BIC Techno 293 Team aus Surendorf im Interview

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  • Beim Multivan Windsurf Cup in Grömitz vom 16. bis 18. Juni 2017 waren erstmals auch Teilnehmer der BIC Techno 293 OD-Klasse am Start. So wurden neben den regulären Wettkämpfen im Racing und Slalom der Funboarder auch Rennen im Rahmen des BIC Techno Cups ausgetragen.



    Mit am Start waren fünf Fahrer der Techno 293-Trainingsgruppe vom Verein Nordwind Wassersport e.V. aus Surendorf Wir haben uns mit den Fünf über ihr Anfänge im Windsurfen, die Trainingsgruppe und ihre Ziele für die Zukunft unterhalten.



    Stefanie Schwarz ist seit 2016 die Trainerin der Gruppe aus Surendorf. Angefangen hat sie mit klassischem Segeln. Nach dem Opti ist sie aufs Windsurfen umgestiegen und lange BIC Techno 293 OD gesurft. Jetzt ist sie auch auf dem RS:X - dem olympischen Board – unterwegs. „Ich finde es toll als Coach mein Wissen weitergeben zu können“, so die 22-jährige.



    Anneke Schön kommt - wie auch der Rest der Gruppe – ursprünglich aus Kronshagen. Die 21-jährige wohnt jetzt in Süd-Dänemark, versucht aber so oft wie möglich bei den Trainingseinheiten und Regatten dabei zu sein.



    Ihre Schwester Johanne Schön (17 Jahre) hat vor drei Jahren mit dem Surfen angefangen. Sie ist seit 2016 Teil der Trainingsgruppe und startet seit diesem Jahr auch bei den Regatten.



    Pia Suttkus (18 Jahre) hat durch einen Surfkurs auf Fehmarn vor drei Jahren mit dem Surfen angefangen. Anschließend hat sie sich einer kleinen Trainingsgruppe für Anfänger in Surendorf angeschlossen. Seit letztem Jahr ist sie in der Techno 293 Trainingsgruppe.



    Luca Behnke (17 Jahre) hat durch das Surftraining in der Schule seine Leidenschaft entdeckt. Vor zwei Jahren ist er dann auf BIC Techno 293 umgestiegen.





    Wie seid ihr zum Windsurfen gekommen? Ist es durch eure Familie bedingt?

    Johanne: Nein, bei uns kam es nicht durch die Familie. Wir haben zwar einige Segler in der Familie, aber das haben wir eigentlich nie wirklich gemacht. Ich bin durch meine Schwester Anneke dazu gekommen.

    Anneke: In Kronshagen gab es das Haus der Jugend. Da konnte man reiten lernen. Die haben aber auch Surf Camps gemacht. Da bin ich mal mitgefahren und dann hat’s mich gepackt.Johanne: Dann bin ich auch mitgefahren und Pia irgendwann ebenfalls... So kommen auch die ganzen Kronshagener nach Surendorf.

    Steffi: Bei mir war es eigentlich eine ganz witzige Geschichte. Ich bin ja Opti gefahren. Die Ranglisten wurden immer in einem Buch veröffentlicht und hinten in diesem Buch war eine Anzeige für einen BIC Techno drin. Ich fand das super cool und wollte das sofort machen. Meine Eltern sind beide Segler. Daher hat es dann doch ein Jahr lang gedauert, bis ich sie überzeugen konnte, dass ich Windsurfen will.



    Was ist das besondere am Techno 293?

    Steffi: Es ist für die Jugendlichen eine tolle Sache, weil man im ersten Schritt nur ein Board und ein Segel anschaffen muss und relativ lange damit fahren kann. Je nach Altersklasse kann man sein altes Segel weiterverkaufen, da der Nächstjüngere es ja auch wieder braucht. Es ist also materialtechnisch super praktisch. Außerdem ist die ganze Community super freundlich. Man wird gut aufgenommen und es macht einfach Spaß. Für die Kids ist es der perfekte Einstieg ins wettkampforientierte Windsurfen, wie den Multivan Windsurf Cup oder eine olympische Klasse, da es die ganzen Grundlagen festigt.



    Wie viele Personen fahren Techno 293 in Deutschland?

    Steffi: In Deutschland sind wir ca. 30 Fahrer im Moment. Nicht ganz so viele – wir wären gerne mehr. Aber das macht die Community schön familiär!



    Wo habt ihr euer Material her?

    Pia: Der Verein hat das Material angeschafft und stellt es uns Sportlern zur Verfügung. Deshalb ist es für uns auch so einfach den Sport zu betreiben. Man braucht bei Nordwind Wassersport e.V. außer eigener Neoprenschuhe erst mal gar nichts. So hat jeder die Möglichkeit einzusteigen.



    Und das Material wird dann immer weitergegeben?

    Anneke: Genau. Wir haben alle gar kein eigenes Material. Jeder hat natürlich seine Präferenzen, was er gerne fährt. Aber es wird dann auch je nach Wind geschaut, wer was zugeteilt bekommt.

    Johanne: Da werden wir auf jeden Fall richtig gut unterstützt!

    Pia: Ohne den Verein könnten wir das so gar nicht machen, weil das Material auch ziemlich teuer ist. Meine Eltern kommen zum Beispiel nicht aus dem Segelsport und kennen das so gar nicht. Da hilft es sehr, vom Verein unterstützt zu werden.



    Gibt es eine eigene Rangliste im Techno-Bereich?

    Steffi: Wir haben eine Rangliste in die alle Regatten mit einfließen. Diese werden mit einem Faktor gewichtet – eine deutsche Meisterschaft zählt beispielsweise mehr. Außerdem gibt es eine Bundesliga. Da wird unter anderem auch im Techno der beste Verein ermittelt. Die nächste Regatta findet zur Travemünder Woche statt. Dabei handelt es sich um die Deutsche Meisterschaft. Da sind wir natürlich auch dabei.



    Wo trainiert ihr?

    Anneke: Immer in Surendorf. Dort haben wir extra einen Schuppen für das Material am Strand, so dass es keiner transportieren muss. Außerdem gibt es einen Shuttle, das ist totaler Luxus.



    Seid ihr noch mehr Personen in eurer Trainingsgruppe?

    Steffi: Ja, aber wie überall besteht das Problem, dass auf Grund der Schule und anderer Verpflichtungen einige nicht ganz so regelmäßig kommen können. Wir haben feste Tage in der Woche – immer Montags und Freitags - an denen das Training stattfindet. Wir bestehen als Trainingsgruppe noch nicht so lange. Daher ist es schwierig innerhalb eines Jahres mit einmal Training in der Woche alle aus der Gruppe vom Leistungsstand so aufzubauen, dass sie die Regatten auch gut mitsurfen können. Hier in Grömitz sind wir mit unserem Top-Team am Start.



    Habt ihr weitere Lieblingsspots?

    Anneke: Ich bin gerne in Kegnaes in Dänemark. Aber mit meinem eigenen Material, also mit kleinem Board und kleinem Segel.

    Pia: Ich kann das gar nicht so genau sagen, da ich an noch nicht so vielen verschiedenen Spots gefahren bin und auch kein eigenes Material habe. Und ich daher nicht so flexibel bin.

    Luca: Mir geht es ähnlich wie Pia. Aber auf Sylt in List kann man ziemlich gut surfen.



    Was sind eure Ziele? Habt ihr vor noch in anderen Regattaklassen zu fahren?

    Anneke: Ich dachte, als ich angefangen habe, ich werde das mal ein Jahr ausprobieren und dann ist gut - aber es hat echt Spaß gemacht! Ich könnte mir schon vorstellen, auch in anderen Klassen mitzufahren. Allerdings ist es für mich am wichtigsten, dass der Spaß an der Sache nicht ausbleibt.

    Johanne: Ich habe auch keine konkreten Ziele diesbezüglich. Ich möchte einfach weitermachen solange es mir Spaß macht. Unser Ziel ist es noch mehr Leute, auch in den jüngeren Altersklassen, nach Surendorf zu holen.

    Steffi: Mein primäres Ziel ist im Techno, mein Wissen weiterzugeben und den Kids das mit Spaß zu vermitteln. Dann ist auch der Trainingserfolg am größten. Ich surfe ja auch das olympische Windsurfmaterial und da ist es mein Ziel 2020 zur Olympiade zu fahren. Daher ist bei mir auch aktuell der Fokus mehr aufs Windsurfen als auf das Studium gerichtet ☺

    Pia: Ich muss überhaupt mal sehen, wo ich nächstes Jahr so lande, da ich gerade mit der Schule fertig geworden bin. Ich weiß noch nicht, ob ich erst mal ein Jahr Pause mache und ins Ausland fahre oder so. Aber ich kann mir auf jeden Fall vorstellen, entweder Techno weiter zu machen oder auch auf eine andere Klasse umzusteigen. Es gibt ja seit zwei Jahren die Klasse Techno Plus, bei der es keine Altersbeschränkung gibt. Das ist für uns von Vorteil, da wir aus den eigentlichen Divisionen U-17 und U-15 ja schon raus sind. Durch die Möglichkeit in der Kategorie Techno Plus zu fahren, fände ich es cool, wenn da nochmal eine neue Gruppe entsteht, in der auch viele ältere dann mitmachen würden. Und dann könnte ich mir vorstellen, dass ich da weitersurfe.

    Luca: Mir geht es ähnlich. Ich überlege auch meinen Surflehrerschein zu machen, um dann auch mein Techno-Wissen weiterzugeben.



    Wollt ihr noch etwas hinzufügen?

    Steffi: Die Veranstaltung in Grömitz war richtig schön!

    Anneke: Es war richtig toll organinsiert, es gab keine Wartezeiten auf dem Wasser. Echt stark! Es hat Spaß gemacht!

    Steffi: Außerdem möchten wir allen Jugendlichen und Kinder, die das lesen, mitgeben, dass sie gerne zu uns kommen können. Ihr müsst wirklich nichts mitbringen und auch eure Eltern sind nicht dazu verpflichtet bei den Regatten mitzufahren. In erster Linie muss nur der Vereinsbeitrag aufgebracht werden. Das besondere bei Nordwind Wassersport e.V. ist, dass alles so organisiert ist, dass die Kinder unabhängig von den Eltern sind. Es wird alles rund um Transport, Übernachtung usw. vom Verein organisiert.

    Dateien

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    Tipp Weltmeister F1 2011 & 2013, Tipp Team-Weltmeister F1 2009, 2010, 2011, 2017!


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