Board für 14jährigen???

Liebe Mitglieder,

die Surf-Wiki wurde für die Bearbeitung durch die Mitglieder des Surf-Forums freigeschaltet. Es können neue Artikel erstellt und vorhandene bearbeitet werden.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Ihr braucht einfach nur die Surf-Wiki aufrufen und könnt sofort loslegen. Viel Spaß dabei.

Das Team des Surf-Forums
  • Mein bald 14jähriger Sohn hat erstaunliche Lernerfolge auf altem - eigentlich nicht Anfänger tauglichem - Material gemacht und ich überlege den Kauf eines für ihn besseren bzw. neuerem gebrauchten Boards. Da wir in Bielefeld :bonk: wohnen, wird er eher auf dem Steinhuder Meer aber auch in Cuxhaven surfen.


    was haltet ihr von folgendem Board, dass aktuell gebraucht angeboten wird?


    Surfbrett JP Australia super sport 118 Modelljahr 2008 TOPP, Preis: 475 EUR VB


    http://kleinanzeigen.ebay.de/a…43062-230-1060?ref=search


    Vielen Dank für hilfreiche Tipps


    Wolle

  • Vielleicht kannst du das alte Material und die Lernerfolge etwas genauer beschreiben (und zusätzlich Größe und Gewicht deines Sohnes angeben), dann können wir mehr dazu sagen, was geeignet/notwendig ist. Was den Supersport angeht, dürfte potz! recht haben, wenn wir deine Beschreibung nicht völlig falsch einschätzen.


    HL - Wolfman

  • Gelernt hat er auf einem F2 Santos Carbon, 290 cm lang, 144 ltr, 65 cm breit und er fuhr auch ohne Probleme ein F2 Xenon Lightwind Medium, 280 cm lang, 118 ltr, 58 cm breit und 8,8 kg schwer.


    Außerdem haben wir noch ein altes Toga 268 SLR, was aber noch nicht ausprobiert wurde.


    Je nach Windstärke fährt er 4 (ab 4 bft) oder 6 qm Segel, wobei wir auch noch reichlich weiteres Material haben.


    Max hat letztes Jahr seinen Surfschein gemacht und kann problemlos wenden und auch schon ganz gut halsen. Trapez hat er versucht, klappt aber auch aufgrund schlechter Einstellung (durch mich) noch nicht.

  • Was habt ihr noch für Material ?
    Das board ist sicher nicht schlecht, zum erlernen vielleicht etwas zu sportlich, sollte aber auch damit klappen.Schaut es euch vor einem kauf genau an, ob es vielleicht vor oder zwischen den Schlaufen weich getreten ist, oder ob es noch andere Macken gibt.Wurde der nose Protektor auf einen Schaden gebaut ? Oder nur als schutz der nose verklebt ?
    Die Trapez Tampen lang genug wählen , erst mal an Land so vor einstellen,so das das Segel im leichtem Wind schon mal ausbalanciert steht.

    :)


    Kapitalismus ist Sachen kaufen, die man nicht braucht - mit Geld das man nicht hat, um Leute zu beeindrucken, die man nicht leiden kann.


    Volker Pispers



    :47:

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von sittinggun ()

  • Das ding ist aus 2008 und noch nichteinmal die PRO Version. Eindeutig zu teuer für meinen Geschmack.
    Zwar scheinbar mit Boardbag und die finne ist ok, Schlaufen sollten wohl aber neu.
    Das Board hat nen Nodeprotektor, keine Ahnung was da drunter ist, vielleicht schon weich?


    Zudem sicher nicht das ideale Board fürs weiterlernen. Die JPs aus den Jahrgängen sind sehr lebendig und der supersport fast unruhig.


    Wenn der Verkäufer ums eck ist, könnte das ne Alternative sein, aber da muss preislich noch was gehen.


    Das andere Board heisst übrigens Xantos und Tiga, nicht Toga ;-)


    Grüße
    teenie

  • Meine Tochter ist 14, 1,60 und 45kg. Wir fahren eine Vegas 146ltr Twin Fin und eine Rocket 135ltr Ltd. Sie kommt auf beiden sehr gut zurecht, hat sehr schnell den Einstieg ins Trapez gefunden, fängt jetzt an, die ersten Gleiterfahrungen zu machen und schon mal einen Fuß in die Schlaufe zu stecken. Lieber fährt sie die Vegas (passt auch, weil ich ich lieber die Rocket fahre), insbesondere auch, wenn es nur zum dümpeln reicht. Was gerade im Sommer ja meist der Fall ist.


    Wir sind froh, dass wir nicht weniger Volumen genommen haben, weil die Tage mit weniger Wind einfach überwiegen und die 20ltr/5cm mehr auch einen enormen Stabilitätsvorteil mit sich bringen. Erfolgserlebnisse stellen sich so einfach schneller ein. Praktischer Vergleich: die ersten Versuche hat sie auf einer gebrauchten 130 Euro Fanatic Bat mit 3,20m und 160ltr gemacht. Dagegen fahren sich die 146ltr der Vegas doppelt so stabil - die Bat hängt jetzt als Deko an der Schuppenwand im Garten.


    Die Vegas Twin Fin bekommst du zum Beispiel neu als 2014-er für <900 Euro.

  • Vegas Twin Fin hab ich bei ebay als Vorführmodell grad für 750€ gesehen, aber ich warte jetzt erstmal seine in In 2 Wochen stattfindende Klassenfahrt mit Surfkurs ab, denn das ist mir doch ein wenig zu viel Geld wenn man nicht weiß, ob er dabei bleibt.
    Wobei das Surfen bei ihm wirklich therapeutische Wirkungen hat. Vielen Dank für eure Hinweise!
    Ich werde den Markt aber weiter beobachten.

  • Ein Freerider wäre vielleicht auch eine Alternative für meine beiden erwachsenen Kinder, die bislang noch lieber Wellen reiten - wobei das in Bielefeld auch nicht geht.
    Ich würde mich dann vielleicht auch öfter trauen, obwohl meine Erfahrungen sch fast 30 Jahre zurück liegen. Ten Cate hieß mein Board, es war ein schweres Teil ohne jegliche Trimmhilfe. Dagegen ist unser veraltetes Material wirklich traumhaft.

  • Die Frage ist, ob man ein Brett nimmt, dass ihm bald zu groß wird, wenn er Fortschritte macht, oder eins, das auch später noch benutzbar bleibt. Nebenbei halte ich 115l bei 50kg nicht für klein, wenn man einigermaßen Schotstarten und die absoluten Basics der Segelsteuerung begriffen hat, was ja der Fall zu sein scheint. Ich persönlich habe mit 70kg auf 125l gelernt und fahre das Brett weiterhin. Gleiten lernen ist mit einem solchen Brett eher einfacher als mit einem 145er. Die großen Bretter werden zu schnell zu schwer zu kontrollieren. Es ist sehr schwer herauszufinden, wie schwer einem Anfänger der Umstieg auf ein etwas kleineres Brett fällt. Den einen gibt es einen totalen Aufschub, die anderen lässt es verzweifeln.

  • Die Volumenfrage ist sowieso immer eine Glaubensfrage, denke ich. Und eine Frage der Brille, durch die man schaut. Das ist jetzt nicht böse gemeint, aber in Foren kommen die Ratschläge logischerweise meist von aktiven und somit guten und erfahrenen und älteren Leuten, die m.E.n. auch andere Ansprüche haben, anders werten und vielleicht auch mehr den Anspruch und Willen zum raschen Fortschritt haben.


    Klar, bei gutem Wind ist ein kleines Board angenehm zu fahren, wendiger, direkter und macht auch mehr Spaß. Aber Anfänger und insbesondere Kinder verlieren schnell die Lust, wenn sich nicht sofort erste Erfolge zeigen und meine Tochter z.B. fährt daher lieber auf dem Größeren als auf dem Kleineren. Die Frage ist also nicht unbedingt in erster Linie, was "noch geht", sondern, was den höheren Spaß- und Erfolgsfaktor hat. Und hier geht es - so wie ich es verstehe - nicht um leistungsorientiertes Windsurfen, sondern um Lernen und Spaß mit einem Board, was idealerweise mit der Familie geteilt werden kann und innerhalb eines Budgeterahmens bleiben soll. Und da sind meiner Meinung und meiner eigenen Erfahrung nach ein paar Liter mehr von deutlichem Vorteil.

  • Ich glaub ich muss mich in diesem glaubenskrieg auch mal einschalten!


    Immerhin liegt mein surfbeginn, '98 noch nicht so lange zurück, zum anderen war ich da 8 jährchen jung...wie die zeit vergeht ;).. mein material war damals:


    3.6er kinderigg + 380cm irgendwas uralt. - ging perfekt, um dier ersten schritte zu machen


    dann hab ich mich mit dem brett soweit runtergearbeitet, dass ich nach ca 3 jahren nurnoch den (sicher auch knapp 3m langen) "sinker" meines vaters fuhr (ich sank natürlich nicht damit) - volles gleiten, fußschlaufen - immernoch mit den kinderrigg. es ist also auch wichtig - ein passendes segel zu haben!!!
    max scheint aber schon groß genug, um die großen lappen zu ziehen, kommen wir also zum nächsten punkt:


    es war die zeit, in der seehr breite bretter modern wurden, wir bekamen auch eins. und siehe da, es wurde mein neues lieblingsbrett. ka warum, wahrscheinlich die stabilität. 155l und segel um 6qm, das war das, was ich im alter deines sohnes so gesurft bin.
    kleinere bretter wurden erst wirklich interessant, als ich - größer, schwerer und technisch besser werdend - einfach immer schneller fuhr, mehr als eben so grade über die gleitschwelle.


    das brett hab ich bis heute, die durch schleuderstürze zerstörte nose wurde abgesägt, macht nen schickes 230x80cm leichtwindbrett.


    meine empfehlung zu guter letzt: freerider um 135l.
    da: heutige bretter nochmal breiter sind bei gleichem volumen als früher, also stabilität ist mehr als ausreichend vorhanden.
    - das sich später noch ewig als leichtwindbrett einsetzen lässt
    - du nicht weißt, ob er später mal welle, manöver oder speed fährt, die frage aber auch erst wichtig wird, wenn der nächste brettkauf in der 100l klasse ansteht. (hier auch sinvoller abstand zwischen den brettern!)


    jetzt noch auf viele mögliche fußschlaufenpositionen geachtet und schon ist der spaß...quasi garantiert!


    wenn ihr angst um die nose habt - was ihr bei den ersten trapezfahrten haben solltet - protektor drauf oder nen stück styropor und klebeband.



    ...und der spaß ist wichtiger als das material!

  • Die Frage ist nicht wieviel Volumen, sondern welche Breite. Er ist ja schon mit schmalen Brettern zurecht gekommen, also duerfte ein modernes Brett mit 115l nicht das Problem sein.
    Ich habe auch einen surfenden maennlichen Teenager hier. Er ist zwar erst 13, aber mit 184cm und 60 kg etwas schwerer. Letztes Jahr hatte ich einen Hifly Matrix mit 149l und 78 cm Breite gekauft. Nach 5 Tagen Surfcamp diesen Sommer kam er nach Hause und sagte "Die haben gesagt ich brauche ein kleineres Brett und groesseres Segel".
    Da dachte ich auch, was kaufen. Er wurde dann erstmal auf meinen alten Sunset Slalom 105 l und 60 cm breit gestellt. Schotstart, duempeln kein Problem, Wende endete im Wasser, aber ich denke nach 2 Tagen haette er es hinbekommen. Gekauft habe ich dann letztendlich einen Bic Techno Pro mit 115l und 74 cm Breite, einen Freeracer. Mit einem 6.5 qm Segel kommt er damit gut klar. Und das Brett war guenstig. Da tut mir dann das eine oder andere Loch im Brett nicht weh. Maennliche Teenager gehen doch nicht so sorgfaeltig mit Dingen um.
    Mein Sohn beisst sich in Sachen rein und gibt nicht so schnell auf. Kommentare jetzt sind. "Das Ding saeuft vorne schnell ab, da muss ich halt bei der Wende schneller auf die andere Seite laufen bzw. beim Schotstart schnell nach hinten gehen."


    Was ich sagen moechte. Wir sind alle verschieden Kinder/ Teenager lernen andes als Erwachsene. Dein Sohn kann mit 115l gluecklich werden (meiner wuerde auch mit meinem Sunset gluecklichsein) oder er ist mehr der Typ wie die Tochter von DiNiNe und hat gerne etwas Reservevolumen. Lass ihn einfach mal andere Bretter Probefahren, leiht euch irgendwo etwas aus. Lieber etwas investieren, als dann mehre hundert Euro in den Wind zu schiessen.( Ich habe fuer das Board mit zwei Freeridefinnen uebrigens 200 Euro bezahlt, meine Schmerzgrenze waere fuer meinen Teenager 300 gewesen).
    Wichtig ist, dass dein Sohn mit seinem Brett glueckklich ist und es gerne faehrt.


    Das Brett das wir jetzt haben, fuehlt sich beim blossen darufstehen wie ein Floss an durch die Breite, geht aber super ab...... Naechstes Jahr gibt es dann ein 8 er Segel, da wird Sohnemann wohl knapp 70 kg wiegen und die 190 cm ueberschritten haben und er hat ein Brett fuer Leichtwind.

  • jupp gebe dir absolut recht, hab mir die aktuellen bretter der größe mal angeschaut und festgestellt, wie wenig volumen die haben so heutzutage! ich korrigiere meine obige aussage dann besser auf:
    "einen freerider mit 75-80cm breite".. und viele schlaufenpositionen...


    (manman hab ich mich schon lang nicht mehr nach großen brettern umgeschaut... da bekommt man ja fast lust auf son nen teil)...

  • Hab mich ja mit der Frage schon kurz beschäftigt und die - differenzierten und guten - Antworten jetzt mal gelesen. Jetzt stell ich mal die ketzerische Frage: warum überhaupt ein neues Board? Das Xantos 144 ist zwar nicht mehr ganz neu, aber für deinen Sohn im jetzigen Stadium gut geeignet (insbesondere in der leichten Version!). Ein neueres Freerideboard hätte leichte Vorteile, aber einen Quantensprung würde es nicht bedeuten. Deshalb würde ich mir genau überlegen, ob ein Gebrauchtkauf sich wirklich lohnt. Den leichten Vorteilen steht der Preis und das Risiko beim Gebrauchten gegenüber. Und geeignete wirklich moderne Gebrauchtboards sind nicht billig, ohne dass du sicher sein kannst, dass es keinen Schaden hat oder hatte. Wenn du ein solches Gebrauchtboard kaufst, unbedingt vorher genau ansehen, nicht unbesehen über ebay oder so kaufen!


    Jetzt noch zu den Vorteilen: ich stand vor einigen Jahren vor einem ähnlichen Problem: ich surfte das noch ältere F2 Slalom Comet 315 (149 l) und war damit nicht unzufrieden, sah aber fast nur noch Surfer mit neueren (breiteren, kürzeren) Boards, die mir sagten, das alte Zeugs tauge doch nicht mehr. Auf genauere Frage: die neuen manövrierten viel besser, seien stabiler uä.. Hab dann mal eines probieren können, ich glaub ein Rocket 145. Ergebnis: naja. das frühere Angleiten konnte ich nicht probieren, da ich mit beiden gut am Gleiten war (aber im grenzbereich ist das sicher wahr). Das bessere Manövrieren fand ich insoweit bestätigt, dass die "Halbkreise" bei der Wende und Halse mit dem Rocket regelmäßig deutlich kleiner waren als mit dem F2, ich dafür aber auch schneller "stand". Hätte ich aussuchen dürfen, hätte ich natürlich das Rocket genommen, aber auch das F2 konnte und kann man gut surfen. Ein Quantensprung sind die Unterschiede sicher nicht. Inzwischen hab ich zusätzlich das X-Cite Ride 130, aber hauptsächlich deswegen, weil wir für die ganze Familie einfach zwei Boards brauchen.


    Wenn man also sieht, dass ihr mit dem Xantos schon eine Zwischenstufe zwischen meinen beiden Boards habt, geht das ohne Probleme auch weiterhin. Ist dein Sohn dann ausgewachsen, bleibt beim Surfen und entwickelt sich gut weiter, könnt ihr dann zielgenauer nach dem richtigen Board zur Ergänzung schauen ...


    Noch eins: du hast nicht geschrieben, wie alt eure Segel für das Xantos sind. Sind sie so alt wie das Board, würde ich neue Segel für wichtiger halten als ein neues Board. Da sind die Unterschiede im Handling und auch der Leistung zwischen heute und vor 15 Jahren deutlich größer (ich hab auch die alten Segel damals längst erneuert gehabt, bevor ich über ein neues Board nachdachte) und bringen für die weitere Entwicklung sehr viel.


    MuS - Wolfman