Fanatic Gecko Erfahrungsberichte

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  • Liebe Surfgemeinde


    Ich interessiere mich für das Fanatic Gecko. Nach Aussage von Shaper Sebastian Wenzel verhält es sich mit dem Fahrgefühl und der Gleitleistung folgendermassen:


    Demnach entspricht ein Gecko 105 in punkto Kippstabilität und Gleitleistung einem klassischen 125-Liter Board, der Gecko 120 liegt irgendwo zwischen einem Shark 135 und Shark 150. Vom Gefühl her hat man also den Eindruck, der Gecko hätte 15-20 Prozent mehr Volumen als er tatsächlich hat.


    Ich bin früher ein klassisches Freeridebboard mit 134 Litern gefahren (F2 Hornet) und suche für eher schwachwindige Tage für den Binnensee ein neues Brett. Nun fragt sich, welches Volumen bei diesen Bedingungen und meinen ca. 70kg Gewicht in Verbindung mit einem Segel um die 7.5 oder 8 qm am geeignetsten ist.


    Ich denke für schwachwindige Tage sind 105 Liter einfach zu wenig. Neu ist das Gecko ja auch in 112 Litern erhältlich. Nach Aussage von Wenzel entspräche das dann einem konventionellen Freeridebrett von ca. 120-135 Litern.


    Hat jemand Erfahrungen mit dem Gecko in dieser Volumengrösse? Wie fühlt sich sich ein 120er Gecko an? Riesig wie ne Klotür?


    Herzlichen Dank für Deinen Erfahrungsaustausch und Gruss,


    Peschamel

  • ich bin den 120er Gecko in der Wood Version, Modell 2012, gefahren und war - muß ich leider sagen - enttäuscht nach all den Belobigungen der Magazine. Er wirkte auf mich behäbig um nicht zu sagen lahm. Riesig wie eine Klotür nicht, was vielleicht daran liegt, daß ich breite boards gewohnt bin. Aber es fehlte jede Spritzigkeit. Kurz gesagt: langweilig. Ich habe mir - nach 3 Jahren Rocket Abstinenz - jetzt wieder einen 125er Rocket gekauft für Mittelwind-Tage (mit 6.5 - 7.5), also einen klassischen Shape. Was für ein Unterschied in Geschwindigkeit und Lebendigkeit, auch beim Halsen, wo der Gecko sich zwar bereitwillig in die Kurve drehen lässt, aber eben alles gaaaanz gemütlich.
    Wenn Du vom eher komfortablen Hornet wieder ein solches board möchtest, wäre der Gecko allerdings schon nicht verkehrt nach meiner Einschätzung. Wenn es aber etwas flotter zugehen darf wäre z.B. der Shark in 140 oder auch ein Hawk überlegenswert.

  • ich hatte das 7.5er bei relativ konstantem Wind (um die 4-5), wiege 75kg. ja, ich würde ihn auch unbedingt probefahren, wenn er wirklich in der engeren Wahl ist. ich weiß nicht wo du wohnst. Falls im Westen: windsurfcenter Roermond hat den Gecko zum Ausleihen.

  • Moin,


    der einen Lehre nach wäre der Gecko 120 auch eher mit einem Rocket 140 zu vergleichen, klar wäre dann der 125iger Rocket spritziger.
    Der Gecko 112 ist dann eher der Vergleichskandidat und kommt ja auch schon aus der 2. Serie.


    Der Gecko soll aber auch sehr komfortabel und ideal für Aufsteiger fahren.


    Wenn du jetzt sagst was dir beim Hornet gefallen hat und was nicht und vor allem welche Segel du einsetzen willst, dann ist eher
    ein Tipp möglich.


    Grüße
    teenie

  • Moin,


    der einen Lehre nach wäre der Gecko 120 auch eher mit einem Rocket 140 zu vergleichen, klar wäre dann der 125iger Rocket spritziger.


    das stimmt natürlich, ist nicht 1:1 zu vergleichen. tendenziell aber schon, und ich kenne ja auch die großen Rockets und auch die Sharks und Hawks sind mir nicht fremd. Mir hat sich das Konzept Gecko nicht erschlossen und kann kaum Vorteile gegenüber den klassischen Shapes erkennen, das wollte ich damit sagen.


    Ist aber natürlich subjektiv, ich glaube schon, daß wirklich Komfort-orientierte Surfer mit dem Gecko zufrieden sein könnten.


  • Ist aber natürlich subjektiv, ich glaube schon, daß wirklich Komfort-orientierte Surfer mit dem Gecko zufrieden sein könnten.


    Das ist ja auch die Zielgruppe. Andere Hersteller interpretieren das breit und dünn ja teils genauso oder auch anders.


    Grüße
    teenie

  • auch korrekt. allerdings scheint Tabou mit dem Rocket Wide eine andere Richtung einzuschlagen. Dem wird im Pre-Test in der surf nämlich alles andere als Langeweile attestiert.


    aber ich will hier keinen Pro-Tabou Thread aufmachen, nicht falsch verstehen, sondern meine Erfahrung mit dem Gecko teilen. Das Thema ist - wie so vieles beim Windsurfen - wohl vielschichtig, selber probieren daher unerläßlich. Vielleicht gibt's ja hier noch andere die den Gecko gefahren sind, bin gespannt, ob sie das ähnlich empfunden haben wie ich.

  • Danke Euch für die Anregungen.


    Ich möchte ein möglichst früh angleitendes Brett, das tolle Manövereigenschaften hat. Geschwindigkeitsrekorde möchte ich keine brechen. Segel möchte ich max. ein 8er einsetzen, ohne Camber. Dazu bei wirklich wenig Wind noch etwas Leichtwindtricksen mit einem 5.3er.


    Meine Frage dabei ist, ob ich bei 70Kg mit einem 112er Gecko und einem 7.5er Segel bei knappen 4 Bf ins Gleiten komme, oder nicht, was denkt Ihr?

  • Moin,


    zu Windstärken sag ich nix, da gehen Meinungen auseinander was wieviel Wind ist, kommt auch sehr stark auf das Revier an.
    Für das was du vorhast könnte der 112er ideal sein. Ich habe bei 85kg einen Offroad111 mit dem ich auch sehr gut dümpeln kann und
    ein 7,5er supergut drauf geht, ebenso wie ein 5,3er.


    Bei dem Begriff 'tolle Manövereigenschaften' gehen die Geschmäcker auseinander. Der eine möchte ein seidenweich halsendes Board, was auch mal
    Kabbelwellen ignoriert, der andere nen scharfes Messer mit dem er schneidige und auch enge Manöver zirkelt. Wieder ein anderer sucht ein großes Waveboard...


    Für mich hört es sich so an als könnte der 112er gut passen. Probefahren ist natürlich ideal, aber wenn man wirklich alle seine Favoriten fahren möchte wird
    das organisatorisch sehr aufwendig.


    Grüße
    teenie

  • für das was du beschreibst und wenn es dir nicht um "sportliches" surfen geht passt das, sehe ich wie teenie. insbesondere für Leichtwindtricksen ist der breitere kompaktere shape natürlich schon gut geeignet und das ist dann in der Tat ein Vorteil gegenüber den Klassikern (das geht da auch, aber damit fährt man doch eher nur hin und her würde ich sagen).

  • Ich muss zeelander da beipflichten. Das Board ist um Längen schlechter als der Shark. Vom Gefühl her fährt man ne Klotür die keinerlei Spritzigkeit oder gar Agilität kennt. Der Shark hatte zumindest diese Eigenschaften noch im Programm, der Gecko dagegen wirkt fast schon wie eine Schlaftablette auf den Fahrer. Ich muss sagen ich war völlig entäuscht, vor allem nach den ganzen super Tests die so in den einschlägigen Magazinen herum geistern.
    Selbst das Viper hat da mehr Potenzial als der Gecko.

  • Muss zeelaender und spn da leider zustimmen.
    Bin auch den Gecko 120 von 2012 in Ägypten gefahren um anschließend gleich wieder auf den lebendigeren shark oder schnelleren hawk (war mir am liebsten) zu wechseln. Wenn du ein einfaches zu fahrendes, aber auch langweiliges baord suchst, bist du bei dem Gecko genau richtig. Und bei deinem Gewicht und dem Segel das du dzu fahren willst, kommst bestimmt auch früh ins gleiten.
    Habe mir früher immer die fanatics ausgeliehen und war super zufrieden damit. Und kann jetzt nicht nachvollziehen, warum ab nächstem Jahr die Shark Reihe durch den Gecko ersetzt werden soll (habe ich irgendwo gelesen) :confused:

  • Muss zeelaender und spn da leider zustimmen.
    Bin auch den Gecko 120 von 2012 in Ägypten gefahren um anschließend gleich wieder auf den lebendigeren shark oder schnelleren hawk (war mir am liebsten) zu wechseln. Wenn du ein einfaches zu fahrendes, aber auch langweiliges baord suchst, bist du bei dem Gecko genau richtig. Und bei deinem Gewicht und dem Segel das du dzu fahren willst, kommst bestimmt auch früh ins gleiten damit.
    Habe mir früher immer die fanatics ausgeliehen und war super zufrieden damit. Und kann jetzt nicht nachvollziehen, warum ab nächstem Jahr die Shark Reihe durch den Gecko ersetzt werden soll (habe ich irgendwo gelesen) :confused:
    Ach ja, den F2 hornet bin ich früher auf El Yaque gefahren. Und der war ja noch lebendiger, so wie ich den in Erinnerung habe!

  • Die Anforderungen sind natürlich je nach Surfrevier, Können und Vorlieben unterschiedlich. Leichtwind und Binnenrevier fahre ich auch, bei mir ist das aber ein kleiner Baggersee bei Wind ab ca. 12 Knoten. Gecko und Firemove kenne ich nur aus dem Urlaub beim Verleih. Ich finde das tolle Bretter. Jetzt auf Sardinien (wo allerdings sommerbedingt auch Leichtwind herrschte) war bei meinen knapp 80 kg der 122 Firemove das richtige, auch wenn es zwischendurch zum gleiten mal nicht reichte. Ich möchte mir jetzt auch einen Gecko zulegen, und würde ihn sogar noch grösser nehmen (den neuen 133). Das liegt aber einfach daran, dass ich eben auf dem Wasser bleibe, und irgend etwas übe, wenn ein großer Teil der Kollegen am Ufer auf etwas mehr Wind wartet. Und in Süddeutschland wartet man immer... Als Segel habe ich da aber auch ein 8,4 S-Type.
    Die 2015 Geckos sind auch nicht mehr ganz so extrem in den grösseren Volumensklassen. Der 133 ist jetzt "nur noch" 78 cm breit, dafür wieder etwas länger. Eine Portion Shark hat man da wohl mit reingemischt. Für mich derzeit das interssanteste, wobei es für den neuen Gecko ja wohl noch keine Erfahrungen gibt.
    Gruß
    Markus

  • Die 2015 Geckos sind auch nicht mehr ganz so extrem in den grösseren Volumensklassen. Der 133 ist jetzt "nur noch" 78 cm breit, dafür wieder etwas länger. Eine Portion Shark hat man da wohl mit reingemischt. Für mich derzeit das interssanteste, wobei es für den neuen Gecko ja wohl noch keine Erfahrungen gibt.
    Gruß
    Markus


    Ja, glaube so habe ich das irgendwo gelesen. Da überschneiden sich Gecko und Shark wohl zu stark, so daß einer aus dem Program rausfällt. Vielleicht hat S. Wenzel ja für 2014/15 das Beste aus Beiden rausgeholt ;)

  • Ich habe gestern bei schwachwindigen Bedingungen (+/- 4 Bf) das Gecko 120 auf dem Binnensee mit einem 7.2 NP Fusion getestet. Ich war ein paar Jahre nicht mehr auf einem so grossen Brett und muss sagen, es hat mir gut gefallen. Das Brett gleitet sehr gut an und einmal in Fahrt bleibt es dabei. Die Bedingungen waren gestern zum Teil sehr knapp, dass man nur in den Böen angleiten konnte. Wenn man dann im Gleiten war, konnte man die Windlöcher gut durchgleiten. Ich fand das Brett nicht langweilig, habe aber auch keinen Vergleich zum Shark oder Hawk. Dank der Breite sehr kippstabil. Wende bei sehr wenig Dümpelwind kein Problem. Ich habe mit dem grossen Segel sogar einen Helitack geschafft :), Wasserstart auch kein Problem.


    Nun möchte ich gerne noch das 112er Gecko testen. Und nach Euren Berichten sollte man auch noch einen Shark oder Hawk fahren. Wo nimmt man nur die Zeit und den Wind für so viele Testaktionen her :)


    Grüsse aus der Schweiz,


    Peschamel

  • Noch eine generelle Frage zu den verschiedenen Technologien:


    Der Unterschied eines Carbon LTD Modells und der HRS-Version leuchtet mir noch einigermassen ein. Zudem gibt es einen deutlichen Gewichtsunterschied.


    Die Bamboo-Bauweise hingegen ist nur gerade wenige 100g leichter als die HRS-Version.


    Kann jemand etwas dazu sagen? Ein LTD Brett kommt für mich wegen dem Preis nicht in Frage. Aber selbst gegen die Bamboo-Version ist das HRS-Brett signifikant günstiger. Da die HRS meines Wissen grundsätzlich die stabilste Variante ist, frage ich mich, was einem ein Bamboo-Brett bringen soll.


    Wer hat ein paar gute Ideen dazu?