicht eher als Urlaub mit ein bissel Regatta-Surfen sehen als als geldverdienen???

  • ...habs jetzt erst gesehen, war in ner Antwort versteckt...


    Hhhmmm....3 Boards und 6 Segel und Masten und Gabeln...was mag da rumkommen für eine Saison gebraucht wenn man es sagen wir nach Sylt verkaufen könnte?


    Pro Board so 900,- und pro Segel so 500,-, pro Mast 500,- und pro Gabel 800,- ... also alles in allem ( 2.700,- + 3.000 + 3.000 + 4.000 ) 12.700,-


    Wenn das alles verkauft würde und die Pros es umsonst von den Sponsoren bekommen würden (ACHTUNG Konjunktiv), dann kann ich schon verstehen, dass man da ärgerlich wird....


    Aber gibt es nach Neukaledonien so viel weniger dafür???


  • So viel bekommst du nie für abgeranztes Regattamaterial, ohne Garantie.

    Und Arnon ist jetzt auch nicht so das Idol, wo man vielleicht noch des Fahrers wegen sein Material kaufen möchte...

  • mMn gehts da um viele verschiedene themen


    1. reisekosten - das ist natürlich schon eine fragwürdige organisation wenn es die pwas nicht gebacken bekommt zu ihren events auf lösungen zu schaffen dass das material zu vertretbaren konditionen transportiert wird. aber andererseist ist das natürlich nicht so einfach wenn die rider auf der ganzen welt verteilt sitzen und die airline eine eher kleine ist. da erscheint der vorschlag von dennis boisen schon viel sinn weil dann eine "reisegruppe" entsteht. aber der umstand der hohen reisekosten ist ja wohl nicht erst am flughafen bekannt geworden, dann muss dagan halt - wie andere auch - eben daheimbleiben wenn offensichtlich ist dass kaum eine chance auf finanziellen gewinn entsteht.


    2. materialverkauf - egal ob 12.000,-- oder nur 8.000 - ich verstehe schon dass das ein relevanter betrag ist, besonders bei den honoraren die profis in randsportarten bekommen. und dass 2017ermaterial im frühjahr noch schwerer wegzubekommen ist.


    3. materialverkauf 2. auch da verstehe e ich dennis boisen, wenn alle profis ihr material in NC verschleudern hat das massiv neagtive entwicklungen auf den lokalen markt / community - nicht so toll. und dann natürlich sofort die frage nach zoll & steuern, das sehe ich noch weniger toll, weil ich einfach mal unterstelle dass dagans material steuertechnisch in isr daheim ist, und er das beim verkauf in NC vermutlich verzollen muss.


    4. vom windsurfen leben - stelle ich mir sehr sehr hart vor, und ich glaube dass A2 und dunkerbeck so ziemlich die letzten windsurfpros sind die vom wettkampfsport vernünftig leben können. das finde ich einerseits schade, andererseits verständlich, weil der sport eben eine kleine nische ist und die webewirksamkeit und der branchenumsatz einfach zu klein sind um da jährlich ein paar Mio für pros ( gesamtkosten ) zu erwirtschaften. wenn man da besser und v.a. sicherer unterwegs sein will solte man mMn in die olympische klasse gehen, zumindest in manchen ländern

  • Ja, echt schade, da es ja auch ein Teufelskreis werden kann:

    Anreise zu teuer, also kommen bis auf die Top Ten nur ein paar Idealisten, der Rest wird vor Ort aufgefüllt.

    Dadurch werden die Rennen unspannend, dadurch wird die Veranstaltung für Sponsoren unattraktiv und letztlich von der pwa gestrichen... Usw. Und so fort...


    Eine gescheite Tourplanung könnte da ein bissel entgegenwirken...z.B. NC - Korea - Japan dann nen break.

    Dann die Canaren, dann nen break und dann DK-GER-Fra(oder ähnlich)...

  • na zu den idealisten kommen auch leute die nicht unbedingt auf diese einnahmen angewiesen sind, sei es weil in der familie "genug da ist" oder sie einen job als entwickler / tester haben, oder ???


    dass das starterfeld teilweise vor ort aufgefüllt wird finde ich gut.


    und unspannend finde ich die rennen auch nicht - weil mir am livestream ehrlicherweise relativ egal ist ob der rider ein dickes bankkonto hat oder nicht - er muss sympathisch und schnell sein und gut halsen können.


    meinen respekt haben die alle

  • Die PWA kann sich selbst noch nicht mal finanzieren und mal einen Event aus eigenen Mitteln stemmen, wie soll sie dann noch für die Sportler aufkommen?

  • Mein Mitgefühlt hält sich in Grenzen ;-)


    Wenn es leistungsmäßig nicht reicht, um sein Leben damit zu finanzieren (als Profi vom Sport zu leben) sollte man sich vielleicht auch mal damit auseinandersetzen, die falsche Berufswahl getroffen zu haben und den Fehler schnellstmöglich korrigieren, vor allem, wenn eine Familie (Kinder) von einem abhängig sind. Das eine, was man will, das andere, was man kann....oder ? Manchmal kann man seinen Traum nicht leben....nicht ohne Konsequenzen. Ich glaube, dass sich jeder (Hoch-)Leistungssportler dieser Frage stellen muss und dass es "Randsportarten" noch schwerer haben. Den Fehler dafür im "System" zu suchen, erscheint mir müßig....das war vorher doch alles bekannt.


    Wenn der sein gebrauchtes Zeug verticken muss, um als "Profi" seine Familie ernähren zu können, sollte er sich mal gewaltig hinterfragen, was da schief läuft !



    Gruß

    Stephan

  • c-bra :

    Ich finde die Rennen aktuell auch alles andere als langweilig.

    Nur wenn es so weiter ginge wird es ja irgendwann an ausgefallenen Spots u.u. schwierig genug ausreichend gute Windsurfer zu finden um auch mal in die späteren Runden vorzudringen...

    Dann fehlt halt der Überraschungseffekt wenn immer die gleichen 8 Nasen im winnersfinal stehen...

    Ich finde das sonst auch sehr gut das offene Plätze aufgefüllt werden oder sogar wild cards vergeben werden...

    Solange die Qualität passt, alles Spitze...

  • Moin,

    wie viele Hobbysurfer interessieren sich überhaupt für die Surfevents?

    Wenn man sich hier an der Küste so umhört doch recht wenige.

    Hier Forum mag das anders sein.

    Mich wundert es,dass es überhaupt noch Sponsoren gefunden werden.

    Ich glaube das ist das ganz große Problem,dieses ganze PWA Theater,die wissen ja nicht einmal wann man einen Weltmeister (in) ernennen kann.

    Eigentlich können die doch froh sein das die Events mit Locals aufgefüllt werden.

    Ist doch auch schön wenn ein Underdog die TopTen mal durcheinander bringt.

    Ich denke viele Profis wissen worauf sie sich einlassen,auch dass man seinen gebrauchten Stuff verkaufen muss.

    Aloha Gunnar

  • Ich kann mir vorstellen, dass fast alle das Material kaufen, zwar eben zu besseren Konditionen, daher müssen Sie auch am Saisonende das Zeug wieder verkaufen. Das sind doch die potenziellen Kunden, weil ein anderer das Racezeug gar nicht kauft. Nach der Saison wird alles wieder verklopft. Ich wundere mich immer, wieviel "Teamfahrer" es gibt, bei allen Marken. Das sind doch alles nur potenzielle Käufer, die einen anderen Preis zahlen. Dann jedes Jahr aufs neue, um es rechtfertigen zu können, lügen Sie sich dann noch in die eigene Tasche und geben dann so statements " viel besser, viel schneller" in allmöglich sozialen Netzwerken ab.


    Zu Arnon kann ich nur sagen, ein super netter Typ, hab die Familie bei der RRD one Hour am Tisch sitzen gehabt und sind ein wenig ins Gespräch gekommen, hab mir damals schon gedacht, wie das alles funktioniert..


    Ich glaube, dass die PWA so nicht weiter besteht, nachdem die Flugpreise, auch aufgrund der Airberlin Pleite teilweise um 300% angezogen haben. Unter Umweltgesichtspunkten auch höchstfragwürdig, welchen CO² Fußabdruck jeder einzelne damit hinterläßt. Wir diskutieren um Dieselabgaswerte und da werden das zigfache an Abgasen alleine für Surfmaterial rausgeblasen.... zzzz