Härte bei Slalomfinnen

  • Was meint Ihr / warum?
    ...und vor allem unter dem Aspekt, dass weiche Finnen mehr Lift erzeugen.


    1.
    Nimmt ein leichterer Fahrer (sagen wir unter 90Kg) eher eine weiche oder eine harte Finne?


    2.
    Sollte ein Freerace Segel eher mit einer weicheren oder härteren Finne harmonieren im Vergleich zum Race-Slalom Segel?


    freue mich auf ein Paar Ideen.

  • darf ich dazu (nachdem deine Fragen dann erstmal hoffentlich beantwortet werden und ich bin da auch gespannt), die Frage anfügen, woran man eine weiche oder harte Finne erkennt? Angaben dazu gibt's doch idR nicht.
    Snowboards z.B. werden idR mit Angabe der Härte (Flex) versehen. bei Finnen wüßte ich davon nichts. Wäre das sinnvoll, als Anregung für die Hersteller?

  • Mit der weicheren Finne hast Du im unteren Windbereich gute Leistung,kann Dich aber im oberen Bereich aushebeln. Meiner Meinung nach sind harte Finnen nicht so störanfällig.Fahrstil ist agressiver. Je senkrechter sie sind desto sensibler sind sie. Freeridefinnen haben durch die sichelige Form
    schon automatisch etwas Flex und Twist. Ein gutmütigeres Fahrverhalten. 8mm wird weicher sein als 12mm Dicke.Die dickere Nase verzeiht aber mehr.
    Wolfgang

  • alles verstanden,
    gemeint waren auf jedenfall die Hersteller Angaben zum Flex...siehe z.B Z-Fins (S; S-; S--) usw. Ich würde mir nie zutrauen durch den Tischkantentest einzuschätzen ob ich eine harte oder weiche Finne vor mir habe ;)


    Zum Thema:
    Wenn ich Wolfgangs Post nehme, würde das Bedeuten, dass ein leichter Fahrer mit gut flexenden Finnen eher Probleme bekommt. Also tendenziell eher härtere Finnen fahren sollte?


    Wie siehts aus mit den Segeln? Irgendwelche Einflüsse auf die Wahl zum starken oder schwachen Flex?


    Man könnte sagen, dass die Freeracesegel eher im unteren - mittleren Windbereich gefahren werden. Also besser Finne mit viel Flex, da man sowieso kaum an die Kontrollgrenze stösst, dafür bekomme ich besseres Gleitverhalten (?)


    Oder ich sage, die härteren verhalten sich ruhiger und passen so besser zum Freeracegedanken...noch weniger Stress.

  • Ich mag finnen eher weicher, finde das dann wesentlicher besser zu kontrollieren und ins laufen zu bringen. wenn die finne zu hart ist kann ich sie nicht wirklich zum arbietne bringen, habe einen sehr schmalen einsatzbereich, das variieret dann nochmal von board zu board, aber ich habe einige finnen die zu hart sind, keine die zu weich ist. wiege ca 75 kg und würde mich als durchschnittlichen windsurfer bezeichnen. das gilt für dden längenbereich 33 bis 40 cm, mit dem habe ich mich am meisten beschäftigt.


    ähnliches kenne ich auch von skiern und snowboards, die ganz harten prügel sind recht mphsam zu fahren und ich sehe da keine vorteile.


    nomenklatur vergleichbar IMCS ist mir keine bekannt

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    Edited once, last by c-bra ().

  • Eine harte Finne bringt bei gleicher outline und größe mehr Leistung, eine weichere Finne muss also größer gewählt werden. Zudem ist eine weichere Finne, da sie wie eine kleinere wirkt, auch länger zu kontrollieren. Das ist gerade bei kabbeligen Bedingungen vorteilhaft, da man so größere Finnen fahren kann, die im Chop dann sicherer greifen. Man kann also mehr Druck auf die Finne geben, als eine kleinere härtere Finne in den gleichen Bedingungen vertragen würde, ohne dass man die Kontrollprobleme bekommt, die eine gleichgroße harte Finne nach sich ziehen würde.


    Gerade ein gewisser mit dem Flex einhergehender Twist der Finne verbessert die Kontrollierbarkeit, da die Finne dann ähnlich wie ein Segel mit Loose Leech am Tip aufmachen kann und man überschüssigen Druck dadurch loswird. Hoher Flex alleine macht die Finne auch komfortabler zu fahren, nimmt einem halt etwas Beinarbeit ab.


    Das alles auf Slalomkrempel bei artgerechtem (überpowertem) Einsatz bezogen.


    Hurricane gibt die Härte seiner Finnen in S (sorft) M (medium) und H (hard) an, jeweils noch mit + und - feinabgestuft.


    Gruß, Onno

  • dann laßt doch bitte auch mit einfließen oder diskutiert, das manche bretter mehr auftrieb von der finne als andere benötigen


    mein manta 69 lies sich problemlos noch frei mit ner 28er seegrasfinne fahren, der falcon fährt sich dann :bonk::kotz:


    gerade bei sehr flachen Revieren ist es schwierig eine passende Finne für ein Brett zu finden, was Power aus der Finne benötigt
    viele der aktuellen Slalomboards haben hinten extrem wenig Gleitfläche im Heckbereich und benötigen tendenziell längere oder weichere Finnen (gerne berichtigen, wenn ich falsch liege)

  • Ich wollte erstmal nur den Punkt Finne lösgelöst von allem anderen behandeln. Daher auch keine Quantisierungen, sondern nur qualitative Aussagen. Dass sich die Dimensionen mit unterschiedlichen Boards nochmal verschieben können, liegt ja auf der Hand.


    Ja, mein Falcon braucht auch etwas mehr Power von der Finne, bin schon ganz froh ne 49er statt der erst geplanten 47er genommen zu haben.

  • da Terence explizit auch den Freerace Bereich angesprochen hat frage ich nochmal nach. der "normale" Freeracer wird vermutlich eher nicht Premium/Exklusiv Finnen fahren sondern, vielleicht zu einer Finne im mittleren Preissegment greifen (darf ich Select und Choco als Beispiele nennen?). Bei Select, Choco oder auch bei Lessacher auf der Homepage finde ich nirgendwo Angaben zu unterschiedlichen Härten. Machen die Hersteller etwas falsch? sollten sie das ergänzen? oder ist das für diesen Bereich überflüssig und Härtegrade spielen wirklich nur im High End Bereich eine Rolle? Welche Härte haben z.B. Select Fins der Elite Serie?

  • mMn ist die Härte und Ihr einfluss sehr schwirig zu beschreiben, zumindest wenn man das per homepage o.ä. machen will. sieht man ja im mastbereich, wie schwer das trotz ca 25 (?) jahren IMCS ist. die härte ist zweifellos ein wesentlicher faktor, der mit profil, rake, outline die eigenschaften einer finne bestimmt. es ist sicher gut bei der diskussion über finnen diese faktoren aufzunehmen, der ansatz - nehm ich eine 38er oder 40er alleine ist sicher zu wenig. wie sich die faktoren zueinander verhalten ist mir noch ziemlich unklar. was ich aber in den letzten 2 saisonen aber klar gemerkt habe - wie auch mancher andere user hier - ist der umstand dass sowohl die härte , bzw biegesteifigkeit und die verteilung und das twistverhalten wesentlich sind. ich habe finnen aus der selben form gebaut, also aufs hunderstel gleich, und sowohl härte als auch rake verbaut. und die unterschiede im fahrverhalten sind gewaltig - von "ziemlich mühsam zu fahren" bis "lieblingsfinne, ich will die testfinne behalten" geht die bandbreite. wie gesagt, exakt gleicher shape, und variation nur in härte und rake.


    warum firmen im mittleren segment wenig bis nicht über die härte reden - neben der o.a. komplexität vermutlich auch deshalb, weil man die gestalterische freiheit betr. flex eben nur bei finnen aus der form hat, wenn man G10 fräst legt das profil den flex im wesentlichen fest, so viele unterschiedliche g10 Typen wirds nicht geben, also ist es viel schwerer in dieser technologie mit dem flex zu spielen. und wenns nicht geht, warum sollte man dann darüber reden

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  • Ein normaler Shop ist ja schon damit überfordert, überhaupt die gewünschte Größe vorrätig zu haben. Jetzt auch noch in jeder Größe je 3 Härtegrade, da ist das Chaos vorprogrammiert. Zudem führt ein "falscher Härtegrad" bei der Finne zu den von c-bra angeführten Ergebnissen, ist also möglicherweise schlechter als ein mittlerer Härtegrad, der überall ganz brauchbare Ergebnisse bringt.


    Beim Lessacher ist das immer ganz einfach, er baut so hart wie irgend möglich, deshalb fahre ich seine Wave-Finnen nur in G 10, die sind dann deutlich weicher, gefallen mir besser.


    G 10 Finnen sind in der Regel bis ca. 35 cm ok, danach ist oft die Basishärte am Finnenfuß zu gering.


    Zum Testen:


    Finne auf einen Holztisch legen, Finnenblatt 2/3 über die Kante stehen lassen und dann runterdrücken - Basishärte


    Finne auf einen Holztisch legen, Finnenblatt 1/3 über die Kante stehen lassen und dann runterdrücken - Tiphärte


    Wenn du so mal 5 Finnen testen kannst, wirst du überrascht sein, wie unterschiedlich die Finnen sind, das ist jedem Surfer mal zu empfehlen!!!

  • Alle Premium-Hersteller bieten ihre Finnen in 2-3 Härtegraden an.


    Wer denn?

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  • Ein guter bis sehr guter Fahrer braucht immer eine härtere Finne. Wenn ich mal als krassen Gegensatz Sonntag-Fins sehe, könnte ein Fahrer wie E-11 damit nichts anfangen und würde sich nach 300m überschlagen, da sein Board nicht mehr zu kontrollieren wäre.
    Weiche oder zu weiche Finnen sind fehlerverzeihender und auch anspruchsloser zu fahren als harte Finnen. Aber ein harte Finne macht sicher bei 99,9% der Fahrer keinen Sinn, weil das der Fahrer nicht umsetzen kann.


    Wie hart darf eine harte Finne eigentlich sein und wie weich ist eine weiche Finne? ;)

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  • @Totti
    dann sollte ja der komplette WC auf Lessacherfinnen :):cool: besser fahren können *kopfkratzend*


    Nee, die haben andere Defizite... ;) :D

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  • Lieber Silversurfer.Du wärst mit meinen Finnen sicher ins Ziel gekommen.Meine Finnen können ruhig hart sein,Konkaven und Cut Out verhindern
    alle negativen Erscheinungen. Hart und es passiert nichts. Wem es zu hart ist kann ja ruhig G10 nehmen. Hab ja auch einige fürs Volk.
    Klar haben sie Defizite um mit Totti zu sprechen,sie sind zu billig. Wolfgang


  • Weiche oder zu weiche Finnen sind fehlerverzeihender und auch anspruchsloser zu fahren als harte Finnen. Aber ein harte Finne macht sicher bei 99,9% der Fahrer keinen Sinn, weil das der Fahrer nicht umsetzen kann.


    Kann man so nicht stehen lassen...
    Das gilt definitiv nur im unteren Windbereich. Wenn wir hier von Slalomfinnen reden, und Slalommaterial fährt man selten am unteren Limit. In der Regel takelt man das größtmögliche auf, was man sich unter den jeweiligen Bedingungen zutraut. Dann eine "weiche" reinzuschrauben wäre eher kontraproduktiv. Auch wenn foilen in Mode kommt. :D
    Im untersten Frühgleitmodus fahre ich auch gern was weicheres. Das Board wird früher frei, und ich meine auch beim anpumpen spielt eine weichere Finne besser mit. Das ist aber unsachgemäßer Gebrauch von Slalommaterial. :D