Was schadet Segeln mehr: in der Sonne trocknen lassen oder nass eingerollt lassen?

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  • mal eine Frage, vor allem an diejenigen, die viel im Salzwasser unterwegs sind.
    Lasst Ihr eure Segel nass eingerollt im Hänger/Bulli/Keller/Garage liegen bis zur nächsten session oder spült ihr sie nach dem surfen ab und lasst sie trocknen?
    Frage mich was den Segeln besser tut bzw. mehr schadet.


    Grad bei Segeln, die man nicht oft benutzt und ggfs. wochenlang mit Salzkristallen/Salztropfen die nicht richtig trocknen im Bag irgendwo rumliegen lässt, könnte ich mir vorstellen daß es eher schlecht für den Film ist. Aber 1-2 Stunden Sonne soll ja auch nicht gut sein, wobei es vielleicht hierzulande wiederrum nicht so übel ist wie z.B. in Südeuropa mit der Sonne ...???

  • na ja, bei mir ist es ein Zwischending:

    • die kleinen Segel spül ich ab und häng sie zum Trocknen auf, aber nicht in die Sonne
    • zum Aufhängen für das große Segel fehlt der Platz, das stell ich ohne Tüte in den Keller und tell dann beim Ausrollen fest, dass es wg. dem Salz ständig feucht ist


    Und jetzt das Ergebnis:

    • ich konnte bisher keinerlei Unterschiede feststellen


    Mäuse scheinen übrigens die Tüten mehr zu lieben als die Segel, da sind einige durchgeknabbert und an den Segeln ist nix dran.

  • Ich lasse nach dem surfen die Segel kurz stehen, damit dass Wasser ablaufen kann und dann rein damit in den Bulli. Bisher hab ich keine Schäden feststellen können. Meiner Meinung nach schadet es den Segeln eher, sie nach der Session nochmal zu hause zum trocknen auszurollen oder in der Sonne zu trocknen....zumindest den Monofilmsegeln;) Richtig trocknen tue ich das Zeug erst nach der letzten Session des Jahres.
    Das Board trockne ich allerdings etwas mit dem Handtuch ab und hole es zu Hause aus dem Bag....
    Surfen ist ja Wassersport und da werden die Segel nun mal naß...:redface:

  • Interessant, jeder machts irgendwie anders. habe nun mal beim Segelhersteller meines Vertrauens angefragt. Aussage:"Ob du das Segel nass oder trocken einrollst, ist egal.
    Wenn du das Segel nach dem Surfen mit Süsswasser abspülst, wird das Segel dir sehr dankbar sein.
    Denn wenn Salzwasser trocknet, bleiben die Salzkristalle am Segel kleben, was einen Effekt wie Schleifpapiert hat."


    Ich schließe daraus:
    - nach Süßwasser-Kontakt ist alles möglich ohne negativen Effekt (nass einrollen oder vorher trocknen lassen, egal)
    - nach Salzwasser-Kontakt wäre nach o.a. Aussage sinnvoll, das Segel direkt abzuspülen (was nur geht, wenn man am Wasser wohnt und 'nen Gartenschlauch parat hat). Oder man rollt am besten direkt naß zusammen und lässt es so im bag bis zum nächsten Gebrauch. Vorher trocknen lassen ohne Abspülen hätte beim Zusammenrollen den Schleifpapier-Effekt zur Folge.
    - ganz schlecht wäre dann auch (so auch meine eigene Erfahrung) das Segel mit einem Handtuch abzuwischen. Damit schleift man sich dann Schlierstreifen ins Segel (obwohl barcode hiermit gute Erfahrungen hat, was mich wundert).


    Auf jeden Fall gut zu wissen, daß Naßlagerung kein Problem ist für die Segel. Das wäre für mich das wichtigste Fazit, daß auch unterstützt wird durch windriders Aussage: trocken oder naß: ich konnte keine Unterschiede feststellen.

  • Das einzige was ich als nicht so gut festgestellt habe ist, wenn man Cambersegel nach Salzwassernutzung lange (mehrere Monate) nass zusammengerollt liegen lässt. Dann greift das Salzwasser die Reißverschlüsse bei den Cambern an (Korrosion).


    Gruß, Onno

  • Dann greift das Salzwasser die Reißverschlüsse bei den Cambern an (Korrosion).


    Gruß, Onno


    Deswegen baut man als Hersteller auch normalerweise ordentlich starke RVs aus Kunststoff in Segel und nicht korridierende Metall-Zipper. Auch beim dauernden Abwaschen bleiben kleine Salzreste in den Zähne und der Schlitten, dies führt zu Korrosion (meistens sogar unsichtbar unter dem Lack). Irgendwann machts dann mal Knack und der Schlitten ist in 2 Teilen oder es fehlen mal eben 4-5 Zähne am RV.

  • Auf jeden Fall gut zu wissen, daß Naßlagerung kein Problem ist für die Segel. Das wäre für mich das wichtigste Fazit, daß auch unterstützt wird durch windriders Aussage: trocken oder naß: ich konnte keine Unterschiede feststellen.


    Wenn Du die Segel wochenlang nass eingerollt liegen hast und vielleicht noch im Bag, kann´s aber passieren, dass sich Stockflecken bilden oder auch Schimmel. Grad bei Süßwasser ausm See und wenn dann vielleicht noch paar Algen/Pflanzenreste mit dabei sind.
    Besonders bei weißen Masttaschen sieht man das dann auch schön.

  • Wenn möglich immer trocknen, kurzfristiges Nasseinrollen ist kein Problem. Salzkrusten schubbbbbbeln aneinander und verursachen Microkratzer die bei der Durchsicht von Nachteil sind! Kleine Segel reinige ich zuhause meist nochmal da die seltener gebraucht werden also die 4,2 und abwärts!

  • Ach einfach offen über dem Grill oder Feuer trocknen :bonk:


    Ich stell die Dinger senkrecht 1-2 Tage draußen hin (Carport etc) und dann ab in den Keller.
    Freund von mir hat alles waagerecht im Hänger.... unsere Segel unterscheiden sich nicht im Aussehen und Haltbarkeit....

  • Nach meiner Erfahrung macht Salzwasser gar nichts. Ein Kumpel in Holland der seine Segel immer abspült mit Süßwasser hat dafür Schimmel in seine Segel bekommen. Sonne oder Sand ist viel schädlicher. Ich hatte früher mal ein Segel aufgerigt draußen am Laden gestellt als Blickfanger, nach 2 Wochen war es komplett durch und ist spontan auseinander gefallen, wie eine nasse Zeitung, ohne ein Meter gefahren zu sein.

  • Das ist dann wohl die Erklärung, warum es keinen dritten Teil des Segelmaterial Tests gab. Ich hatte mal auf dem Balkon mit einem Kunststoffseil etwas angebunden. Nach dem Sommer war das Seil zu Staub zerfallen.

  • Stormi, nimm einfach Segel in einer anderen Farbe. Meine schimmeln nicht, und die liegen immer nass im Bus :)




    Nicht die Folie an sich schimmelt,sondern das,was nass mit eingerollt wurde

    :)


    Kapitalismus ist Sachen kaufen, die man nicht braucht - mit Geld das man nicht hat, um Leute zu beeindrucken, die man nicht leiden kann.


    Volker Pispers



    :47:

  • Das ist dann wohl die Erklärung, warum es keinen dritten Teil des Segelmaterial Tests gab.


    :D Ja, wahrscheinlich.
    Allerdings war das reine Monofilm deutlich mehr angegriffen vom UV als den Gitterfilm. Sehen wir bei Reparaturen von alteren Segel auch. Ich denke mal das bei Gitterfilm, wobei ja 2 Lagen aufeinander geklebt werden mit den Faden dazwischen, den Klebeschicht das UV stoppt oder zumindest erheblich herausfiltert. Vom Sonneneinstrahlung hat Gitterfilm schon etwa den doppelte Lebensdauer. Wenn neu hat es erstaunlich wenig Unterschied in Haltbarkeit. Ich denke das die Verdickungen bei den Faden oft schneller aufreiben beim streifen über etwas raues/scharfes. Die Faden stoppen denn evt ein Weiterreißen evt besser, was bei neuen Monofilm aber gar erst nicht aufreißt und nur ein Kratzer (ggf mit Delle) hat. Vielleicht wäre das Beste Material doppelschichtigen Monofilm, ohne Faden dazwischen. Das wäre denn aber nicht mehr teuer zu verkaufen da es genauso aussieht wie Monofilm. Es gibt natürlich auch Laminate mit dichter gewebte Technora, Spectra oder Dyneema Faden die denn schon leichter und Dehnungsarmer sind.

  • Der Schimmel schadet aber dem Segel nicht und ist bei Benutzung auch ruck zuck wieder weg.


    Naja, auch wenn´s nicht schadet. Es schaut nicht schön aus und riecht halt dann irgendwann auch und für die Gesundheit ists auch nicht grad förderlich, wennst die verschimmelten Segel in deinem Auto oder Wohnmobil transportierst.
    Schimmel ist immer was schlechtes, außer auf Käse ;)