Optimierung Boardpalette: Leichtwind bei 65kg

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  • Hallo zusammen,


    letztes Jahr habt ihr mich zum Thema Starkwind-Boards beraten


    Seither habe ich nun folgende Boards:

    • Gecko 105 ltd
    • Tabou 3s 96
    • Fanatic freewave 75


    Segel sind derzeit folgende vorhanden:

    • Gun torro 4.3
    • Gun torro 5.0
    • Gun rapid 6.2
    • Gun cannonball 7.5


    Mit den zwei kleinen Boards und den Segeln bis 6.2. bin ich nun vorerst zufrieden (ja, das rapid passt nicht ideal zum 3s, funktioniert aber, damit erstmal gut genug).


    Dieses Jahr möchte ich den Leichtwind-Bereich optimieren. Grob umrissen:

    • Der gecko soll weg und gegen etwas größeres getauscht werden
    • Dabei soll der Abstand zum 3s so gewählt werden, dass der Übergang halbwegs harmonisch ist
    • Ziel: So früh wie möglich gleiten, so schnell wie möglich werden ;)
    • Soll mit dem 6.2er noch funktionieren, damit ich nicht immer sofort Boardtauschen muss.
    • Außerdem soll dann wohl auch das cannonball 7.5. getauscht werden, möchte mich zuerst aber für's board entscheiden, damit ich nicht wieder ein suboptimal passendes Segel habe.


    Grund: Habe im letzten Surfurlaub gesehen, dass andere (mit ungefähr demselben Fahrkönnen) merklich früher im Gleiten sind. Ein Kollege hatte wohl 30kg mehr als ich, war aber mit rocket wide (um die 130l, genau weiß ich es nicht mehr) immer vor mir unterwegs. Ebenso ein 70-jähriger mit Slalom-Material.


    Mein Gewicht: 65kg


    Mein Fahrkönnen: Gleite seit letztem Jahr durch (manche) Halsen. Geradeaus gut unterwegs. Bin am Üben einfacher freestyletricks. Wasserstart problemlos.


    So, die derzeit verfügbaren, und leistbaren Optionen (gebraucht bzw. Abverkauf):

    • iSonic 107, 110, 117 (Wo passt der Abstand? Sind die mit Nicht-Racesegeln sinnvoll fahrbar?)
    • rocket wide 118 (Zu breit? Oder für mein Ziel gerade richtig?)


    Gerne andenken würde ich ein Starboard futura, leider zum Neupreis nicht machbar, und gebraucht so gut wie nicht zu bekommen.


    Was meint ihr?

  • Ich glaube du stehst ein bisschen vor dem gleichen Problem wie ich. Ich denke darüber zwar schon lange nach, plane aber nicht in der nächsten Zeit etwas zu verändern. Ich wiege genauso viel wie du und habe auch einen 75er FW, dann einen 95er FW und dann einen 125er Rocket. Problem ist folgendes: Der Abstand zwischen dem 95er und dem 125er ist einen kleinen Tick zu groß. Mein 6.0er passt perfekt auf das 95er, auf dem 125er macht es aber nicht mehr so viel Spaß. Bei dir passt das 6.2er vermutlich perfekt zum 105er, du gleitest aber zu spät an. Das ist bei mir durch das größere Brett und ein 8.5er kein Problem. Ehrlich gesagt habe ich keine Lösung parat außer 4 Bretter oder eine zweigeteilte Palette. Ich plane mittelfristig den Kauf eines Freeracers um die 100l/64cm für 6.0 und 7.0. Dann werde ich sehen, ob ich auf den 95er FW verzichten kann, oder ihn für bestimmte Bedingungen unbedingt behalten möchte. Der Bruch zwischen 6.0 auf einem Freeracer und 4.9 auf dem 75er FW wird von der Windstärke her kein Problem sein. Vielleicht ist mir ein Freeracer mit 3-Cam Segel bei 5-6 Bft und viel Kabbel aber einfach zu hart. Das wird sich zeigen.

  • Dann werde ich sehen, ob ich auf den 95er FW verzichten kann, oder ihn für bestimmte Bedingungen unbedingt behalten möchte. Der Bruch zwischen 6.0 auf einem Freeracer und 4.9 auf dem 75er FW wird von der Windstärke her kein Problem sein. Vielleicht ist mir ein Freeracer mit 3-Cam Segel bei 5-6 Bft und viel Kabbel aber einfach zu hart. Das wird sich zeigen.


    Behalten! Es ging mir jetzt bei den zum Teil heftigen Schauerböen am Stein so, dass mein FRace 120 mit 5.8er Segel zwar von der Segelgröße gerade noch ok war (bei meinen 89 kg), aber das Brett in dem heftigen Kabbel sehr sehr anstrengend wurde. Der 114er Mistral Syncro, 5 cm schmaler mit runderen Kanten, war mit gleichem Segel dann viel angenehmer. War froh, dass ich ihn mit hatte. Verkaufen bringt eh nicht mehr viel bei älteren Brettern. Also behalten und fahren.

  • Die Kombi passt doch 105l und 65 kg, habe ich auch. Ein größeres Board bringt schnell Kontrollprobleme , eventuell ist das 7.5 er sogar zu gross.
    Ich würde erstmal noch etwas üben, da Du noch nicht so lange dabei bist, da ist mehr drinnen als bei einem neuen Board.
    VG
    Gerhart


    Gesendet von meinem SM-T810 mit Tapatalk

  • Moin, bei deinem Gewicht macht ein größeres Board gar keinen Sinn. Mit 105l und dem großen Segel solltest du schon extrem früh gleiten. Wenn das nicht so ist, arbeite lieber an deiner Technik bzw. am Trimm vom Material; Finne usw. Damit kannst du so einiges rausholen. Ein noch größeres Board (bzw. die Kombi großes Board und großes Segel) ist auch schwerer und muss erstmal ins Gleiten gebracht werden und nach oben raus hast du dann bei deinem Gewicht Kontrollprobleme. Ist m.M. nach jedenfalls rausgeschmissenes Geld.

  • Die Kombi passt doch 105l und 65 kg, habe ich auch. Ein größeres Board bringt schnell Kontrollprobleme , eventuell ist das 7.5 er sogar zu gross.


    Wieso zu groß? Ich kann auch ein 9er-Segel fahren - wenn der Wind entsprechend schwach ist. Die Frage war ja nach den Leichtwindoptionen, nicht nach Kontrolle bei mehr Wind. Dafür habe ich ja jetzt kleineres Material.



    Ich würde erstmal noch etwas üben, da Du noch nicht so lange dabei bist, da ist mehr drinnen als bei einem neuen Board.


    Wo steht, dass ic noch nicht so lange dabei bin? ;)

  • Moin, bei deinem Gewicht macht ein größeres Board gar keinen Sinn.


    Das glaube ich so pauschal nicht. Als ich noch mein 9er-Segel und einen Shark 135 hatte, war ich ganz extrem früh im gleiten. Habe mich da mal mit einem JP superlightwind-Fahrer gematcht, als alle anderen das Material nichtmal an den Strand getragen hatten, wegen zuwenig Wind.
    Auch potz bestätigt das ja oben.


    Die Frage ist, wo ist der optimale Kompromiss von frühem Angleiten, und Kontrollierbarkeit gegeben bis ich auf 3s 96l wechseln kann?



    Mit 105l und dem großen Segel solltest du schon extrem früh gleiten. Wenn das nicht so ist, arbeite lieber an deiner Technik bzw. am Trimm vom Material; Finne usw. Damit kannst du so einiges rausholen. Ein noch größeres Board (bzw. die Kombi großes Board und großes Segel) ist auch schwerer und muss erstmal ins Gleiten gebracht werden und nach oben raus hast du dann bei deinem Gewicht Kontrollprobleme. Ist m.M. nach jedenfalls rausgeschmissenes Geld.



    Naja, ich gleite früher als manche, und später als andere. Es geht hier nicht um ein Problem, sondern um Optimierung ;)
    Ein größeres Board muss ja nicht unbedingt viel schwerer sein, je nach Bauweise und Größenunterschied. Könnte mir schon vorstellen, dass da z.B. ein 110l-Board bzw. ein Board, das 3cm breiter ist, den entsprechenden Vorteil verschafft. Aber um es einfach mal auszuprobieren, ist's dann doch etwas teuer.


    Ich habe mir jetzt mal für's große Segel einen passenden select-Mast von gun bestellt (bislang bin ich einen angeblich nicht erlaubten cross-Mast gefahren). Mal sehen, was das bringt.
    Finne wäre eine Option, gibt's da Früh-Angleit-Empfehlungen? Oder einfach: So groß wie möglich?

  • Ich stimme in der Tendenz beißen zu.


    Das 7.5 kann für den 105 zu groß sein und frühes Anleitung verhindern, wenn das Segel das Board ins Wasser drückt, da die Mast Spur ja weit vorne sein muss.


    Bei mir geht Anleiten mit 105 und 7 er bei 8m / S.


    Wenn es früher sein soll borge ich mir den 123er von einem Kumpel, dann geht es noch früher, aber es darf nicht auffrischen.


    Mit noch größeren Boards geht es bei nicht früher los.


    VG Gerhart


    Gesendet von meinem SM-T810 mit Tapatalk

  • Patrick F-race - entweder in 120 oder 130 (mein leichtwindboard, ich habe gut 75 kg)
    best board ever



    Reizvoll. Hatte ich schonmal ins Auge gefasst, allerdings gebraucht wohl sehr schwer zu bekommen. Neu wahrscheinlich nicht im Budget (außer, Totti macht endlich mal "Mondpreise" möglich ;)

  • Tachchen,
    wenn der 105er Gecko nicht passt (wenn wunderts???)
    dann kannst du den auch z.B. gegen einen Rocket (nicht wide) in 115 oder 125l tauschen. Der 69er - gerade in der LTD - kommt unheimlich gut von unten, ist mit 7,5 perfekt abgestimmt und kann auch mit einem 6,2er Segel aufgrund der Laufruhe auch noch locker gefahren werden (2 Finnen notwendig).
    Größer würde ich nicht gehen.
    Tschüss


  • Ich wiege 64kg und meine kleines und mittleres Board sind ebenfalls von der Grösse her vergleichbar:
    75L Single Fin Wave
    93L FSW


    Auf dem 93L fahre ich bis 6.2qm (optimal) bzw. bis 6.7qm ("boosted" Einsatzbereich).


    Darüber hinaus habe ich ein Slalom-Board mit 128L und 81cm Breite - damit bin ich mit 7.8 und 9.3qm Freerace-Segel unterwegs - ist gewissermassen eine andere Sportart. Ein 8.6er würde vielleicht besser zu meiner Statur passen - aber ich habe nun mal das 9.3er und fahre das Ding auch. Die Überlappung bzgl. Windstärke zwischen dem 128SL mit 7.8qm und einem 93-FSW und 6.2/6.7 ist sehr gross.


    Wahrscheinlich kommt es darauf, wie unkompliziert vs. sportlich/schnell du dein grosses Board haben möchtest und welches deine maximale Segelgrösse sein soll.


    ... so wirklich einen Tipp habe ich dir nun nicht gegeben, merke ich gerade ...


    Gruss, Andy


  • Wahrscheinlich kommt es darauf, wie unkompliziert vs. sportlich/schnell du dein grosses Board haben möchtest und welches deine maximale Segelgrösse sein soll.


    Das ist schwer zu beantworten: So groß wie nötig. Wie oben geschrieben, hatte vor 2 Jahren noch ein 9er-Segel, also ich kann sowas schon fahren. Hatte aber irgendwann kein Board mehr dafür und dachte, es nicht mehr zu benötigen (nach Gewichtsreduktion von 75 auf 65kg).
    Es macht mir nichts, wenn ich arbeiten muss - es darf schon Sport sein. Beim heutigen Südwindspaß war ich eher unzufrieden, solange es gemächlich gleitend dahinging. Richtig meines war es dann, als der Hintern 2cm überm WAsser hing, das Segel richtig aufgeladen war und das Board übers Wasser flog.


    Ich denke mal, 8m^2 sollten eigentlich reichen, mit dem richtigen Board, bin mir aber nicht sicher.



    ... so wirklich einen Tipp habe ich dir nun nicht gegeben, merke ich gerade ...


    Doch doch, diesen Gedanken (mit der Überlappung) hatte ich auch schon, und freue mich über die Bestätigung.


    Wann nutzt du denn dein 9.3er, wann dein 7.8er? Wo genau ist die Überschneidung von 128L SL und 93l FSW?

    • Gecko 105 ltd
    • Tabou 3s 96
    • Fanatic freewave 75


    Moin,


    ansich ist die Palette super. Wenn du ein größeres Board nimmst, läufst du Gefahr das sich darauf das 6,2er nicht mehr gut fahren lässt.
    Für 65kg sehe ich auch ein 7,5er max. 8,0 als Frühgleitsegel völlig ausreichend.
    Du könntest den Gecko eine Nummer größer nehmen, ein Frühgleitboard ist der aber nicht.
    Ein Board was früh gleitet und dennoch das 6,2er noch verträgt ist ein Lorch Offroad111. Der gleitet wirklich sehr früh.


    Ich denke aber insgesamt ist der andere Ansatz, der am Segel, vielleicht zielführender. Das Cannonball in der Größe ist recht schwer und hat nicht so viel Power
    vergleichsweise wie die größeren Größen. Fährst du dazu auch einen passenden Mast?


    Bei den Rocket normal müsste es schon der 125iger sein wie bei potz!, aber der fährt mit 6,2 sicher bescheiden. Die neueren Rocket sollen nicht mehr ganz so gut gleiten dafür aber lebendiger sein.
    Der Rocket Wide ginge auch ist aber etwas raciger ausgelegt im Vergleich zum Gecko.


    Auch ein früher Gleiter ist ein Hawk, der 113er wäre gut ausreichend und das Teil flitzt gut ab ;)


    Meine persönliche Aufstellung bzgl. Angleiten wäre:


    Alter Rocket (125)
    Hawk (113)
    Offroad (111)
    Neuer Rocket (125)
    Rocket Wide (108)
    Gecko (112)


    Dazu würde ich ein Segel um 7,5-8m² wählen, je nachdem ob du gerne Camber fährst und das Segel auch im Grenzbereich super zu fahren sein muss mit Einschränkungen im
    unteren Windbereich aber in jedem Fall mit passendem Mast.


    Meine Frau mit 60kg gleitet ohne besondere sichtbare Leichtwindtechnik mit dem 6,3er und 104l genauso früh wie ich mit 7,9 und dem Gecko und viel Mühe bei 25kg mehr Gewicht.
    (das war mit dem offroad nicht anders)


    Was ich sagen will, es gibt immer Leute am Spot die dir sauber früh um die Ohren fahren einfach auch weil sie gut eingefahren sind auf ihrem Material und eine gute Leichtwindtechnik haben (bewusst oder unbewusst).


    Grüße
    teenie

  • Hi,


    spiele zwar in einer anderen Gewichtsklasse (90kg), hatte mir aber über Ostern einen Hawk 113 als Spielpartner ausgesucht und kann diesen als frühgleitendes Board sehr empfehlen.
    Bin diesen von 8.2 bis 5.0, weil zu faul auf ein kleineres Brett zu wechseln, gefahren.
    Ein Hawk 125 gleitet nicht wesentlich früher dann müsste es schon ein Hawk 135 sein, aber bei deinem Gewicht denke ich ist der 113 angemessen und schließ gut an deine anderen Bretter an.
    Ggf. mit einer 40 statt einer 38 Finne für eine Optimierung auf das 7.5er Segel.


    Sunzi

  • Moin,
    Ich denke aber insgesamt ist der andere Ansatz, der am Segel, vielleicht zielführender. Das Cannonball in der Größe ist recht schwer und hat nicht so viel Power
    vergleichsweise wie die größeren Größen. Fährst du dazu auch einen passenden Mast?


    Bislang nicht, seit kurzem schon. War jetzt einmal mit dem neuen Mast unterwegs, und finde die Beurteilung des Unterschieds noch schwierig. Anpumpen ging gefühlt besser (da war das Cannonball bislang immer eher ein passiver "lass mich doch in Ruhe"-Kandidat). Ich war jedenfalls einer von wenigen, die im Gleiten waren, vielleicht geht's mit dem richtigen Mast ja tatsächlich besser.


    Moin,
    wie wäre es, wenn du zum Beispiel deine Palette um ein 70 cm breites Slalom Board mit 8,6 und 7,0 erweiterst.


    Ist eine Überlegung, tendiere aber (aufgrund des iSonic-Threads) jetzt fast ein wenig mehr in Richtung freerace.


    Hi,
    spiele zwar in einer anderen Gewichtsklasse (90kg), hatte mir aber über Ostern einen Hawk 113 als Spielpartner ausgesucht und kann diesen als frühgleitendes Board sehr empfehlen.


    Den hatte ich mir auch schon überlegt, nur ist der 3cm weniger breit als mein gecko . Gleitet der im direkten Vergleich wirklich früher an?

  • Tut er, wird sauschnell und geht schneidig um die Kurve. => Länge läuft eben doch.
    Vor allem ist er auch ohne ein Pro zu sein gut auf Temp zu bringen. Ein harmonischer Shape würde ich sagen.
    Einfach ausprobieren.


    Sunzi

  • Den hatte ich mir auch schon überlegt, nur ist der 3cm weniger breit als mein gecko . Gleitet der im direkten Vergleich wirklich früher an?


    JA, ganz eindeutig (auch ggü. meinem Gecko 112).


    Woher die Mär kommt das die größte max. Breite automatisch besser gleitet ist mir schleierhaft...:bonk:


    Grüße
    teenie