Machen Verkaufspreise für gebrauchte Board's Aussage über Performance?

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  • Ich habe ein paar Board's verkauft und dabei festgestellt das es gewaltige Unterschiede in den erreichbaren Preisen gibt. Neben den Marken als erste der Board Typ. Waveboard/ Freestyle Board's sind extrem im Preisverfall. Dann kommen die Slalomboards. Die höchste Preisstabilität haben Freerider. Auch innerhalb dieser Gruppe gibts gewaltige Unterschiede. Besonders wertstabil sind von Starboard der Futura von Lorch der Breeze und Glider und extrem von Tabou der Rocket. Wenn berücksichtigt zu welchen Preisen der als letztjähriges Model manchmal angeboten wird ist es unverständlich was manchmal für die alten Board's bezahlt wird.Ich habe dafür nur eine Erklärung: es muss ein super beliebtes Board sei das eine breite Benutzergruppe anspricht. Jetzt meine Frage: kann man aus den erreichbaren Preisen eine Performance Qualität der Board's ableiten? Z.B für eine 1 Board Lösung.

  • Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis!

    Es werden glaube ich weniger Boards Produziert, die Neupreis sind gestiegen das hat zur Folge

    das auch die gebrauchten Boards teurer werden.

    Ich glaube nicht das du aus den Preise eine gewisse Qualität ableiten kannst.

    Es gibt Boards die immer einen hohen Gebraucht Preis haben weil diese Bords über Jahre immer gut Funktioniert haben.

    Futura , Tabou Rocket usw.

    Ein gebrauchter neuerer Futura von 2015,2016, 2017 ist gebraucht kaum zu bekommen, wenn du einen angeboten bekommst

    dann hat er auch seinen Preis.

  • Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis!

    Tachchen,

    damit ist eigentlich alles gesagt.


    Zum Angebot: die Klassiker gerade im Freeridebereich kennt jeder, sie sind ausgewogen in den Fahreigenschaften und auf eine breite Käuferschicht zugeschnitten.

    In anderen Bereichen werden immer mehr Spezialisten-Boards gebaut. Genau auf einen Einsatzbereich zugeschnitten und dafür musst du dann auch erstmal einen Käufer finden. Eben den Käufer, der genau dieses Volumen / die Breite / den Jahrgang / die Bauweise usw. haben will. Weichst du ein wenig ab mit deinem Angebot und willst aber dennoch verkaufen, geht es halt nur über den Preis. Zusätzlich ist unter den Surfern sehr schnell bekannt, wenn ein bestimmtes Board nicht läuft...


    Wenn du so willst, spiegelt sich die Performance-Qualität im Preis wieder.


    Tschüss


    P.s. am Preisstabilsten sind IMO übrigens die Anfängerboards

  • Beim Kauf/Verkauf eines gebrauchten Boards spielen die bunten Bilder und die tollen Werbesprüche der Marketingabteilungen fast keine Rolle mehr, man orientiert sich vielmehr an den Erfahrungen anderer Surfer. Das trifft also dann die tatsächlichen Fahreigenschaften, Fahrleistungen und Festigkeitswerte viel besser als die oft unfassbaren Versprechungen der Werbefritzen.


    So ist es kein Wunder, daß Boards wie Rocket, 3 S, Futura, Lorch und natürlich Madd wirklich sehr gute Preise auf dem Gebrauchtmarkt erzielen, während andere knallbunte Boards aus Hof nur wie sauer Bier an den Mann gebracht werden können.


    Machen Verkaufspreise für gebrauchte Boards Aussage über Performance?


    Ein klares Ja


    meint

    Dr. Spin Out

  • Ich habe in den letzten Jahren vermehrt festgestellt, dass teilweise völlig absurde Preise für Gebrauchtboards aufgerufen werden, weil die Leutz einfach überhaupt keinen Bezug zum Material oder den heutigen Preisen mehr haben.

    Da hat eine Ausrüstung vor zwei Jahren mal 5000 Euronen gekostet, alles brav beim Local Dealer ohne Plan zum vollen Preis erworben. Jetzt, nachdem man irgendwann festgestellt hat es ist leider doch nicht so einfach und das Zeug nur noch rumliegt - unterliegt man der irrigen Ansicht, es handelt sich beim Material um "exclusiven Wein" der mit der Lagerung nur noch wertvoller wird und ruft mal locker 4500,-- für die Ausrüstung auf - trotz abgehackter Nose, diversen Beulen im Segel und fast vollständig abgeschabtem Gabelbelag.

    Das erkennt man auch unter Umständen an der Laufzeit der Anzeigen. Ich finde in einschlägigen Portalen seit geschätzt drei Jahre die drei gleichen Boards (BJ ca. 1995) die hier jemand sage und schreibe für rund 300 € pro Stück unter die Leutz bringen will. Mal abgesehen davon, das wir damals noch in DM bezahlt haben und die Boards als Auslaufware so bei 500-800 DM gelegen haben dürften, entsprechen die 300 € also fast dem Neupreis.

    Also soviel zum Thema "Preis entspricht Performance oder Beliebtheit". Meistens ist da jemand schlicht und einfach unwissend oder unverschämt - und denkt sich jeden Tag steht ein Blöder auf - hoffentlich kauft er meins.

  • Aloha.

    Vielleicht sollte man die Grundaussage dahingehend präzisieren, das der tatsächlich erzielte Preis die Performance des Boards widerspiegelt...

    Wie schon oft erwähnt gibt es Boards die gehen nach zwei Jahren kaum mit Verlust weg (wenn man beim Neukauf ordentlich gefeilscht oder ein Auslaufbrett ergattert hat) andere gehen auch kaum benutzt nur für gut 60% des Kaufpreises Weg...


    Ich würde aber auch sagen, das bei besonders speziellen Boards (SL/freestyle/Maui-Wave) die potentielle Einbuße immer höher ist als bei Standard Boards.... Gerade Waveboard um die 70l und SL Boards in der Breite um und unter 60cm wird's mit dem Wiederverkauf eher eng...

    Wurde aber auch schon gesagt...

  • Da ich aktuell eine Anfängerausrüstung für meine Frau suche kann ich nur bestätigen, dass die Leute alle denken das sie einen abzocken können.

    Was einem da als "Eierlegendewollmilchsau" angeboten wird und zu welchen Preisen ist der absolute Hammer.

    Jeder versucht seine Fanatic Bat/ Viper Baujahr. 90 für 400€ loszuwerden weil sie denken das man es eh nicht besser weis. :cursing:

  • Das tolle ist ja immer das die Leute das Board selber neu als auslauf für 800€ gekauft haben und dann beim Verkauf den Listenpreis 2000€

    als Neupreis angeben und 900€ verlangen.

  • Vielleicht sollte man die Grundaussage dahingehend präzisieren, das der tatsächlich erzielte Preis die Performance des Boards widerspiegelt...

    In gewisser Hinsicht hast Du recht ich würde aber eher sagen - der Preis spiegelt die "Beliebtheit" des Boards oder der Boardklasse wieder.

    Es gibt Boardklassen, gerade der Bereich zwischen ~120 - ~140 Litern, da kann man eigentlich fast anbieten was man will, da wird fast alles zu recht stattlichen Preisen gekauft.

    Wie Du schon richtig sagst, versuchst Du aber ein Board unter 100 Liter oder gar was zwischen 80 und 95 Liter zu verhöckern, bleibst Du drauf hocken oder du musst es fast verschenken.

    Was ich immer nicht verstehe ist die absolute Beharrlichkeit mit der an teilweise utopischen Preisen festgehalten wird - ist für mich unfassbar, wenn ich seit drei Jahren ausschreibe und das Teil als Topangebot immer automatisch hochsetzen lassen und es meldet sich kein Einziger, während rundherum alle anderen Anzeigen verschwinden, weil wohl verkauft werden konnte.

    Spätestens da muss man sich doch die Frage stellen "....bin ich vllt. zu teuer?". Aber neee, knallhart geht man im Frühjahr sogar noch 50 Euro hoch mit dem Preis.....da bin ich immer fast fassungslos.

    Dabei ist die Gurke schon wieder ein Jahr älter geworden.

    JulianRo : Kann ich voll bestätigen. Eine Klasse Aussage ist bei einem 100 Liter Board z.B. auch noch: "Auch ideal als SUP Board zu verwenden....."

    Ja genau, warum nicht gleich ein Kiteboard als SUP - liegt bestimmt sehr kippstabil aufm Grund.....

  • Tja Angebot und Nachfrage,

    im Moment ist dann noch Hochsaison

    und der derzeitige Neupreis vom Material regelt den Rest.

    Dann kommt es evtl darauf an was man verkauft und wo.

    Im Süden und in der Mitte Deutschlands eher großer Kram und im Norden traditionell eher Wavekram und kleinere Segel.

    Ich finde nach wie vor dass man bei DD die ehrlichsten Angebote bekommt.

    Aloha Gunnar

  • Tachchen,

    mit Norden und Süden würde ich aufpassen.

    Ein geiles Waveschnittchen ist im Norden vermutlich verschlissener als eines aus dem Süden kommend (es sei denn er war Vielflieger oder hats auf die Felsen am Walchi oder so gehauen.

    Genau umgekehrt bei großen Segeln - im Norden vielleicht weniger eingesetzt als im Süden..

    Tschüss

  • Tachchen,

    mit Norden und Süden würde ich aufpassen.

    Ein geiles Waveschnittchen ist im Norden vermutlich verschlissener als eines aus dem Süden kommend (es sei denn er war Vielflieger oder hats auf die Felsen am Walchi oder so gehauen.

    Genau umgekehrt bei großen Segeln - im Norden vielleicht weniger eingesetzt als im Süden..

    Tschüss

    Moin,

    Mir ging es bei dem Nord Süd Vergleich eher um das Angebot/Preis.

    Bei dem Zustand der jeweiligen Boards oder Segel gebe ich dir Recht,dass das nicht unbedingt von Vorteil ist.

    Aloha Gunnar

  • Moinsen.

    Bzgl. Tatsächlich gezahlter Preis:

    Ist sehr schwierig das genau rauszufinden.

    Bei Ebay und ebay kleinanzeigen ist aber auch das Endgebot nicht unbedingt aussagekräftig.

    Ich hab das Gefühl da wird auch viel von Leuten ge und verkauft die so ziemlich gar keine Ahnung haben oder andere übers Ohr hauen wollen...

    DD ist tatsächlich eine reelle Quelle.

    Ich denke die Mehrzahl der Boards geht für min 75% des Angebotspreises schlussendlich Weg.

    Bei den Segeln ist das so ne Sache.

    Da sieht man teilweise auch Angebote bei denen man denkt: Warum wird den das gute und neue Segel so günstig abgegeben... Auf der anderen Seite werden aber auch für alte runtergerockte Lappen teilweise Summen aufgerufen, das man denkt man kuckt nicht richtig...

  • Moin,

    ich finde auch das DD einen guten Eindruck vermittelt wie gerade die aktuellen Preise sind. Ich kann dieses rumgeheule wegen den zu hohen Preisen trotzdem nicht verstehen. Wenn mir was zu teuer ist, dann kaufe ich es nicht. Die Auswahl an Gebrauchtkram ist doch momentan echt groß. Ich verkaufe auch sehr oft gebrauchtes Zeug bei dd und da werden auch teilweise wirklich unrealistische Preisvorschläge gemacht. Da gibts teilweise wirklich dreiste Anfragen. Bei den derzeitigen Neupreisen sind eben auch die Gebrauchtpreise höher. Ob der Verkäufer nun den Listenpreis bezahlt hat oder nicht spielt auch gar keine Rolle. Fakt ist wer hochwertiges Zeug fahren will muss dafür auch Geld bezahlen.

    Um mal aufs Thema zurückzukommen. M.M.n kann man an Gebrauchtpreisen keine Rückschlüsse auf die Performance machen. Es trifft aber oft zu, das teurer Kram auch gut fährt. Für den Gebrauchtpreis spielt das aber nur eine kleine Rolle. Ausschlaggebend sind da eher Angebot/Nachfrage, Zustand und Alter.