Top motivierter Anfänger braucht tipps

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  • Servus


    Habe im letzten Jahr einen Anfängerkurs mitgemacht,
    und wurde sofort infiziert, Bin 1,93 gross und bringe 103 kg auf die Waage habe mir darauffolgend Einequiptment zusammengestellt: Board: Fanatic Shark 165 Liter Segel: Hot maui 8.0 no cam, neil pryde hellcat 6.7 , gunsail 9.2 2 ca. und jetzt mein Anliegen: Bin dieses Wochenende zum ersten mal dieses Jahr auf dem Wasser gewesen und hatte folgende Probleme: Bedingungen: Wind 25-35 kmh entschied mich deswegen für das 8.0 segel, kaum war ich auf dem Wasser fingem die Probleme an, da ich noch keinen Wasserstart beherrsche war ich auf den Schotstart angewiesen hat auch gut funktioniert. Doch das anstarten erwies sich als sehr schwierig. mein Board drehte sich ständig mit der Spitze in den Wind (anluven) versuchte dann den Bug mittels des forderen Fußes wegzudrücken, Mastfuss weiter nach vorn und es Funktionierte jedoch trotzdem sehr schwer. Habe dann mühevoll versucht ins Gleiten zu kommen was jedoch fehl schlug, bin einfach nicht aus der Verdrängerfahrt heraus gekommen.In der surfschule funktionierte es mit einem 200l board und einem 7.3 segel bei identischer Windstärke tadelos. Würde mich sehr über Ideen Tipps unf anderes Freuen, Ps: an der Körperlichen Fitness sollte es nicht liegen war 7Jahre Bodybuilder daher die 105 kg, bin also kein übergewichtiger träger Mensch :-) Bin hauptsächlich am Neusiedlersee in Össterreich unterwegs über Kontakte und Bekanntschaften würde ich mich sehr freuen

  • Servus


    Habe im letzten Jahr einen Anfängerkurs mitgemacht,
    und wurde sofort infiziert, Bin 1,93 gross und bringe 103 kg auf die Waage habe mir darauffolgend Einequiptment zusammengestellt: Board: Fanatic Shark 165 Liter Segel: Hot maui 8.0 no cam, neil pryde hellcat 6.7 , gunsail 9.2 2 ca. und jetzt mein Anliegen: Bin dieses Wochenende zum ersten mal dieses Jahr auf dem Wasser gewesen und hatte folgende Probleme: Bedingungen: Wind 25-35 kmh entschied mich deswegen für das 8.0 segel, kaum war ich auf dem Wasser fingem die Probleme an, da ich noch keinen Wasserstart beherrsche war ich auf den Schotstart angewiesen hat auch gut funktioniert. Doch das anstarten erwies sich als sehr schwierig. mein Board drehte sich ständig mit der Spitze in den Wind (anluven) versuchte dann den Bug mittels des forderen Fußes wegzudrücken, Mastfuss weiter nach vorn und es Funktionierte jedoch trotzdem sehr schwer. Habe dann mühevoll versucht ins Gleiten zu kommen was jedoch fehl schlug, bin einfach nicht aus der Verdrängerfahrt heraus gekommen.In der surfschule funktionierte es mit einem 200l board und einem 7.3 segel bei identischer Windstärke tadelos. Würde mich sehr über Ideen Tipps unf anderes Freuen, Ps: an der Körperlichen Fitness sollte es nicht liegen war 7Jahre Bodybuilder daher die 105 kg, bin also kein übergewichtiger träger Mensch :-) Bin hauptsächlich am Neusiedlersee in Össterreich unterwegs über Kontakte und Bekanntschaften würde ich mich sehr freuen



    Wie Du siehst, Kraft ist beim Surfen gar nicht so gefragt, sondern eher Technik und Ausdauer.


    Dein Problem kann mehrere Ursachen haben.


    - Mastfuß zu weit hinten
    - Segel nicht richtig getrimmt, zu wenig Vorliek und/oder Achterliek, damit ist der Druckpunkt weit hinten
    - Board nicht plan, sondern auf der Luv Seite mit dem Körpergewicht belastet
    - Segel zu groß, kann nicht richtig dicht genommen werden
    - Finne zu klein, sollte so um 40 cm haben bei 8qm
    - Start auf dem falschen Kurs - sollte Halb-Raumwind sein, wenn Du gleiten willst


    ==> geh mit Deinem Material zu der Surfschule und bitte die, mal hinzusehen und Dir die ein/zwei Tips zu geben, mehr wird Dir nicht fehlen, Umstieg auf neues Material schafft immer Unsicherheit


    Gruß
    Gerhart


  • vielen Dank für die Tipps habe selber schon Festgestellt, daß die Technik stimmen mus. Habe eine 54cm Finne drauf an der sollte es eigendlich nicht liegen. Also kann man nach deiner Meinung von ausgehem dass der Fehler nicht beim Material liegt( vorausgesetzt Segel ist korrekt gespannt) sondern eher bei mi. Das mit dem Raumwindkurs Start werde ich das nächste mal berücksichtigen danke für die Hilfe

  • Beim Dichtholen ohne Fahrt muss das Gabelbaumende deutlich nach oben zeigen. Also das Rigg so aufs Board stellen, dass es vom Gewicht her einigermaßen ausbalanciert ist. Nicht nach sicht den Mast gerade nach oben hinstellen, dass passiert genau das, was du beschreibst. Das kann man gut an Land vorher nochmal üben. Bei Leichtwind einfach mal das Rigg so aufstellen, dass du es einfach mit einer Hand am Gabelbaum ausbalancieren kannst. So muss das Rigg auf dem Wasser dann auch stehen. Beim Anfahren den vorderen Fuß direkt beim Mastfuß stehen lassen, und wie du schon schreibst, aktiv den vorderen Fuß und den Mastfuß belasten.


    Zum Angleiten: Dein Schulungsboard war sicher deutlich länger als der Shark? Das führt zu einem sanfteren Übergang zwischen Verdränger- und Gleifahrt. Bei dem jetzt relativ kurzen Board ist die Gleitschwelle stärker ausgeprägt, das erfordert dann aktive Angleittechnik, wenn man nicht ordentlich angepowert ist. Und das ist mit 8m² bei 103 kg und 15 kn Wind nunmal so. Also auf Halbwindkurs anfahren, und wenn man dann genug Druck im Segel hat nochmal 30° abfallen und zwei mal kräftig pumpen, und die Fuhre kommt in Fahrt. Beim Angleiten ist es (wie eigentlich immer!) auch entscheidend, dass man viel Druck auf den Mastfuß bringt. Das ist einer der häufigsten Anfängerfehler! Man muss nicht auf dem Board stehen, sondern am Segel hängen, etwas überspitzt formuliert.


    Ich hoffe das hilft dir ein wenig.


    Gruß, Onno

  • noch ein klein wenig Theorie dazu:
    beim Losfahren ist der Flächenmittelpunkt (Lateralpunkt) des tief im Wasser liegenden Boards eben nicht hinten bei der Finne, sondern recht weit vorne, also mittig
    und wenn gleichzeitig der Druckpunkt (Flächenmittelpunkt) des Segels zu weit hinten ist, dann drehts die Fuhre entsprechend hinten weg vom Wind vorne in den Wind, luvt an
    nach hinten gekippt funktioniert das eben nur im Gleitzustand, wenn das Board nur noch hinten an der Gleitfläche bzw fast nur noch die Finne als Lateralfläche hat

  • Vielen Dank an Onno und Gerhard
    Sehr verständlich erklärt, und dass von Onno zitierte wird mir besonders viel Helfen denn deine Beschreibung trifft eigendlich voll auf dass zu was ich falsch gemacht habe. vielen Dank für die Profitipps ;-)

  • Ich erzähle mal ein bisschen aus meiner Erfahrung als Surflehrer:


    1. Schraub nicht am Mastfuss rum. Lass den schön in der Mitte! Momentan ist es die Technik, an der du arbeiten musst und nicht an der Mastfussposition.

    2. Du ziehst das Segel beim Schotstart nicht weit genug an dir vorbei. Du musst die Nose durch das Segelfenster sehen, erst dann geht die hintere Hand an den Gabelbaum.

    3. Da du das Segel nicht genug rüber ziehst und zu früh dichtholst belastest du automatisch den hinteren Fuss und drückst das Tail nach Lee. Dadurch geht die Nose in den Wind.

    4. Es ist hilfreich, wenn du erst ganz leicht dicht nimmst und das Segel nach dem Fassen mit der hinteren Hand gleich und kontrolliert nach vorne schiebst. Also, vorderer Arm lang, den hinteren langsam und gefühlvoll anziehen. Die vordere Hand geht richtung Nose, die hintere Hand zu deiner gegenüberliegenden Brust. Achtung, die Segellinie auf der du das Segel verschiebst ist nicht gleich wie die Boardlängsachse!!

    5. Vorderes Bein fast durchstrecken, das hintere unter deinen Po ziehen. Die Beinarbeit wird meistens im Dümpeln vernachlässigt, ist aber extrem wichtig. Auf kleinen Boards machst du fast nichts mehr mit dem Segel (auch im Dümpeln) sondern arbeitest da schon viel mit den Beinen.

    6. Übe dies, indem du Slalomkurs fährst. Erst ganz kleine Kurven, dann immer extremer, bis du in Fahrtposition das Board voll in den Wind gestellt hast. Dann wieder Abfallen. So bekommst du das Gefühl beim Starten und kannst, selbst wenn du das Segel nicht genug rüber ziehst, durch Abfallen korrigieren. Aber arbeite dich langsam dran.


    Wenn du dann mal in einer einigermassen stabilen Dümpelfahrt bist, einhängen und durch leichte Verschiebungen des Segels immer auf Kurs bleiben (einen Punkt leicht Amwind fixieren und die Nose darauf zusteuern). Achtung, wenn du einfach die Verlängerung zwischen deinen Augen und der Nose nimmst, wirst du keine Höhe halten können. Also immer in die Boardlängsachse versetzen. Wichtig ist auch, dass du nicht glauben kannst, das Segel einmal zu stellen und dann nichts mehr tun zu müssen. Das Segel bleibt immer in Bewegung!! Auch wenn nur leicht, aber im Dümpeln ist man anfangs IMMER am Auffieren oder Dichtholen bzw. am Abfallen oder Anluven. Auch wenn es bei den meisten Surfer so aussieht, als würden sie das Segel nicht mehr bewegen, musst du das am Anfang immer machen. Bei Kelly Slater sieht ein Barrel auch kinderleicht aus...


    Vertrau dem Trapez. Mach dir lange Tampen ran (mind. 26"), dadurch kannst du das Segel einfacher bewegen und du fühlst dich nicht so "gefangen". Wenn du dann auf dem Wasser siehst, dass eine Böe kommt, geh schon einmal ein bisschen in die Knie und strecke dein vorderes Bein durch und schiebe das Segel leicht (!) nach vorn (Abfallen). So bist du in einer guten Ausgangslage, dass es dich nicht drüber zieht, du aber trotzdem Geschwindigkeit aufnehmen kannst. Versuche dich daran zu erinnern, den Hauptzug im Trapez zu spüren und nicht in den Händen.


    Versuche diese Sachen viel und lange auch bei weniger Wind und kleinem Segel. Ideal wäre es, bei 10kn mit deinem kleinsten Segel zu üben üben und nochmals zu üben. Klar reizt das Gleiten, aber diese Dinge müssen blind sitzen, sonst kriegst du bei mehr Wind Probleme bzw. kommst nie über die Powerhalse hinaus. Ich habe genug Surfer gesehen, die oft kämpfen, weil sie diese Basics nicht richtig gelernt haben und mittlerweile Lernresistent sind. Selbst ich, wenn ich einen neuen Freestyle trick lerne, stelle mich auf ein grosses Board mit 4.7 und zerlege die einzelnen Elemente und übe die separat, bis es blind geht. Erst dann mache ich mich an den Trick in Gleitfahrt. (So ist es natürlich nicht immer, aber so sollte es eigentlich sein!).


    Hoffe, diese Tipps helfen etwas.

    Grüessli,

    Steven

    "Ich komme von einer Farm in der Wüste, wo es weit und breit keine Wellen gibt. Also, wenn ich Wave-Weltmeister werden kann, dann kannst du es auch, wenn du nur willst - Live your dream!!"

  • Hi Justfanatic,


    Bin auch aus Österreich(Graz) und bin sehr oft am Neusiedlersee(Podersdorf, Weiden) unterwegs, auch am Zicksee falls du den kennst ?!

    Die Tipps die du hier bekommen hast sind echt super!!! Wo gehst du aufs Wasser am See?

    Ich bring das Windsurfen meiner Freundin bei und weil´s in Podersdorf recht voll werden kann,

    bin ich zum Zicksee ausgewichen. Da lernt es sich leichter.

    Ich bin heuer auch wieder dort und solltes Hilfe benötigen oder wennst nicht alleine rumgurken

    willst dann schreib mich an oder wir tauschen unsere Nummern aus ?!

    Zum Surf-Worldcup heuer bin ich sicher am See ;-)


    LG Rene


  • Hi Steven,


    hab das hier jetzt erst gelesen, vielen Dank für die ausführlichen Tipps! Ich glaube, ich bin in etwa auf dem gleichen Level wie der Threadersteller, daher finde ich mich hier sehr gut wieder. Insbesondere den Tipp, auch beim Dümpeln auf Beinarbeit zu achten, finde ich sehr einleuchtend und für mich auch neu, bisher habe ich da eigentlich nur auf die Segelsteuerung geachtet.


    Werde das jetzt bei meinem Saisonstart alles mal beherzigen, danke nochmal.

  • Ich hatte mal ein Brett, Hypersonic 105Liter,luvte mit senkrechter 36er Finne sofort an. Mast war ganz vorne. Habe wütend eine 32er Grasfinne genimmen,

    es war perfekt.Da ich Finnenbauer bin und Kunden habe die Dein Brett am Neusiedlersee surfen , aber eine Grasfinne wollten,gab es nur die Formula

    Duo Grasfinne in 40cm (senkrecht) die alles problemlos schaffte. Kein anluven. Da ich jetzt aus anderen Gründen Grasfinnen mit Überstand nach vorne

    baue.sie fahren wie senkrechte Finnen ,da der Flächen mittelpunkt in etwa identisch ist. Aber, je weiter hinten die Fläche einer Grasfinne ist, desto

    weniger neigt das Brett zum anluven. Ob die Bull Weed mit 7-10cm Überstand,je nach Größe trotz der großen Fläche auch weiter vorne nicht zum

    anluven neigt, ich weiß es nicht. Werde es aber in Erfahrung bringen. Wollt das Dir nur kundtun, bin Kärntner mit in etwa 50 Jahren Ruhrgebiet, aber

    Nähe zu Holland. Wolfgang