Board für Wiedereinsteiger

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  • Hallo


    Nach ca. 30 Jahren Abstinenz denke ich darüber nach wieder mit dem Windsurfen zu beginnen. Somit suche ich jetzt ein optimal passendes Board für mich.


    Ich brauche das Brett vor allem auf Schweizer Binenssen, wie auch mal im Urlaub am Meer. Wichtig ist somit frühes angleiten, gutes durchgleiten und gute Halseneigenschaften. Höhe laufen sollte auch einigermassen effizient sein. Zu gross soll es nicht sein. Ich wiege 81kg und bin 190cm gross. Mein Interesse liegt somit vor allem auf einem Freerider, vielleicht so um die 120L Volumen? Hin und her heizen, höhe machen, Powerhalse, Duckjibe, Beach- und Wasserstart, sowie einfache Sprünge gingen früher bis ca. 7 Bft recht gut...


    Was ist da empfehlenswert, oder was würdet ihr in dem Falle nehmen?


    Als Segel werde ich wohl was von Gun Sails kaufen. Future z.B.? Keine Camber und dabei gute Effizienz wäre eine gute Basis. Halt einfach surfen. Die letzten Prozent mehr Leistung interessieren mich nicht mehr wirklich...



    LG


    FreeWilly

  • Hallo FreeWilly,


    erstmal willkommen im Forum und viel Spass beim Wiedereinstieg.
    Ein Board, das voll in deine Ansprüche passt und möderisch Spass macht, das du auch noch mit ner Slalomfinne oben raus super tunen kannst ist ein Tabou Rocket. Einer der Maßstäbe in Sachen Gleiten und Halsen. Absolut Top-Board!
    Gibts in den Abstufungen 115, 125, 135 und 145.
    Vielleicht könnte auch ein neuer Shape wie der Rocket Wide interesant sein...


    Falls du in deine Segelwahl auch ein Gun Sails Rapid 7.2 aus 2013 (nur 3 mal gefahren) oder/und ein GunSails Sunray 8.6 aus 2013 (eine Saison gefahren) in Betracht ziehen willst, dann melde dich gerne per PN bei mir!


    Gruß Joachim

  • Bei wieviel Wind willst du denn auf den Binnenseen gleiten können? 3-7bft mit einem Brett kannst du auf jeden Fall vergessen. Bei 7bft mit 120l rumfahren halte ich auch nicht für realistisch. Das untere Limit eines solchen Brettes mit einem Segel von 8m² sollte bei soliden 4bft liegen.


    Was die Segel angeht machst du mit dem Future sicher nichts falsch, allerdings denke ich, dass du bei deinem größten Segel von einem Cambersegel wie dem Sunray deutlich profitieren würdest.

  • Moin,


    wow, 30 Jahre Abstinenz, so lange surfe ich nochnichtmal. Wenn du vor 30 Jahren schon gleiten und Powerhalsen machen konntest, dann gehörtest du damals ja zur absoluten Creme de la creme, Respekt.
    Aber, du bist womöglich auch 30 Jahre älter geworden. Wenn ich deine Maße auf deinen Fitnessgrad hochrechne, dann könnten 120l nicht verkehrt sein.
    Zu bedenken ist dabei, es gibt solche und solche 120l Boards.


    Der Rocket ist ok, ich persönlich mag den nicht so, es gibt auch andere Hersteller mit ähnlich guten Shapes.
    Wenn du das Board bei viel Wind noch fahren willst, dann würde ich eher einen Lorch Glider 123 nehmen.


    Gleitet wahrscheinlich ähnlich bis besser an als der Rocket hat obenrum wegen des schmaleren Shapes mehr Reserven.
    Ich würd als größtes Segel in dem Fall ein Gun Rapid 7,9 nehmen. Ebenfalls keine Camber aber nur 460iger Mast.


    Wenn du mehr Manöverqualität haben möchtest käme auch ein Lorch Offroad z.B. in Frage. Ginge auch bis 8er Segel und bin ich mit 4,7er
    auch schon gefahren. Ausser Lorch gibts aber natürlich andere Hersteller mit ähnlich geeigneten Shapes.


    Ich kenne jetzt die Schweizer Seen nicht so, vermute aber das 3-4 dort wesentlich häufiger sind als 6-7? Dann ist ein 8er Segel auf einem 120l Board zu klein, ein größeres Board macht jedoch mit Segeln <6m² keinen großen Sinn.


    Schwierig, aber mit Kompromissen auf jeden Fall lösbar.


    Grüße
    teenie

  • Ja,....natürlich bin ich auch 30 Jahre älter geworden. Bin wirklich gespannt wie sich das erste Mal wieder anfühlen wird. Fluchen ist wohl vorprogrammiert....


    Damals habe ich im Bereich der deutschen und holländischen Nordseeküste gesurft. Entsprechende Binnenreviere, je nach Wind und Wasserstand natürlich auch. Mein kleinstes Board war damals 220cm lang und 50cm breit (umgebauter Wellenreiter). Knapp 60L wenn ich mich recht erinnere. Aber ist ja auch egal, da eigentlich schon gar nicht mehr wahr.


    Die Schweizer Seen habe ich noch nie befahren, aber es ist natürlich schon meist eher 3-4 zu erwarten. 3-6 sollte aber durchaus abgedeckt werden. Finnen werde ich dann sicher noch 1-2 dazu kaufen....


    Camber möchte ich eigentlich vermeiden, aber wenn es wirklich viel bringt, dann beisse ich auch da in den sauren Apfel. Finde ich eben gerade bei einem grossen Segel und wenig zu erwartendem Wind "unkomfortabel". So ca. 7,5 werde ich also meist mindestens brauchen. Ich frage mich was schlechter ist: Ein 7,5er mit Camber oder ein 8,5er ohne. Kenne mich mit den neuen Tüchern halt gar nicht aus und mit den heutigen Klotüren (damals begann gerade der Gun-Boom und ich hatte da eine schöne, schmale Granate mit einem Schaumprofilsegel....) eben auch nicht.


    Vorher probieren hilft mir wahrscheinlich derzeit auch nicht viel, da ich sicher erstmal wieder etwas Lehrgeld bezahlen muss und die Eigenschaften somit nicht gleich beurteilen kann.


    Gebrauchten Kram habe ich eigentlich noch nie gekauft, wäre aber, sofern recht neuwertig, kein Problem. Ich muss halt einfach erstmal einen Einstieg finden. In 1-2 Jahren kann man dann ja wieder sehen ob es in der Richtung bleibt, oder ich wieder anderes und eventuell anspruchsvolleres Material fahren möchte.

  • Ich frage mich was schlechter ist: Ein 7,5er mit Camber oder ein 8,5er ohne.


    So groß sind die Unterschiede im Angleiten auch nicht, aber die Cambersegel haben die größere Windrange. Sie gleiten einen Hauch früher an, merklich besser durch und sind auch auf stärkeren Amwind- oder Raumschotskursen leistungsfähiger. Wenn man Segel mit gleich vielen Latten vergleicht, verkraften Cambersegel auch etwas mehr Wind am oberen Ende.


    Als Einbrettlösung bin ich mir absolut nicht sicher, was ich dir empfehlen soll. Den schon genannten Tabou Rocket kann ich vom Modell her aus eigener Erfahrung auch absolut empfehlen, aber die Größe ist ein Problem. Mit einem 125er und 7.9/6.4/5.5 würdest du 4-6 einigermaßen abdecken. Mit einem 135er und 8.5/7.0/6.0 gleitest du immer noch nicht bei 3bft, hast aber bei 6 eher keine Chance. Der 145er mit 9.5/8.0/6.7 ginge vermutlich bei 3 los ist aber bei 4-5 am Ende. Du hast die Qual der Wahl...
    Mein Tip ist, mit einem großen Brett und dem für dieses Brett mittleren und kleinen Segel anzufangen und dann entweder das große Segel oder eine kleineres Brett dazu zukaufen, je nachdem, an welchem Ende dir eher etwas fehlt.

  • Moin,


    die Range auch von camberlosen Segeln ist schon ziemlich gut. Ich finde für mich immer noch die Nachteile überwiegen, ich fahre aber auch nicht an extrem böigen Binnenrevieren.
    Ich könnte mir auch 135 und um 100l sehr gut vorstellen, Segel dann um 8,6-7,0-6,0-5,3-4,7- ... oder so ähnlich.


    Ich würd dir aber empfehlen einfach mal ein paar Tage an einem guten Spot Material zu leihen um ein Gefühl für das neue Zeuchs zu bekommen.


    Viel Spass in jedem Fall!


    Grüße
    teenie

  • Ich würde denken das ein 125 er Rocket für den Wiedereinstieg bei 4-5 Windstärken passend wäre bei 81 kg und dazu ein gutes 7,5 er Freeridesegel für den Anfang.
    Meine Surfkumpels, viele von denen sind schon einige im Rentenalter sind super mit dem 125er Rocket zufrieden und fahren Segel von 8,5 - 6,5 drauf.
    Ich persönlich fahre nur Cambersegel, sind halt druckpunktstabiler , zum heizen sind sie klasse.
    aber wenn du viel viel Manöver fahren willst sind die Cambersegel ungeeignet.


    Dieter

  • Hhhmmmm...


    ...ich war der Hoffnung/Meinung das sich der Einsatzbereich der Boards und Riggs mit zunehmender Entwicklung in den letzten 30 Jahren vergrössert hat. Das scheint aber nicht wirklich der Fall zu sein, oder täusche ich mich da?


    Derzeit weile ich in Spanien. Ich habe gestern einen 125er Rocket am Strand gesehen und dann auch auf dem Wasser. Mit 7,4er Segel und 3-4 dümpelte der gute Mann eher rum als das er wirklich fuhr, kann aber selbstverständlich auch am Fahrer liegen. Jedenfalls rauschten die Kiter allesamt an ihm vorbei, auch die Anfänger, welche gerade erst ihre ersten Meter bewältigten...


    Ich werde mir das mal genauer anschauen. Es gibt mehrere Schulen und Shops hier und eine habe ich gestern bereits besucht. Der Chef machte einen guten Eindruck und wir haben uns auch etwas unterhalten. Wahrscheinlich werde ich da erstmal einen Kitekurs machen um zu schauen ob mir das gefällt. Wollte ich schon seit Jahren, aber immer ist etwas dazwischen gekommen. Einen neuen Surfkurs mache ich sicher nicht. Wenn, dann kaufe ich mir einfach ein Board und Rigg und gehe damit selber los. Wie es gemacht wird weis ich ja schon....;-)


    Werde nach meinen ersten Kiteversuchen mal berichten. Aber für die Schweiz ist Kiten derzeit zumindest noch keine wirkliche Option, da leider fast überall verboten. Vielleicht wird es dann ja auch eine Kombi aus einem grösseren Surfboard (Viper) für die Schweizer Seen und Kiten am Meer im Urlaub.....

  • Moin,


    ich kann das nicht beurteilen wie es damals war, ich habe 1992 angefangen und da war der Windeinsatzbereich jedes einzelnen Segels
    mit Sicherheit wesentlich kleiner als heute.
    Trotzdem hatte ich meinen Spass mit einem 90l Board und Segeln von 6,5-5,3- und 4,2, allerdings mit gut 10kg weniger und ner Menge Kondition und Ausdauer mehr als jetzt.
    Aber mit dem Zeuchs von früher käme ich heute nicht mehr klar. Es zieht und zerrgelt überall, Manöver ausserhalb der Powerhalse und nen paar chophops unfahrbar, die Boards konnten das nicht.


    Demgegenüber sind heute die Boards um Welten besser geworden, auch in der Kontrolle. Früher habt ihr nur so kleine Boards gefahren, weil die größeren kaum zu kontrollieren waren.
    Heute fahre ich auch mit einem 100l Board und einem 3,7er bei grenzwertigen Bedingungen. Da wäre früher keiner rausgegangen, auch nicht mit nem RafCamHurricane in 2,5m².
    Heute fahren da nicht nur der Spotking, sondern auch noch andere rum...


    Ebenso bei schwachen 4, früher fuhren da nur die Raceboards mit großem Segel (7,5), heute fahren auch viele Freerider mit allerdings noch größerem Segel (um 9m²).
    Du bist früher nur mit solchem zeuchs bei schwachen 4 im gleiten gewesen.


    Beim kiten ist sicher der Windeinsatzbereich des Materials noch größer guck mal in den Thread Kiten oder surfen hier, da sind alle Argumente ausgetauscht.
    Mach nen Kurs, gucks dir an und entscheide dann aber erst nachdem du mal mit modernem Surfmaterial gefahren bist.


    Grüße
    teenie

  • Nunja.....


    ...wenn Segel und Boards nur eine Range von 2 Windstärken haben, sehe ich da keine wirkliche Verbesserung. Das konnte man mit den damaligen (Anfang/Mitte der 80er) auch locker.


    Die frühen "Funboards" mit 3-3,30m Länge (z.B. Bic Show, Mistral Take Off, F2 Comet) bin ich selber auch von knapp 4 bis knapp 7 Bft gefahren. Meist mit 5,5er North.....Die heutigen Manöver gab es grösstenteils noch gar nicht. Powerhalse, Duckjibe und 360er, sowie verschiedene Sprünge bis Donkeykick waren das höchste. Das ging, bis auf letzteren auch mit den vorgenannten Boards, bzw. haben wir das gefahren. Duckjibe habe ich auch auf einem Equipe und F2 Lightning standardmässig durchaus gerne gefahren. War natürlich nicht so eng und radikal wie auf einem Waveboard, ging aber, solange es nicht zu kabbelig war.


    Mit einem Mistral Hookipa (85 L ?) bin ich auch schon bei 4 Bft und gut 5,5er Segel gefahren. Das kommt doch ganz auf die Fahrtechnik an. Boards mit 100L habe ich mit Pryde 4,2er Wave auch bis gute 7 (in Böen auch etwas mehr) gefahren. Mein kleinstes Segel war ein Pryde Wave 3,7, später ein Tushingham. Einen Mistral Screamer (ca. 2,70m und 110L, wenn ich mich recht erinnere) konnte ich auch universell einsetzen und der hatte damals bei nur 75kg Gewicht genug Volumen um nicht in unangenehme Situationen zu kommen wie mit einem 60L-Board....


    Bin aber bislang keinerlei aktuelles Material gefahren. Somit kann ich selber nicht sagen ob und wieviel einfacher das Zeug zu fahren ist.



    Naja, wie auch immer. Schauen wir mal. Habe heute meinen ersten Kitetag hinter mich gebracht. Bisschen wenig Wind, deshalb für uns nur an Land. Ging aber ganz gut. Allerdings muss ich mich noch ziemlich auf den grösseren "Gefahrenkreis" um mich und andere einstellen. 5m Mast zu jeder Seite, oder 25m Leinenlänge sind ein gewaltiger Unterschied. Zudem braucht man da auch noch eine weitere Sicherheitszone. Kostet einiges mehr an Umsicht und Konzentration. Das Bild draussen war aber wieder das gleiche. Die (meisten) Kiter fuhren, die Surfer dümpelten oder standen im Wasser und versuchten immer wieder aufs Board zu kommen.......

  • Hallo FreeWilly, lass dich nicht abschrecken und lauf bloß nicht so schnell zu den Kiter über :D


    Denke mit einem 125er Rocket LTD liegst du für eine 1 board Lösung mit deinem Gewicht genau richtig. Dann nimmst noch ne kleinere Finne dazu für Starkwind und ca. 3 Segel, wie z. Bsp. 5,0 + 6,2 + 7,7 (Camber). Damit kannst du locker einen Windbereich von 4-untere 7 abdecken. Vielleicht nicht gerade für Ostseewellen geeignet, aber für Binnenseen, oder Reviere mit Wellen nicht über 1-1,5 m passt das super. Und die heutigen boards sind wirklich um einiges leichter wie früher lassen sich für kleinere Hoppser auch gut aus dem Wasser hebeln.
    Wenn du aber bei unteren 4 mit den Kiter mithalten willst, dann brauchst du definitiv Leichtwindmaterial und das wird dann teuer.
    Kenne aber auch Surfer, die machen beides. Die gehen bei 3-4 bft kiten und darüber hinaus windsurfen. Aber Surfen macht definitiv mehr Spaß :keks:

  • Die Physik hat sich durch noch so viel Weiterentwicklung in den letzten dreißig Jahren nicht geändert. Auftriebserzeugung pro Volumeneinheit und Winddruck pro Quadratmeter sind halt nicht zu beeinflussen. Der Trimm der Bretter und Segel, die Druckpunktstabilität der Segel und die Weiterentwicklung der Finnen haben dazu geführt, dass heute ganz andere Geschwindigkeiten gefahren werden als früher. Hat man dadurch mehr Spaß?

  • Die Physik hat sich durch noch so viel Weiterentwicklung in den letzten dreißig Jahren nicht geändert. Auftriebserzeugung pro Volumeneinheit und Winddruck pro Quadratmeter sind halt nicht zu beeinflussen. Der Trimm der Bretter und Segel, die Druckpunktstabilität der Segel und die Weiterentwicklung der Finnen haben dazu geführt, dass heute ganz andere Geschwindigkeiten gefahren werden als früher. Hat man dadurch mehr Spaß?


    Spaß hatten wir damals und haben wir heute auch noch, ansonsten ist alles anders!!!


    Natürlich kann man die Physik nicht ändern, aber die Luft war bei den Doppeldeckern vor 100 Jahren (fast) die gleiche wie bei heutigen Flugzeugen. Trotzdem hat sich da einiges geändert.


    Winddruck pro Quadratmeter ist nur auf Vorwindkurs platt vorm Laken interessant, ansonsten wird die Segelkraft entscheidend von den Profilen und dem Twist gesteuert, da hat sich ganz fürchterlich was getan seit 30 Jahren.


    Auch das Thema Auftriebserzeugung pro Volumeneinheit ist natürlich physikalisch genau gleich wie vor 30 Jahren, aber der Aspekt des dynamischen Auftriebs (Wasserski oder Kiteboard) hat heute klar die Oberhand, denn im Gleitzustand ist das Volumen des Boards uninteressant, da es ja gar kein Wasser mehr verdrängt.


    Natürlich kann man auch heute noch mit einem F2 Comet und 5,7m² Pat Love Segel Spaß haben, aber wenn dann jeder Depp fröhlich winkend an dir vorbeifährt, spätestens dann kommt man doch ins Grübeln.


    Ich hatte mal die Gelegenheit, mit einem iSUP und 6er Segel bei 3 bft rum zu fahren. Hat Spaß gemacht, war wie früher. Aber bei 4-5 bft hole ich sofort mein moderneres Material raus, da geht wirklich die Post ab


    meint


    Dr. Spin Out

  • Der Comet (ich meine der erste) war auch nicht das schnellste früher. War eher recht wendig für die Länge, da er einerseits einen dünneren Rails- und Heckshape hatte und ausserdem relativ viel Rocker hatte. Der spätere Screamer ging aber schon ganz gut ab und wenn ich die heutigen Surfboards auf dem Wasser sehe dann erscheint mir der Speeddurchschnitt nicht unbedingt wesentlich höher zu sein als früher. Aber vielleicht täuscht das ja auch...


    Surfsüchtiger
    Das war so ungefähr meine Idee. 1 Board für Binnen und auch moderate Wellen. Muss aber nicht für Ostsee oder extrem kabbeliges Wasser optimal sein. Grösstes Segel unter 8qm wäre mir angenehm. Darüber und dann noch mit Cambern ist doch eher Quälerei und hat für mich nicht mehr viel mit dem Gedanken des "Freeride" zu tun...




    Leider hatten wir letzte Nacht Regen. Der Kitekurs hat wegen Windmangels heute Pause, aber ich bin gespannt wie es nun im und dann hoffentlich auch auf dem Wasser wird. Kite fliegen ist schon mal "cool" und macht mehr Spass als ein Surfrigg in den Sand zu stellen und sich dran zu hängen. Ich werde somit jetzt wohl erstmal den Kitekurs fertig machen, dann sind die Ferien zu Ende. Spätestens im nächsten Frühjahr werde ich dann mal 1-2 Tage Kiten refreshen UND mir parallel ein paar Stunden aktuelles Surfmaterial unter die Füsse nehmen. Dann werde ich entscheiden wie es weitergeht.


    So ein richtig grosser Flysurfer mit einem ca. 1,50m Board könnte meine Leichtwindgedanken aber womöglich sehr gut befriedigen. Dann noch einen etwas kürzeren Allrounder (ca. 1,35m) mit einem 12er und 9er und Kitemässig wäre ich für alles gerüstet was ich überhaupt mal brauchen könnte.

  • Wenn man mit dem 9er nicht mehr fährt bzw. fahren kann, dann ist windsurfen erst das wofür ich es liebe...


    Aber klar, beim Kiten hast du pro Kite mehr Einsatzbereich. Mir hats keinen Spass bzw. keine so großen Spass gemacht wie windsurfen.
    Aber es ist auch ne tolle Wassersportart.


    Grüße
    teenie

  • ich kenne die Schweizer Seen ja recht gut, ausser bei Phönsturm hat es da eher wenig Wind so 3-4 manchmal auch 5 Bfr. Da wäre mit 81 kg der Breeze 120 mein Favorit für Dich. Ein absoluter Spassfreerider, den kannst sehr gut mit Segelgrössen 5,5-8,5 fahren. Würde da vielleicht mal mit einem 7qm anfangen so als Einstieg. Auf jedenfalls ohne Chamber mit 6-7 Latten so z.B. als Naish Cruz. Ein wirklich perfektes Tuch.
    Den breeze kannst Du dann an den Seen locker von 3-6 Bfr. fahren. Wobei ich Dir dann einen Finnenwechsel auf ca. 36cm empfehlen würde wenn es dann mal ballert so für das 5,5 oder 6qm Segel.

  • Auch noch mein Senf dazu: ich habe mit 76 kg das JP X-Cite Ride 130. An unseren Seen brauche ich schon kleine 4 Bft., um mit meinem 8,5er Traction gleiten zu können. Und das ist ein absolutes Frühgleitsegel, gleitet sicher besser an als jedes camberlose Segel. Ich hatte zuerst auch keine Segel mit Cambern, mußte aber feststellen, dass ich oft einfach nicht gleiten konnte (und dümpeln macht mir keinen Spaß). Hatte dann ein 7er Cambersegel, das war mir immer noch zu klein, so dass ich mir dann das 8,5er zugelegt habe. Und mit dem surfe ich jetzt mit Abstand am meisten. Wenn ich den Aufwand treiben könnte, würde ich mir heute ein etwas größeres/breiteres Board zulegen (gleitet noch früher an) und evtl. sogar das 9,5er Traction für wenig Wind. Als zweites Board dann was kleineres.


    Nun ist eine Schwierigkeit für dich natürlich, dass du noch nicht genau weißt, wie sich das bei dir entwickelt. Wenn du oft auf deinen Seen gleiten willst, würde ich eher ein 140-l-Board nehmen, 125 ist m.E. schon das absolute Limit nach unten. Mit einem Segel ohne Camber von ca. 7,7 anfangen, dann passt bei Bedarf 9,5 als größeres Segel (bei 140 l geht das, bei 125 wohl nicht, da brauchst du dann eine andere Abstufung, z.B. 8,5 und 7,0). Du mußt dir halt über eines klar sein: bei deinem Gewicht mit 125er Board und 8er Segel brauchst du stabile 4 Bft. (ich würde schätzen mindestens 13 Knoten), um zu gleiten. Mit 140er Board und 9,5er Segel sollten dagegen schon 9 Knoten Wind reichen ...


    HL - Wolfman