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  • Habe es noch nicht ausprobiert. Hab vor Zwei Jahren angefangen zu surfen und nutze fast jede freie Minute (sehr zum Leidwesen meiner Freundin). Beach-/Wasserstadt, Schlaufen(ganz aussen), Trapez, Schnelle Wende, Halse, Schothorn vorraus, Leeride klappt. Arbeite jetzt an der Powerhalse(muss dieses Jahr klappen. Als Segel hätte ich ja schon was größeres (8,6+9,5 evo6). Board fahre ich Futura133, Gecko156 für wenig Wind und ein Hifly CS 500 für ganz wenig Wind. Mich würde mal interessieren wie die Unterschiede zum normalen Board sind, worauf man achten muss. Material würde ich dann wohl gebraucht kaufen. Bei eBay ist ein Fanatic Falcon für 1229,-€ drin, taugt das was?

  • Revier ist Binnen, Trebelsee liegt vor der Tür und am Sonntag hin und wieder zur Müritz


    Trebelsee geht gar nicht mit Formula, viel zu viel Kraut. An der Müritz bekommst Du Probleme mit der zu geringen Wassertiefe, da geht nur Möbel und Umgebung, wenn Du das Board nicht ewig weit heraus und hereintragen willst.

  • Der falkon ist nicht schlecht. Einige sagen hat ähnlichkeit zum Patrik v3. Ich denke aber ein gaastra v2 ist bis ca 80kg das beste " Anfänger"formula. Und wegen baujahr etwas günstiger zuhaben.Da funktioniert auch dein 9,5er am Anfang gut drauf. Später ist das dein starkwindsegel.
    Ich würde nach einem günstigen Brett schauen, es mit 9,5 ausprobieren, bei Gefallen ein 11er und eine gute finne dazu, und wenn du alles sicher beherrscht auf ein neues oder aktulles Brett wechseln. Und natürlich das 12 er dazu;-)
    Den gekko wirst du dann aber nicht mehr brauchen.

  • Müritz fahre ich immer nach Gotthun, da würde es gehen. Trebelsee würde wahrscheinlich nur im Winter gehen wen kein Kraut ist. Bin übrigens 1,92m groß, bei 95kg. Funktioniert das eigentlich auch bei starker Kabbelwelle? Bis welcher Windstärke kann man die Boards fahren? Was meinst du mit Starkwindsegel? Dachte auch schon so daran, erst mal ein Board und mit meinen vorhandenen Segeln ausprobieren. Bei DailyDose ist ein Starboard von 2015 drin, aber auch ein Patrik aber das ist alter und schon repariert.

  • Kabbelwelle: kein Problem, richtige Technik vorrausgesetzt.
    Starkwind: Es gab mal ein offizielles oberes Windlimit für internationale Formularegatten von 35 kn. Das wird aber wohl nicht mehr so gehandhabt, es obliegt der Regattaleitung zu sagen, ob die Bedingungen geeignet sind oder nicht. Realistisch sind wohl eber 25 kn als oberes Windlimit. Da fahren die Slalomfahrer dann schon zwischen 7 und 8 m² und ~70cm Boards, im Formulabereich wird selten deutlich unter 10m² gefahren.


    Zum Material:
    Die Boards haben sich seit ca. 2005 nicht mehr allzu drastisch verändert. Daher kann man auch getrost zu älteren Boards greifen, was gerade zum Einstieg auch sinnvoll ist. Eine ordentliche Finne sollte man dazu aber schon haben, muss aber auch nicht der letzte Schrei sein. Eine Hurricane FRB 4b oder 6 aufwärts bekommt man auf dem Gerbauchtmark aber auch ganz gut. Das 9,5er kann man zum ausprobieren erstmal nehmen, längerfristig sollte man aber zumindest ein 11er, bei deiner Physiologie wäre ein 12er aber auch sinnvoll, einplanen. Das heißt dann in der Regel auch neuer Mast, neue Gabel.


    Wo wir auch schon beim nächsten Punkt wären: Formula ist eine Regattaklasse. Das heißt, die Boards sind eher auf maximale Performance hinentwickelt und weniger auf haltbarkeit. Ein Schleudersturz zieht fast automatisch eine Boardreparatur nach sich. Zudem ist das große flache Deck auch recht schnell weichgetreten. Ein weiterer Punkt, der bei der Entwicklung von Formulaboards nicht so einer große Rolle spielt ist das einfach (Manöver)handling. Die meisten Formulaboards gleiten zwar früh an, aber nicht einfach oder passiv. Um am unteren Windlimit ins gleiten zu kommen, muss man ganz schön pumpen und bei einer kleinen Fehlbelastung des Boards dreht es in den Wind. Ein Formulaboard zu halsen ist in etwa vergleichbar damit, einen betrunkenen Kollegen dazu zu bewegen, seine Lieblingskneipe zu verlassen ;) Darüber hinaus ist Formulawindsurfen deutlich anstrengender als alle anderen Windsurfdisziplinen. Und habe ich das Transport- und Lagerungsproblem erwähnt?


    Das wars aber auch schon mit den Nachteilen, ich selber habe am Formula immer sehr viel Spaß! Es ist ein sehr gutes Training für den Körper, das sich dann an windigeren Tagen mit kleinerem Material bezahlt macht. Auch ist das Gefühl, bei glatter Wasseroberfläche auf der Kante zu stehen und auf der Finne über den See zu fliegen einfach stark. Der Zug, den so ein Formulasegel erzeugt ist einfach wahnsinn, die Beschleunigung wenn man vom Kreuzen auf Raumschots abfällt... einfach beeindruckend. Und dann das Durchgleiten. Wenn die Kiste einmal läuft ist die kaum noch aufzuhalten, da muss man schon in ein ziemlich krasses Windloch fahren. Und wenn man aud dem gleiten zu fallen droht, aber in 20 oder 30 Metern die nächste Bö sieht, kann man sich mit ein paar Pumpschlägen ohne aus den Fußschlaufen zu müssen noch dahinretten.


    Abschließend kann ich nur sagen, dass du es einfach ausprobieren solltest, wenn du jetzt noch nicht abgeschreckt bist.


    Gruß, Onno

  • Das obere Windlimits gibt es nicht mehr. Aber wohl eher damit es bei der WM auf den Azoren keine Proteste wegen zuviel Wind gibt. Da wird auch bei mehr als 35 Knoten gefahren. Das Problem ist aber nicht der starke Wind sondern die Wellen. Auf den Azoren wird innerhalb einer Mauer gefahren. Deshalb gibt es da nicht das Problem mit 2 Meter Wellen, die sonst ja schnell da sind. 30 Knoten auf einem Binnensee sollten mit guter Technik drin sein.


    Starboard ist besonders empfindlich, der von 2015 aber auch sehr schnell. Mit 95 kg würde ich mich nach einem vapor v3 umsehen. Rel. stabil gebaut, gut zu fahren und etwas breiter und voluminöser im Heck. Haltbarer ist nur ein Patrik v4 durch die airinside Bauweise

  • Na das sind ja mal ein paar gute infos. Ich glaube ich mache. Fahren bekomm ich schon hin. Irgendwie. Hoffentlich. Das einzige was mich schreckt ist der Preis fürs Material. Ist ja dann alles vollcarbon. Aber doch, werds machen. Noch eine Woche arbeiten und dann habe ich zwei Wochen Urlaub. Vielleicht finde ich bis dahin noch ein Board.

  • Willst du das eigentlich anfangen, um später Regatten mitzufahren? Oder soll das eine Schwachwindergänzung sein?


    Wenn es um Regatten geht, bist du mit neuen Boards gut bedient. Wenn du das aber an den Tagen nutzen möchtest, wenn dein Gecko noch nicht so richtig in Gang kommt, würde ich dir eher zu einem noch älteren (und damit billigeren) Formula raten, so aus 2001 - 2004. Die waren länger und damit kann man auch einen Normalstart problemlos hinlegen, ohne einen Eiertanz zu veranstalten. Ich wiege selbst 105 kg und habe noch einen Starboard Formula 186 von 2002 (2,68 m lang) und das Ding ist perfekt für schwere Surfer ohne Regattaambitionen (besser ist nur der Lorch Bird 179 beim passiven Angleiten). Der dürfte auch mit den vorhandenen Segeln besser klarkommen.


    Bei dem benötigten Budget für egal welches gebrauchte Formula, passende Segel (10,5 + 12,5) samt Mast und Gabel etc. kannst du den auch nehmen, wird wohl in Summe keinen großen Unterschied mehr machen. Den Gecko kannst du dann verkaufen. Schau mal in die neue Surf, da haben die den getestet.


    Gruß


    Henning

  • Ich wiege selbst 105 kg und habe noch einen Starboard Formula 186 von 2002 (2,68 m lang) und das Ding ist perfekt für schwere Surfer ohne Regattaambitionen (besser ist nur der Lorch Bird 179 beim passiven Angleiten). Der dürfte auch mit den vorhandenen Segeln besser klarkommen.


    Der war ein ziemlich geiles Board, hatte den auch mal eine zeitlang. Bin den sogar mit 70er Finne und nur 6.7qm Segel gefahren bei wenig Wind. Das ging wunderbar und war ein geniales Board um Touren zu fahren. Sehr viele schöne Touren durch das komplette Grevelingermeer oder raus zur Seehundsandbank am Brouwersdam. Fast immer mit 6.7er und 9.0er.


    Grüße


    Totti

    Dieser Text wurde nach alter, neuer und eigener Rechtschreibung geschrieben und ist daher fehlerfrei!
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  • Danke für die vielen Tipps. Also der erste Gedanke war bei drei bis vier bft gleiten. Aber wer weiß was das noch kommt. Fahr ja am ersten Augustwochenende meine erste Regatta. Ist zwar bloß Campingplatzregatta auf dem Campingplatz in Gotthun, also eine reine Spaßregatta. Aber immerhin. Mit freier Boardwahl und Segel 10% vom Körpergewicht. Aber ich seh schon wohin das führt. Wenn es mir gefällt will ich bestimmt noch mehr. Jetzt muss ich mir erstmal überlege was für ein Board ich mir hole. Ich liebäugele ja echt mit dem Starboard von 2015. Schiet ist das schwierig!!!!

  • Longboardheizer


    Tut mir leid, den geb ich nicht weg. Wie Totti auch schon geschrieben hat, ist das ein Klasse Board.


    Wer heute Formula (nicht Vereinsregatten und kleinkram) fahren will, ist mit den neuen kürzeren Boards wohl besser bedient. Für jemand, der möglichst früh angleiten will, ist der alte längere Star-Board wesentlich besser. Ich pumpe mit meinem 10,4 er Gaastra noch nicht einmal und komme trotzdem gut ins Gleiten (und das Brett säuft vorne nicht ständig ab). Mit 105 kg kann man zum
    Wenden auch gemütlich vorne um den Mast latschen; versuch das mal bei 2,28 m Länge, da kommt dann gleich der Tauchgang schon bei dem Versuch dieses Manövers.


    Ich kann mal ein Vereinsmitglied bei uns fragen. Der hat noch einen, der 3 mal benutzt wurde (seit 2002) und sich sonst immer in einer blauen Pryde-Boadbag ausgeruht hat. Ist die Wood-Version (wie meiner), was damals die bessere Version war. Carbon gab es bei Star-Board damals noch nicht. Vom Zustand her entspricht der einem neuen Board, nur der Preis ist deutlich geringer, wenn er ihn verkauft. Wenn Du Interesse hast, kann ich das mal versuchen zu vermitteln. Brett ist im Raum Celle und Versand dürfte etwas schwierig werden wegen Überbreite. Am Besten wäre dann Abholen.


    Gruß


    Henning

  • Es gab mal ein offizielles oberes Windlimit für internationale Formularegatten von 35 kn. Das wird aber wohl nicht mehr so gehandhabt, es obliegt der Regattaleitung zu sagen, ob die Bedingungen geeignet sind oder nicht. Realistisch sind wohl eber 25 kn als oberes Windlimit. Da fahren die Slalomfahrer dann schon zwischen 7 und 8 m² und ~70cm Boards, im Formulabereich wird selten deutlich unter 10m² gefahren.


    Wie lässt es sich erklären, dass die selbe Person, die auf einem Slalomboard mit 7-8 m² angepowert unterwegs ist, auf einem Formula bei gleichem Wind noch 10 m² halten kann?
    Liegt das an den Hebelverhältnissen, die dadurch zustande kommen, dass man weiter außen steht, oder an der langsameren Geschwindigkeit eines Formula im Vergleich zu einem Slalom?




    Beach-/Wasserstadt, Schlaufen(ganz aussen), Trapez, Schnelle Wende, Halse, Schothorn vorraus, Leeride klappt. Arbeite jetzt an der Powerhalse


    Das nenne ich optimale Voraussetzungen für den Einstieg in die Formel 1!
    Habe gerade meinen Lappen (oder Plastikkarte), kann schon dem Straßenverlauf folgen und übe momentan den 180°-Turn im Wendehammer.


    Du hast doch ein sehr gutes Leichtwindboard, welches sich sogar halsen lässt.
    Ich würde dir empfehlen, noch längere Zeit dabei zu bleiben.
    Verkaufe es zumindest nicht, bevor du ein Formula bei Halbwind gefahren und darauf die Powerhalse weiter geübt hast.

  • Wie lässt es sich erklären, dass die selbe Person, die auf einem Slalomboard mit 7-8 m² angepowert unterwegs ist, auf einem Formula bei gleichem Wind noch 10 m² halten kann?
    Liegt das an den Hebelverhältnissen, die dadurch zustande kommen, dass man weiter außen steht, oder an der langsameren Geschwindigkeit eines Formula im Vergleich zu einem Slalom?


    Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so scheint, sind Formulasegel doch völlig anders und man kann die sehr sehr lange halten.
    Klappt auch sehr gut mit den RS:X.

    Dieser Text wurde nach alter, neuer und eigener Rechtschreibung geschrieben und ist daher fehlerfrei!
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    Verbrauch derzeit:
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    896532.png, mit E28.

  • Ich habe mal vor einigen Jahren A2 beim World Cup Sylt auf einem Formula in Aktion gesehen; bei 7 Windstärken und 8er Segel. Ich glaube nicht, daß der entscheidend langsamer als ein Slalomboard war. Ein Formula hat halt einen anderen Kurs (Amwind und Raumschot) während Slalomboards bei Halbwind mit leichter Tendenz zu Raumschot gefahren werden (zumindest beim WC Sylt).


    Ein Gecko 156 ist bei wenig Wind nicht annähernd mit einem Formula zu vergleichen; wenn der noch steht, hat man auf dem Formula schon die Schlaufen erreicht. Ist ein ganz anderes Fahren. Mit um die 100 kg halst der sich auch gut (bei 3-4 fährt auch ein Freerider keine superengen Gleithalsen).


    Gruß


    Henning

  • Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so scheint, sind Formulasegel doch völlig anders und man kann die sehr sehr lange halten.
    Klappt auch sehr gut mit den RS:X.



    Ok, aber lassen sich Slalomsegel nicht auch extrem lange halten?
    Wieso ist es dann möglich, ein Formulasegel in Verbindung mit einem Formula Board unter gleichen Bedingungen 2, vielleicht sogar 3 m² größer zu fahren als ein Slalomsegel mit Slalomboard?