Foil-Frust

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  • Also ich habe jetzt seit ein paar Tagen ein NP Alu Foil und ein RRD H-Fire 91.

    Als (recht) guter Surfer seit 1980 (und Slackliner, Wakeboarder, ....) dachte ich, ... das wird schon gehen.


    Aber, bei 3 Windstärken bin ich nach 30 Minuten fertig vom pumpen (weil ich noch nicht länger als 20 Sekunden fliegen kann).

    Bei 6 Windstärken bin ich nach 30 Min. fertig, weil ich mich kaum ins Trapez traue ....


    Ich weiss, alles wird besser, aber ich merke, dass ich da echt Zeit investieren muss.


    Die ich nicht habe.


    Ich überlege, Board und Foil wieder zu verkaufen.

    Macht jemand gerade dieselbe Erfahrung?

    Oder bin ich nur zu alt für den Sch...s?


    Jochen (frusted)

  • Mir gehts genau so! - abgesehen davon, dass ich noch nicht einmal die 20 Sek. schaffe. Alles andere fast gleich. Ich hab jetzt 2 Saisonen veranschlagt, ohne Stress, wenn's gerade paßt, wenn ich Laune nach "normalem" Surfen habe, dann eben das. Wenn's dann immer noch nicht geht, dann eben nicht. Geb dir vollkommen Recht, dass bei dieser Sache der Zeit-Investitionsfaktor eine größere Rolle spielt, als man vorher annnimmt!

  • Wie wär´s wenn Du´s mal bei 4 oder 5 Windstärken probierst. Vielleicht löst das ja deine Probleme :thumbup:8o

  • Das IST ja gerade das Problem! Diese Tage sind - speziell an Binnenland-Spots - relativ rar und wenn du die dann noch mit "Quälerei" verplemperst (und du mit normalem Material deinen Spass gehabt hättest) steigert das deine Frustration noch.....

  • ich bin knapp 50 und hatte eine eine ähnliche Erfahrung, nämlich an meine Geschicklichkeitsgrenzen zu stoßen, neulich beim surfen auf einer künstlichen Welle

    die hohe Fließgeschwindigkeit erfordert ganz andere Belastung des Boards und schnellere Reaktionen als bei den Sachen, die ich kann: Wellenwindsurfen, Wellensurfen hinter langsamem Boot, etwas SUP auf Wellen, "surfen" mit Minikitediri an der Wasserskianlage


    jedenfalls war ich sowohl beim Body- als auch mit skim- und Surfboard klar überfordert, was ich so nicht erwartet habe, noch dazu, nachdem ich die Qualifikationsübung (balancieren auf einem Bein mit geschlossenen Augen) länger als die meisten der anderen Teilnehmer geschafft hatte

    auf der Welle habe ich mich, nachdem die Haltestange weggenommen wurde, mit ständiger Überkorrektur recht schnell aufgeschaukelt bis zum Abgang

    von entspanntem kontrolierten surfen konnte nicht ansatzweise die rede sein

    ähnlich scheint es dir, Jürgen, beim Foilen zu gehn, wobei du da mehr Zeit hast als ich auf der stehenden Welle, wo ich nur 1 Stunde hatte und die natürlich mit den anderen geteilt

  • Das IST ja gerade das Problem! Diese Tage sind - speziell an Binnenland-Spots - relativ rar und wenn du die dann noch mit "Quälerei" verplemperst (und du mit normalem Material deinen Spass gehabt hättest) steigert das deine Frustration noch.....

    Frag mich grad, warum Du dir überhaupt Foil Sachen zugelegt hast, wenn du das selbst als verplembern bezeichnest.

    Du hast die Sachen ja nun erst seit ein paar Tagen, wenn ich das richtig lese. Und bei 6 Bft brauchst nun echt nicht mit Foilen anfangen. Das ist eher der Windbereich wo man mit Foilen aufhört und "normal" surft.

    Ich glaub da hilft dir nur Geduld, Zeit und üben, üben, üben oder jemand der dir hilft.

  • Du vermischt jetzt zwar 2 Foil-Beginner (obwohl ich einmal nah dran war, es bei 6bft zu probieren, da hätt ich es wahrscheinlich eh geschrottet), die Motivation ist nach wie vor da und ich bin auch ein "Durchbeißer". Trotzdem mein Tipp zur Entscheidungshilfe, für alle "Normalos" (=Wochendsurfer mit Familie) mit Binnen-Homespot: Rechnet nicht damit, dass ihr nach relativ kurzer Zeit eine Leichtwindalternative habt oder dass euch bei mittlerem Wind der Kabbel egal sein kann, weil ihr darüber hinwegschwebt. Geduld und ständige Eigenmotivation, dann rentiert sich die Investition wahrscheinlich nach einer gewissen Zeit.....

  • Du vermischt jetzt zwar 2 Foil-Beginner (obwohl ich einmal nah dran war, es bei 6bft zu probieren, da hätt ich es wahrscheinlich eh geschrottet), die Motivation ist nach wie vor da und ich bin auch ein "Durchbeißer". Trotzdem mein Tipp zur Entscheidungshilfe, für alle "Normalos" (=Wochendsurfer mit Familie) mit Binnen-Homespot: Rechnet nicht damit, dass ihr nach relativ kurzer Zeit eine Leichtwindalternative habt oder dass euch bei mittlerem Wind der Kabbel egal sein kann, weil ihr darüber hinwegschwebt. Geduld und ständige Eigenmotivation, dann rentiert sich die Investition wahrscheinlich nach einer gewissen Zeit.....

    Stimmt, Ich hab euch beide vermischt. Hinterlegt mal ein Avatarbild, dann isses einfacher ;-)

    Durch euch weiß ich jetzt auf jeden Fall, dass Foilen für mich nix ist. Danke dafür :thumbup:

  • leider 540km entfernt

    wobei ich das neue Board eh nicht kaufen wollte ( und du das wohl besser als Set abgeben wirst?)

  • Wenn ich an die ersten Kites denke, was haben mir die Jungs Leid getan. So etwas wie Depower gab es noch nicht und ein zweiter mußte sich mit ans Trapez hängen. Auch saugefährlich.


    Ich denke beim Foilen wird noch entwicklungstechnisch was passieren. Besonders auch die Anweisung mit Schuhen und langem Neo zu fahren. Schnittgefahr.

  • DAS ... lernst Du sofort:

    Hinten unterm Brett nicht rummachen!


    🙂


    Was aber wirklich gefährlich ist, ist ein Sturz über die Leekante. Dabei kommt der Flügel in Luv aus dem Wasser. Meistens ist das zwar ein Schleudersturz, aber falls man doch Richtung Heck absteigt, landet man auf dem Foil.

  • Der foilende Surf-Lehrer von Westwind in Hvide Sande (ich habe seinen Namen wieder vergessen - habe mit Namen ein problem) hat mir von seinen ersten Erfahrungen berichtet und geraten: falls Sturz , wegspringen und weiterfahren lassen?!


    Grundsätzlich kann ich mir für mich Foilen für Leichtwind (also unter 8-9 Knoten) sehr gut vorstellen. Aber die Erfahrungen der paar Surfer, die ich persönlich kennengelernt habe und die das in den letzten 2 Jahren angefangen haben, ist nicht sehr gut.

    Hälfte bis Dreiviertel verkauften nach max. 1 Saison den Foil wieder - aber das ist natürlich nur anekdotisch und nicht verallgemeinerbar.

  • Stimmt.

    Habe den Zeitaufwand unterschätzt.

    Hätte ich mehr Zeit (bzw. mehr Wind, bzw. mehr Gelegenheit zum Surfen), würde ich weitermachen.

    Ist nämlich bestimmt super, wenn man's kann.

    Gefährlich ist es schon.

    Aber das Verletzungsrisiko für komplette Anfänger beim Windsurfen ist ... vielleicht ... höher.

  • Hallo Jochen,


    Du schreibst, Du hättest das Foil sein ein paar Tagen und bei 3 Bft und bei 6 Bft probiert.

    Das sind sicherlich die schlechtesten Voraussetzungen um mit dem Foilen zu beginnen.

    Wie schon von t4luis geschrieben, sind 4 Bft ideal, wenn möglich am Anfang so konstant wie möglich.


    Bei 6 Bft - ganz klar das übliche Matos nehmen, mache ich immer so - macht definitiv mehr Spass.

    Bei 3 Bft brauchst Du schon gute Übung um länger oben zu bleiben.


    Versuch es doch einfach noch einmal bei idealen Bedingungen.¨

    Sicherlich, das Foilen ist nicht jedermanns Sache, und es muss zum Spot passen.


    Zu den Verletzungrisiken:
    Ich kenne nicht viele Foils im Detail, aber die, die ich gesehen habe sind nicht gefährlicher als spitze Slalomfinnen. Da habe ich mir auch schon die (nackten) Füsse aufgeschnitten.
    Schuhe sind sicher empfehlenswert.

    Das gefährlichste ist sicherlich der Sturz über die Leekante, dies passiert am ehesten beim Halsen und da ist die Geschwindigkeit nicht hoch.


    Aber passieren kann immer mal was.

    Die gröbsten Verletzungen habe ich bisher beim normalen Windsurfen gehabt und dies wo man es nicht erwartet:

    Wasserstart, Hand gebrochen :bonk:(bitte nicht lachen :redface:)

  • Jochen : Hast du das Board eigentlich im "Normalmodus" - also mit langer Finne - am unteren Windlimit ausprobiert? Soweit ich das sehe, müßte das doch locker mit den ganzen am Markt befindlichen Superlightwind-Boards mithalten können, oder? Warum willst du dann das Board abgeben, bist du jetzt am Surfen am unteren Windlimit nicht mehr interessiert? Oder willst du generell nur das foil abgeben?


    Sicher frustet dich momentan auch die Investition, wo du wie ich siehst, dass es nicht so schnell geht, aber was spricht dagegen, es als Leichtwindlösung zu behalten und wenn du Lust dazu hast ab und zu zwangslos mit dem Foil weiterzuexperimentieren?

  • Kann ich auch nicht nachvollziehen, entweder hast Du alles geschenkt bekommen, oder man informiert sich vorher und macht sich vorher Gedanken, ob das was sein könnte. Board und Foil kosten ja mindestens. 3teur?


    Gestern hatte ich zufällig das Video von Mario Kümpel übers foilen gesehen, erste Erkenntnis war kein Race Segel für den Anfang!